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Dinkel ... Weizen .... Hääää?

PaleoMic

PaleoMic

Dinkel ... Weizen .... Hääää?

Kategorie: Ernährung (10.10.2017)

Hallo Foristen,

In letzter Zeit stelle ich fest, dass um mich herum ein regelrechter Dinkelhype ausbricht. Überall höre ich nur noch guter Dinkel, böser Weizen. Meinem Nachbarn wurde von einem Schweizer Blutspezialisten empfohlen, er solle keinen Weizen mehr essen, nur noch Dinkel.

Hab ich da irgendwas versäumt? Wo genau liegt denn der schlagende Vorteil von Dinkel gegenüber Weizen? Lassen wir die low Carb Diskussion bitte mal komplett draussen - es geht nur um den Vergleich Dinkel mit Weizen und warum Dinkel besser sein soll. Googel hat nicht wirklich Licht in mein geistiges Dunkel gebracht, eher noch mehr verfinstert, hat doch Dinkel viel mehr böses, böses Gluten als Weizen. Wenn da also was dran ist, was ist es dann bitte? Oder wird da nur gerade wieder die nächste Sau durchs Dorf getrieben.

Bei der Google Suche bin ich sehr oft über die Aussage gestolpert, Dinkel sei besser als Weizen, aber eine schlüssige Begründung habe ich dafür nirgends geliefert bekommen.

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Amaketon 11.10.2017, 09:59 

Diese Getreidediskussion läuft schon ein Weilchen..gähn..
Du solltest genug dazu im Netz finden, wenn es Dich wirklich interessiert und Du gern an der Diskussion teilhaben willst..Aber die Debatte kann Dir doch als PaleoMic eigentlich egal sein..solange Du irgendwas mit Paleo am Hut hast..

tortensc... 11.10.2017, 10:08 

Ich dache auch immer. Dinkel und weizen ist doch eigentlich dasselbe.
Es gibt aber schon Leute die Dinkel oder Emmer oder was auch immer besser vertragen als modernen Weizen.
Der Weizen ist ja auch sehr viel höher gezüchtet auf bessere Backeigenschaften Ertrag und so weiter. Auf die Verträglichkeit hat doch keiner dabei geachtet.
Auch die Ernährungsdocs raten vom Weizen eher ab.
Von anderen Getreidesorten nicht.

Das wird auch andere Getreide (wie zum Beispiel Reis betreffen) und Obst gemüse usw betreffen.

Auf jeden Fall ist es wohl auch so das Alte Apfelsorten von Allergikern besser vertragen werden, als modernen Sorten. Nicht zuletz weil die auch häufig verwandt sind.

Diese Antwort wurde von wombatz entfernt. 11.10.2017, 10:12

wombatz 11.10.2017, 10:12 

Dinkel hat mehr Vitamine und Mineralstoffe als Weizen.

Aber ja, es gibt einen (manchmal nicht so ganz) latenten Anti-Weizen Hype. Der hat in dem Fall nichts mit Gluten zu tun glaube ich. Allerdings hab ich auch schon gelesen, dass Dinkel kein Gluten enthalte, also vielleicht wird sich da auch was passend geredet.

Amaketon 11.10.2017, 10:15 

"Ich glaube ja, dass beide Getreide Teil einer venünftigen Ernährung sein können"
Das denke ich auch. Es kommt eben auf die Dosis an.
Und es ist auch wie Tortenschnittchen sagt ein Problem dass das Getreide hochgezüchtet ist. Das gilt sowohl für Dinkel als auch für Weizen.

paeonia 11.10.2017, 10:18 

wombatz
ich stelle mal einen Link ein, der eine Tabelle von glutenhaltigen
Getreiden enthält. Da liegt Dinkel noch über Weizen. Vielleicht
einfach einmal schauen.

https://www.kern.bayern.de/mam/cms03/themen/bilder/flyer_gluten.pdf

UluKai 11.10.2017, 10:28 

Wow. Das ist ja geradzu mal ein neuer Ernährungsskandal allererster Güte.

Ökotrophologisch ist das Ganze suboptimal. Seit der Mensch Getreide anbaut und sich von den Jägern und Sammlern zu sesshaften Wesen (darin liegt der Teufels Kern .. sesshaft.. biologisch ist der Mensch zur Bewegung verdammt, ob er will, oder nicht... ) wurde, geht es nur noch bergab.

Am besten, ihr esst nur noch möglichst freudlose Reformhausmüslis mit Hafer, der ist nämlich am gesündesten.

tortensc... 11.10.2017, 10:30 

"Das gilt sowohl für Dinkel als auch für Weizen."

Ohne mich jetzt damit eingehend damit beschäftigt zu haben:
Ich dachte Dinkel und die andern weizenverwandten wären alte Sorten und damit nicht so hochgezüchtet.

wombatz 11.10.2017, 11:09 

paeonia: ich weiß, dass dinkel mehr gluten enthält. Ich meinte "vielleicht wird sich da dinkel noch schöner geredet als es sein müsste".

UluKai 11.10.2017, 11:18 

Allerdings soll das Gluten im Dinkel bei Hitze/Zubereitung recht gut >"deaktiviert" werden, na dann

http://www.foodfibel.de/blog/weizen-gluten/

Zum glykämischen Index wird allerdings an anderer Stelle gesagt, dass GLYX udgl. der größte Quatsch ist (http://www.dr-moosburger.at/pub/pub016.pdf)
Sehr einleuchtend eigentlich, da die Verdauung eben mehrere Stoffe gleichzeitig verdaut und bei diesem Nahrungsmix ein einzeln betrachteter Wert Blödsinn ist.

Die "Ernährungsfibel" ist allerdings auch so ne Seite zur Volksverdummung, aber manche brauchen halt ihr Stück täglicher Verarsche, damit sie sich möglichst viel mit sich selbst und ihrem verkorksten Leben beschäftigen können, anstatt raus zu gehen und was Vernünftiges zu treiben, Sport oder ähnliche gesunde Sachen.

http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/warum-die-verdammung-von-weizen-quatsch-ist-3471700.html

kikiriki... 11.10.2017, 11:22 

Getreide, welches viel im Einsatz ist, soll auch im höheren Maße gezüchtet sein, als das weniger gehandelte Getreide. Es wurde mir gesagt, lieber das Getreide zu nehmen, das eher weniger in die Hände der Lebensmittel-Engineers geraten ist und das soll halt das Getreide sein, was weniger gehandelt wird... Ich persönlich achte darauf möglichst viel Vollkorn zu essen, egal ob Dinkel, Roggen oder Weizen UND betrachte zugleich Bäckereien wie Fast-Food-Läden, denn alles was ich da kaufen kann hochkalorisch ist und das meine Bilanz jedes Mal vermiest.

UluKai 11.10.2017, 11:52 

"Lebensmittel-Engineers"

Geil.

Diese Gefahr besteht allerdings schon Jahrhundert.
Einer der bekanntesten Lebensmittel Enginners ist Mendel, seine Gesetze, von 1865, werde heute noch in jedem Bioloogieunterricht gelehrt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelsche_Regeln

Die Vorfahren der teuflischen Monsantobrut agierten gar schon vor 10000 Jahren

" Getreideanbau und -zucht wurden, im Nahen Osten (Fruchtbarer Halbmond) agrargeschichtlich belegt, bereits vor mehr als 10.000 Jahren praktiziert."

https://de.wikipedia.org/wiki/Getreide

So richtig paleo müsste man also wie vor 320000 Jahren einzelne Körner von wilden Halmen kratzen. Viel Spaß dabei, dann kommt man auch endlich mal wieder an die frische Luft.

G315t 11.10.2017, 11:57 

"Allerdings soll das Gluten im Dinkel bei Hitze/Zubereitung recht gut >"deaktiviert" werden, na dann"

Das ist auch bei Weizen der Fall. Nur bei dem gekauften Broten kommt halt Gluten zusätzlich wieder in den Teig, weil es länger Frisch hält, bessere Verarbeitungsqualitäten aufweißt usw.

Genaugenommen nutzen wir das Backen und den Sauerteig um Getreidemehl bekömmlicher zu machen für uns Menschen. Vorher machen wir es aber mit Zuführung von weiterem Gluten unbekömmlicher, damit das auch nach dem Backen noch schön unbekömmlich ist.

Einer der Gründe warum viele (echte) Gluten Allergiker selbst gebackenes Brot essen können, aber nix vom Bäcker gekauftes.

Homo stupidus ist eben doch nicht ausgestorben ;-)

UluKai 11.10.2017, 12:06 

"Homo stupidus"

Nein, er ist nicht ausgestorben. Er erlebt gerade eine Blütephase. Erdogan, AfD, Trump, Ernährungshysterie, Putin ..

"Gluten ist auch in den aus Getreide hergestellten Lebensmitteln enthalten und bildet den Hauptbestandteil für Seitan, einen Fleischersatz"

Sehr interessant. Dann dürften fleischersatzessende Veg-Menschen bald massenhaft am bösen, bösen Gluten zugrunde gehen?

"Gluten ist auch in den aus Getreide hergestellten Lebensmitteln enthalten und bildet den Hauptbestandteil für Seitan, einen Fleischersatz"

Diese Antwort wurde von tortenschnittchen entfernt. 11.10.2017, 13:53

tortensc... 11.10.2017, 14:01 

"Dann dürften fleischersatzessende Veg-Menschen bald massenhaft am bösen, bösen Gluten zugrunde gehen?"

ja genau. ;) Wobei Seitan mMn das einzige Fleischersatzprodukt ist, dass Fleisch nahe kommt.

Alerdings ist die Wertigkeit noch schlechter als beim ganzen Getreideeiweiß, daher bin ich davon nicht mehr so überzeugt.


Und wenns nur um Gluten geht: Das ist da auch in Roggen usw erhalten. Und der wird ja meistens auch nicht als böse angesehen...

Aber beim echten Paleo sind doch auch Hülsenfrüchte böse...

UluKai 11.10.2017, 14:35 

Klar.. Hülsenfrüchte, weil verhüllt.. da weiss man nie, was drin steckt..
Hülsenfrüchte sind vermutlich die Horrorclowns der Paleotologen :)
LOL

PaleoMic 11.10.2017, 15:47 

Mein Profil hier ist schon ein paar Jährchen alt. Als ich mich hier angemeldet hab, war ich tatsächlich von der Paleomethode überzeugt. Ich hatte auch mal 4 Monate in Dauerketose verbracht. Ittlerweile ist das aber alles für mich nicjt ,ehr aktuell. Ich hab aber keine Lust, mir ein neues Profil zu machen, in den letzten Jahren bin ich aber immer mehr zu der Überzeugung gekommen, dass das alles Humbug ist, egal ob low Carb oder low Fat, oder SiS, oder intermittierendes Fasten. Ich für mich habe entschieden, grundsätzlich erst mal keine Lebensmittel auszuklammern. Was ich ausschließe sind hochverarbeitete Chemieprodukte (also Fertigfutter und Ähnliches) und raffinierter Zucker. Das heißt, ich esse eben auch gerne Brot oder zum Beispiel Pfannkuchen. Und da ich keinen Roggen mag esse ich eben meistens Weizenbrot und verwende zuhause Weizenmehl. Und in diesem Zusammenhang ist auch meine Frage zu verstehen: Tu ich mir durch einen Umstieg auf Dinkel was Gutes, oder spielt es unterm Strich keine Rolle?

wombatz 11.10.2017, 16:02 

Ich würd sagen: wahrscheinlich spielt es keine Rolle. Aber Dinkelprodukte in den Speiseplan aufzunehmen, kann auch nicht schaden.

UluKai 11.10.2017, 16:09 

Kannst Du doch einfach mal ausprobieren.
Ich habe schon Dinkelmehl in Brot und Pizzateig verarbeitet, halb Dinkel halb Weizen, war nicht schlecht. Wenn es Dir schmeckt, kann es eine Bereicherung sein, muss aber nicht.

Demonic96 11.10.2017, 18:08 

Wissenschaft sagt nein
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0733521013000969

juniper.... 11.10.2017, 18:18 

"Dinkel und weizen ist doch eigentlich dasselbe."

Nicht wirklich. Holsteiner Cox und Granny Smith sind auch nicht das gleiche auch wenn beides Äpfel sind.

Kommt wohl drauf an, unter welchem Aspekt man es betrachtet. Wenns nur um die Frage "Getreide" oder "Äpfel" geht, dann ist es das gleiche. Dann kann man aber auch noch Birnen dazu nehmen und hat "Obst".

Persönlich bin ich der Ansicht, dass der Dinkel-Hype (der bisher total an mir vorbei ging) in der Tat die neueste Sau ist die durchs Dorf getrieben wird. Was sagen eigentlich die Veganer dazu? Ist das nicht tierfeindlich, ggü, der armen Sau? ;-)

Weizen habe ich von meinem Ernährungsplan weitgehend gestrichen (Dinkel auch). Liegt aber einfach daran, dass mir das Geschmacks-Kalorien-Verhältnis persönlich nicht zusagt nicht weil ich das Zeug per se "böse" finde. Lieber ess ich Hirse oder Buchweizen (gut, letzteres ist ein Pseudo-Getreide, fürs Essen ist mir diese Einsortierung aber egal). Die schmecken mir besser als Weizen.

Die schlechte Verträglichkeit der Industrie-Brote ist in weitem Maße auch der zu kurzfristigen Teigführung des Sauerteigs geschuldet. Lange Teigführung macht das ganze besser Verträglich, Stichwort Phytinsäure.

Derzeit experimentiere ich mit Weizenkeimöl und Weizenkeimen. Bisher finde ich es lecker.

Was sagt der Dinkel-Hype denn zum Grünkern? Weil, eigentlich ist das ja auch Dinkel, nur unreif geerntet und gedarrt. Haben die Schwaben ja auch nicht gemacht weil sie es so lustig fanden, sondern um zumindest noch einen Teil der Ernte zu retten ehe sie auf dem Halm verfaulte.

Diese ganzen Food-Hypes sind ja nur möglich, weil wir uns hier und heute keinen Kopp mehr machen müssen, genug zu essen (an Kalorien) herzubekommen. Das wird gerne vergessen. Und - jetzt könnt Ihr mich auch verbal steinigen - ich habe den Eindruck, dass für für viele solche Essensvorschriften die neue Religions- und Identifikationsformen sind. Nachdem die "klassische" Religion für viele nicht mehr relevant ist.

UluKai 11.10.2017, 19:44 

"Und - jetzt könnt Ihr mich auch verbal steinigen - ich habe den Eindruck, dass für für viele solche Essensvorschriften die neue Religions- und Identifikationsformen sind."

Genau so ist es, daher wird der Quatsch ja auch mit religiösem Eifer verteidigt.
Veganer und Vegetarier, beispielsweise, halten sich ja nicht selten für die Retter der Welt.

Das ist sogar bereits Thema der Psychologie.

"Ernährungswahn nennt Uwe Knop diese Entwicklung. Den endgültigen Schub habe der Wahn bekommen, seit Ernährung der Persönlichkeitsfindung und Profilierung diene und zum wichtigen Bestandteil des individuellen Lebensstils geworden sei: Ich zeige, was ich esse und damit zeige ich, was ich bin und wo ich hingehöre.

Essen zur Identitätsbildung, die Sicherheit und Halt in einer zunehmend unsicheren Welt gibt an diese These glaubt Thomas Ellrott, Leiter des Instituts für Ernährungspsychologie an der Universität Göttingen.

Wenn tradierte Ordnungssysteme wie Religion und Familie an Bedeutung einbüßten, nehme die Suche nach Identitätsstiftung und Sinn an anderer Stelle zu, sagt er. Vieles von der Herkunft bis zum Wohnort lasse sich dabei schwer beeinflussen."

https://www.welt.de/gesundheit/article155485702/Der-neue-Ernaehrungswahn-der-deutschen-Oberschicht.html

Wobei ich das nun nicht auf die "Oberschicht" beschränken würde.

juniper.... 11.10.2017, 20:04 

Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass viele Religionen Speisege- und -verbote kennen und somit das was man isst oder auch nicht seit teils Jahrtausenden der persönlichen Verortung in der sozialen Gruppe dient und somit auch der eigenen Identität.

Sooo neu ist das also nicht. Neu ist eigentlich nur, dass die Ernährung heutzutage das quasi im Alleingang hin bekommt. Früher war das Teil eines umfassenderen Konzeptes.

"Instituts für Ernährungspsychologie"

sowas gibts? Interessanter Hinweis.

Und ja, genau solche Erklärungsansätze wie von Dir genannt meinte ich, inkl. der quasi-religösen Verteidigung des eigenen Dogmas (noch so ein religiöser Begriff).

Interessanter Artikel - ja, im Überfluss wird der Verzicht plötzlich schick. Dünn sein wurde auch erst dann gehypt als es sich so gut wie jeder leisten konnte Fett anzusetzen.

Powerliz... 11.10.2017, 21:30 

"Ich habe schon Dinkelmehl in Brot und Pizzateig verarbeitet, halb Dinkel halb Weizen, war nicht schlecht"

#Ulukai - wir scheinen ähnliche Geschmacksvorlieben zu haben, so halte ich das auch: immer mal zusammenmixen, rumprobieren und gucken, was rauskommt. Ich mag Gebackenes und backe auch manchmal recht gerne. Dinkel finde ich in manchen Gebäcken geschmackvollker, kerniger (nutze auch oft Vollkorn) aber der Teig wird trockener, bröseliger (weniger Gluten eben) ... mir macht das Rumprobieren Spaß und zum Glück vertrage ich so ziemlich alles.

Ulukai ... dabei fällt mir ein: du hattest neulich ein Streuselkuchenrezept verlinkt, das aufgrund seiner Einfachheit interessant klang. Ich finde das nicht wieder - und obwohl eigentlich eher von der Hefekuchenfraktion - brauche ich für's WE ein einfaches, schnelles Rezept für einen gut zu transportierenden Kuchen. Kannst du mir den Link nochmal rüberwachsen lassen bitte :o)

PaleoMic 11.10.2017, 23:43 

Also ich hab mir letzte Woche auch das erste mal Dinkelmehl gekauft und daraus Pfannkuchen draus gemacht. Und ich muss sagen, die waren saulecker, so gut sind die mir noch nie gelungen, fluffig und trotzdem cross. Ich weiss aber nicht, ob das am Dinkel lag oder an der Mehltype. Bei Weizenmehl hab ich immer 405 verwendet, beim Dinkelmehl jetzt 1050. Geschmacklich hab ich allerdings nicht wirklich einen Unterschied festgestellt.

Werde damit noch n bißchen mehr experimentieren.

Quaxli 12.10.2017, 07:49 

"Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass viele Religionen Speisege- und -verbote kennen und somit das was man isst oder auch nicht seit teils Jahrtausenden der persönlichen Verortung in der sozialen Gruppe dient und somit auch der eigenen Identität."

Das hatte früher i. d. R. aber eher gesundheitliche Gründe, weil Kühlmöglichkeiten fehlten oder entsprechende Analysemöglichkeiten (z. B. ob ein Allesfresser wie das Schwein mit Trichinen befallen ist). Die selbstgewählten Essgewohnheiten heutzutage würde ich da nur bedingt darunter einordnen. ;-)

Ich selbst verwende ganz gern Dinkelmehl - der Abwechslung halber. Ich habe aber grundsätzlich jegliches Mehl in meinem Speiseplan um Einiges reduziert - einfach weil es grundsätzlich ein recht hochkalorisches Lebensmittel ist und ich als Vielfraß mit einer großen Portion Gemüse besser fahre, als mit einer kleine Portion "mehlhaltiger Lebensmittel". :-)
Ganz ohne geht es aber nicht. Ein gelegentliches Stück Kuchen oder mal Pfannkuchen muß dann schon mal drin sein. Und mit dem "Mehlersatzstoffen" wie z. B. Mandelmehl kann man mich jagen - schmeckt mir einfach nicht. Und in die Kalorienbilanz hauen die genauso rein.

zotteline 12.10.2017, 07:58 

Wenn ich mal backe, was selten vorkommt, dann mische ich Weizenmehl 405 mit Dinkelvollkornmehl im Verhältnis 50:50 oder 1/3:2/3, jenachdem was ich backe. Insbesondere (Weihnachts-)Plätzchen erhalten so einen schönen nussigen Geschmack (1/3:2/3).
Bei Rührkuchen und Hefeteig finde ich die Backeigenschaften von 50:50 besser. Außerdem bilde ich mir ein, dass das Gebackene besser sättigt und ich nicht sooo viel davon esse. ;)

Ob Dinkel jetzt besser ist als Weizen?? Das kann ich nicht beantworten. Evtl. bin ich dem Dinkel Hype erlegen, aber max 3 kg verbackenes Dinkelmehl im Jahr ist jetzt auch nicht so die riesen Menge. ;)

juniper.... 12.10.2017, 11:38 

"Das hatte früher i. d. R. aber eher gesundheitliche Gründe,"

Jein - teils waren gesundheitlich/organisatorische Gründe auch relevant. Aber egal ob früher oder heute, vielen Leute war das häufig nicht bewusst und man hat das damals wie heute eben auch als Selbstdefinition- und -abgrenzung verstanden. Auch wenn etwas objektiv sinnvoll ist (z.B. wegen mangelnder Kühlmöglichkeit) ist die subjektive Auffassung, man isst das nicht weil man sich damit abgrenzen möchte (und damit als Teil einer irgendwie definierten/persönlich wahrgenommenen Elite) ja nicht vom Tisch.

Anders ausgedrückt, frag einen Hindu warum er kein Rindfleisch isst und er wird dir nicht kommen mit "historisch gewachsen brauchen wir die Zugkraft der Rinder für die Landwirtschaft" sondern eben mit der Verehrung die in Indien Kühen entgegengebracht wird. Sprich, die objektiv vorhandenen sinnvollen Gründe stehen auch in der Wahrnehmung der Personen die sich dran halten hinter den psychologischen Mechanismen zurück.

Und hier und heute wird zwar in der Frage Dinkel/Weizen (oder auch in anderen, z.B. vegan) mit Sachen argumentiert, die vorgeblich der Gesundheit dienen, aber eben häufig so ganz haltbar sind, bzw. auf der Interpretation bestimmter Studien beruhen (oder auf dem Versuchsaufbau etc etc. die Problematik ist bekannt).

juniper.... 12.10.2017, 11:40 

"häufig NICHT so ganz haltbar sind" sollte das natürlich heissen... murmel murmel rambazamba, Editierfunktion beschwör

tilflieg... 12.10.2017, 17:05 

Also man kann nicht wirklich Äpfel mit Getreide gleichsetzen.
Eher Äpfel mit Weizen. Dinkel ist ein Art der Gattung Weizen.
Die Bandbreite von Getreide ist also viel höher, als diejenige von Apfel.
Kommt noch dazu, dass die Tafeläpfel eigentlich alle der gleichen Art angehören, also genetisch viel näher verwandt sind, als die Weizenarten Weizen und Dinkel.
Ich mag übrigens Gluten, das macht das Brot so schön klebrig. Das Glutenfreie Bröckelzeugs ist irgendwie, naja, kein richtiges Brot.

juniper.... 12.10.2017, 18:03 

Seufz... ich meinte dass es die gleiche Vorgehensweise ist wenn ich Subvarietäten A und B unter dem Gesamtbegriff subsummiere...

Cox, Granny: beides Äpfel
Dinkel, Weizen: beides Getreide

In Abwandlung einer bekannte Meme: mir reichts, ich gehe jetzt waldbaden, nicht schaukeln.

tortensc... 13.10.2017, 08:44 

"Eher Äpfel mit Weizen. Dinkel ist ein Art der Gattung Weizen."
Danke

"Cox, Granny: beides Äpfel
Dinkel, Weizen: beides Getreide"

Cox und Boskop beides Apfelsorten
Dinkel Emmer Weizen: beides eine WEIZENsorte
so wird ein schuh drauß:)

Oder aber Cox Und Abate: Obst
Dinkel Hafer: Getreide

tortensc... 13.10.2017, 08:45 

Das war das was ich weiter oben meinte.

tilflieg... 13.10.2017, 14:45 

Äpfel, Dinkel beides Pflanzen oder was?
Ich finde man darf da schon ein bisschen Präzise sein, Biologie ist auch ein Wissenschaft.
Allerdings sagt der biologische Verwandschaftsgrad auch wenig über die Bekömmlichkeit aus, es können sogar Exemplare derselben Art giftig oder essbar sein, z.B. Kugelfisch.
In diesem Sinne könnte es durchaus sein, das Dinkel gesünder ist als ein moderner Weizen. Nur weil beides Weizenarten sind, müssen sie nicht gleich Gesund sein. Aber ich vermute auch eher Superfood-Hysterie, als relevante Unterschiede. Und Gluten ist ja für Menschen, die nicht an Zöliakie leiden, absolut unbedenklich. Laut Wikipedia übrigens hat Dinkel einen höheren Glutenanteil als Weizen.

tonibueh... 13.10.2017, 19:24 

Für die die's interessiert: Buchtipp "Die Weizenwampe" von Dr. med. William Davis. Hat schon ein paar interessante Aspekte über die man nachdenken könnte. Ob man's dann 1:1 umsetzen möchte, muss jeder selbst wissen.

tilflieg... 16.10.2017, 10:22 

Das ist dann wohl ein weiteres Buch, das die Welt nicht braucht.
Eine Kritik dazu: http://www.gmf-info.de/mehlreport22_fachinterview-holtmeier.pdf

tonibueh... 16.10.2017, 21:52 

Zu jedem "Ernährungspropheten" findet sich einer, der das Gegenteil behauptet. Das ist ja das schwierige an der Sache. Was heute gesund ist macht morgen krank und umgekehrt. Das die Deutschen Mühlen keine Freude an diesem Buch haben, kann ich allerdings nachvollziehen.

juniper.... 16.10.2017, 22:09 

Na, dass gerade Weissmehl in grösseren Mengen der Gesundheit nicht wirklich zuträglich ist, da sind sich die "Experten" derzeit ziemlich einig und das auch schon eine ganze Weile lang.

Dass das jetzt quasi-religiös "verteufelt" wird (erwähnte ich schon quasi-religiös?) ist halt die übliche Übertreibung weil mit halbwegs differenzierten Ansichten verkauft sich nun mal kein Buch
bis in die Bestsellerlisten hinauf.

juniper.... 16.10.2017, 22:18 

Abgesehen davon gibts noch eine Menge anderer Getreide und Pseudogetreide, die teils bessere Nährwerte haben (Eiweissprofil bei Hirse z.B.), auf die Schnelle fallen mir Roggen, Hafer, Buchweizen ein, um nur mal altbekannt-heimische Sorten zu nennen und Exoten aussen vor. Man MUSS nicht Weizen essen - andere Sorten sind auch lecker.

arcticwo... 17.10.2017, 00:20 

Sicher sind andere Sorten auch lecker, aber Weizen ist es für die meisten Menschen auch, und es gibt keinen vernünftigen Grund, keinen Weizen zu essen, sofern man keine Krankheit hat, die das verbietet. Das haben aber nur ca. 5% der Bevölkerung.

Weizen ist für 95% der Bevölkerung absolut verträglich und keineswegs "ungesund". Es gibt für die meisten Menschen also keinerlei Grund, ihn nicht zu essen.
Auch Weißmehl ist nicht grundsätzlich "ungesund".
"In grösseren Mengen der Gesundheit nicht wirklich zuträglich" sind ja nun viele Dinge. Da stellt sich die Frage: - wieviel ist eine größere Menge?

Sicher, man muss es nicht essen, aber man muss es im Normalfall auch nicht nicht essen.

Toni, man muss schon unterscheiden.

Zwischen erstens "Ernährungspropheten", die ihr Geld damit verdienen, dass sie bewusst völlig unbegründete Ängste schüren und Hysterie verbreiten. Indem sie mit drastischen, völlig überzogenen Formulierungen großenteils haltlosen, unbelegten oder sogar klar widerlegten Unsinn predigen und andere falsch zitieren, sogar ihre Aussagen ins Gegenteil verkehren, also eindeutig lügen. Was sie damit zu kaschieren versuchen, dass sie zwischen den ganzen Schmarrn ein paar zutreffende Thesen einstreuen, die einen Anschein von Seriosität erwecken sollen, die tatsächlich nicht vorhanden ist.

Und zweitens dem, was Konsens in den entsprechenden Fachkreisen ist, weil es mit - der Logik folgenden - wissenschaftlichen Standards nachweisbar zutrifft.

Dass es die deutschen Mühlen sind, die Professor Dr. med. Wolfgang Holtmeier befragen, welcher Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Innere Medizin am Krankenhaus Porz am Rhein, einem der akademischen Lehrkrankenhäuser der Universität Köln ist, das ist zwar natürlich ein Grund, sorgfältig zu lesen und zu überdenken, was dort ausgesagt wird.
Aber es macht dessen Gegenargumente zu den manipulativen Behauptungen des Kardiologen Dr. Davis nicht automatisch weniger zutreffend.

juniper.... 17.10.2017, 10:13 

Was bitte soll das?

Nirgendwo habe ich geschrieben, dass man keinen Weizen essen soll, oder es irgendwie gefährlich oder sonstwie ungesund wäre (ausser natürlich man hat Zöliakie oder Allergie). Wieso stellst du es so hin als ob ich mich gegen das Essen von Weizen ausgesprochen hätte??!

Toni hat nirgendwo geschrieben, dass die Aussagen im verlinkten Artikel irgendwie tendenziös oder unwahr wären. Warum stellst du es so hin??!

Und die Frage nach der "grösseren Menge"... Frag halt irgendeinen Ernährungswissenschaftler, DGE-Mitarbeiter, etc, und die werden sich wohl einig sein, dass die durchschnittlich täglich verzehrte Menge hierzulande "zuviel" ist. Sonst würde wohl nicht in so ziemlich jedem Ratgeber stehen (egal ob offiziell herausgegeben oder (pseudo)wissenschaftlich) dass man doch bitte weniger davon konsumieren möge.

Also warum bitteschön stellst du es hier (und sonst auch häufig) so hin, als ob Leute Aussagen vertreten, die sie nie getätigt haben?

Bzw. um konkret zu werden: Bitte zitier mir, wo ich mich gegen das Essen von Weizen ausgesprochen habe! (Dieser Post und der Sonderfall Zöliakie/Allergie ausgenommen).

arcticwo... 17.10.2017, 12:55 

Juniper, nicht zum ersten Mal wirfst du mir Verhalten vor, dass Du selbst laufend praktizierst.

Sprache ist nun mal nicht eindeutig, sondern wird interpretiert. Ich interpretiere offenbar manches anders als Du. That's life.

Tonis Aussage:
"Zu jedem "Ernährungspropheten" findet sich einer, der das Gegenteil behauptet. Das ist ja das schwierige an der Sache. Was heute gesund ist macht morgen krank und umgekehrt."
suggeriert, dass die Aussagen im Buch qualitativ gleichwertig seien zu denen des Prof. Holtmeier, dass sich also Experten einander gegenüberstünden, die gleichrangig das jeweils Entgegengesetzte behaupten, so dass es kaum möglich sei, nachzuvollziehen, wer Recht habe. Das ist aber nicht so, und das wollte ich klarstellen.
Der Satz "Was heute gesund ist macht morgen krank und umgekehrt."
ist völlig überzogen, und impliziert, dass jegliche Abwägung, jede Information über den tatsächlichen wissenschaftlichen Sachstand ohnehin sinnlos und somit alles beliebig sei. Das ist aber nicht der Fall.
Auch Du schreibst oft Sätze mit diesem Tenor. Meist lasse ich sie unkommentiert, aber sie sind nunmal faktisch falsch. Sie sind ein Totschlagargument, nichts weiter.

In dem Satz
"Das die Deutschen Mühlen keine Freude an diesem Buch haben, kann ich allerdings nachvollziehen."
als einzigem Kommentar zu dem Interview, ohne mit auch nur einem Wort auf dessen Inhalt einzugehen, schwingt für mich mit, dass es sich quasi um eine Art Gefälligkeitsaussage handele, der man nicht so viel Bedeutung beimessen müsse, weil es von den deutschen Mühlen initiiert wurde, der aufgrund des Buches die Felle davonschwimmen.

arcticwo... 17.10.2017, 12:56 

"Nirgendwo habe ich geschrieben, dass man keinen Weizen essen soll, oder es irgendwie gefährlich oder sonstwie ungesund wäre (ausser natürlich man hat Zöliakie oder Allergie). Wieso stellst du es so hin als ob ich mich gegen das Essen von Weizen ausgesprochen hätte??!"
"Bzw. um konkret zu werden: Bitte zitier mir, wo ich mich gegen das Essen von Weizen ausgesprochen habe! (Dieser Post und der Sonderfall Zöliakie/Allergie ausgenommen)."

Bitte:
"Na, dass gerade Weissmehl in grösseren Mengen der Gesundheit nicht wirklich zuträglich ist, da sind sich die "Experten" derzeit ziemlich einig und das auch schon eine ganze Weile lang. "

"Der Gesundheit nicht wirklich zuträglich" = ungesund. Was sonst?

"Abgesehen davon gibts noch eine Menge anderer Getreide und Pseudogetreide, die teils bessere Nährwerte haben (Eiweissprofil bei Hirse z.B.), auf die Schnelle fallen mir Roggen, Hafer, Buchweizen ein, um nur mal altbekannt-heimische Sorten zu nennen und Exoten aussen vor. Man MUSS nicht Weizen essen - andere Sorten sind auch lecker."

Dies als ergänzenden Kommentar zu dem Buch "die Weizenwampe" - das suggeriert, als sei eben doch etwas dran an dessen Aussagen. Du schreibst zwar von quasi-religiösen Übertreibungen, aber gleich danach relativierst Du das mit diesem Beitrag. Das betonte: man "MUSS" ihn nicht essen, impliziert, dass es - neben persönlichen Geschmacksgründen -
durchaus einen Grund gäbe, ihn zu meiden.

arcticwo... 17.10.2017, 13:11 

"Und die Frage nach der "grösseren Menge"... Frag halt irgendeinen Ernährungswissenschaftler, DGE-Mitarbeiter, etc, und die werden sich wohl einig sein, dass die durchschnittlich täglich verzehrte Menge hierzulande "zuviel" ist. "

Ich kenne keinerlei offiziell herausgegebenen Obergrenze einer zuträglichen Verzehrmenge für Weißmehl. Darum frage ich.

In Vollkornprodukten sind halt die Randschichten des Getreidekorns und der Keimling noch enthalten, welche Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe mitbringen. Das ist gut.

Aber viele Backwaren lassen sich nunmal mit Weißmehl besser herstellen, und solange man von allem, was der Körper braucht, trotzdem genug aufnimmt, gibt es keinen Grund, darauf zu verzichten - solange man nicht zu den 5% der Bevölkerung gehört, die Gluten allgemein oder Weizen im Speziellen tatsächlich nicht vertragen.

Natürlich sollte man nicht einseitig nur noch Weißmehlprodukte essen, aber nicht, weil Weißmehl per se ein Risiko darstellt, sondern nur, weil man auch noch andere Lebensmittel essen muss, um den Nährstoffbedarf des Körpers ausgewogen zu decken und zugleich seinen gesamten Kalorienbedarf durchschnittlich nicht überschreiten sollte, um nicht zuzunehmen.

juniper.... 17.10.2017, 13:25 

Du überinterpretierst.

Zwischen Schwarz und Weiss gibts jede Menge Grautöne. Wenn etwas "nicht gesund/ungesund" ist, bedeutet das für mich nicht, dass ich es grundsätzlich zu meiden hätte wie die Pest. Und schon gar nicht, dass es eine Verhaltensvorschrift für andere ist/sein soll.

Was mich interessieren würde, Du siehst es ja als Deine Pflicht an, auf alle und jede mögliche Gesundheitsgefahr aufmerksam zu machen, zumindest tust du das hier immer wieder (und hast auch schon bestätigt, dass du, selbst wenn du nur 1 Krankheitsfall verhindern würdest deine Anstrengungen als gerechtfertigt ansehen würdest). Weist du auch bei allen möglichen Gelegenheiten, egal ob Familienfeier oder in der Öffentlichkeit, jedesmal wenn einer einen Schluck Alkohol nimmt auch auf die unbestritten vorhandenen Gefahren hin? Denn dass Alkohol tatsächlich eine Gefahr ist, jede Menge Tote und Krankheiten verursacht, sei es durch Alkoholvergiftung direkt, Alkoholismus langsam, durch Alkohol geförderte Gewalt oder besoffenes Fahren ist ja wohl Konsens, völlig weitab von jeglicher Panikmache oder pseudo-wissenschaftlichen Spinnerei.

Versteh mich nicht falsch, du machst dir da wirklich sehr viel Arbeit mit (links raussuchen, posten etc) und ich gehe davon aus, dass du wirklich nur die besten Absichten dabei hast.

"Das betonte: man "MUSS" ihn nicht essen, impliziert, dass es - neben persönlichen Geschmacksgründen - durchaus einen Grund gäbe, ihn zu meiden."

Nö. Es heisst nur, dass es noch jede Menge Alternativen gibt. Man MUSS auch keine Aubergine essen (ich mag die Dinger nicht, schmecken mir nicht). Also esse ich anderes Gemüse. Wer Weizen essen will, soll ihn esse, wer nicht, soll es bleiben lassen. Wer meint, sich damit was gutes zu tun ihn weg zu lassen, solls halt für den Seelefrieden und den Placebo-Effekt tun. Schaden wirds auch nicht. Im Gegensatz zu so manch anderem Ernährungs-Hype.

In Asien wird wenig Weizen gegessen, eher Reis. Schädigen die damit alle ihre Gesundheit?

juniper.... 17.10.2017, 13:36 

"Ich kenne keinerlei offiziell herausgegebenen Obergrenze einer zuträglichen Verzehrmenge für Weißmehl. Darum frage ich."

Ich hab nicht behauptet dass es die gibt. Nur, wann immer irgendwelche Experten befragt werden wird das Hohe Lied gesungen dass davon zuviel verzehrt wird. Ich habe noch nie irgendwo eine Empfehlung gesehen: Esst mehr Weissmehl!

Oh upps, doch, irgendso ein amerikanischer Dr./ Ernährungsexperte ist der Ansicht, dass Vollkorn ungesund sei. Hab leider den Namen vergessen, sonst würde ich es raus suchen ist mir jetzt aber zu aufwendig und nicht zielführend genug. Deine Ausführungen zum Vollkorn sind im übrigen sehr aufschlussreich. Das hätte hier sicher keiner vorher gewusst was du uns da an Wissen mitteilen konntest.

"solange man von allem, was der Körper braucht, trotzdem genug aufnimmt, gibt es keinen Grund, darauf zu verzichten"

Es gibt aber auch keinen Grund es unbedingt zu essen. Darum gehts mir.

Nenn mir bitte eine einzige Studie, Quelle, sonstwas wieso man das essen MUSS. Denn so wie du vehement gerade den Verzehr von Weizen inkl. Weissmehlprodukten verteidigst ist der Gedanke nicht abwegig, dass da irgendwas drin wäre, was der Körper unbedingt braucht.

Fakten sind:

Man MUSS keinen Weizen essen
Man muss auch NICHT auf Weizen verzichten (spezielle gesundheitliche Gegebenheiten ausgenommen).

Mit deinem vehementen Plädoyer für den Verzehr von Weissmehlprodukten tust du gerade so, als ob es einen wichtigen Platz in der Ernährung hätte. Und zwar einen, der durch nichts anderes ersetzt werden kann.

arcticwo... 17.10.2017, 14:03 

Nicht ich bin vehement, Juniper, sondern Du.

"Zwischen Schwarz und Weiss gibts jede Menge Grautöne. "

Eben drum. Auf die Grautöne und andere vorhandene Farben weise ich hin. Ich differenziere und melde mich von Zeit zu Zeit zu Wort, wenn ich solche Differenzierung zu Themen vermisse.

Du unterstellst mir völlig zu Unrecht wieder und wieder Panikmache - dabei wehre ich mich gerade eben ausdrücklich gegen Panikmache in Sachen Weizen.
Ich weise hier eben NICHT auf eine Gesundheitsgefahr hin, sondern stelle fest, dass es für 95% der Bevölkerung keine gibt.

Womit Deine Alkohol-Frage wohl geklärt sein dürfte. Die wir im Übrigen letztens schon einmal diskutiert haben, als ich schon einmal richtig gestellt habe, dass eine solche Unterstellung, ich würde jeden vor Alkohol warnen, der welchen trinkt, NICHT zutrifft.

Ist Dir übrigens mal aufgefallen, dass Du mir und anderen (z.B. Ulukai) gerne solche privaten Fragen stellst, Dich selbst aber sofort übergriffig behandelt fühlst, wenn man Dir vergleichbare Fragen zu Deinen Reaktion stellt?

Nein, man MUSS keine Aubergine essen, eben darum MUSS man das auch nicht betonen. Und so ist es auch mit Weizen. Betont man es trotzdem, so schwingt darin folglich mit, was ich oben ausgeführt habe.

"Es gibt aber auch keinen Grund es unbedingt zu essen", nein, aber es gibt auch keinen Grund, dies nicht zu tun, darum ging es MIR. Denn das war schließlich Thema des Threads.

Nichts anderes habe ich geschrieben, alles andere sind wieder einmal Deine eigenen Überinterpretationen meiner Aussagen.

Diese Antwort wurde von juniper.dawn entfernt. 17.10.2017, 15:39

juniper.... 17.10.2017, 15:41 

uups, sorry, da hat mir das Layout einen Streich gespielt, deswegen Antwort gelöscht.

Diese Antwort wurde von juniper.dawn entfernt. 17.10.2017, 15:47

juniper.... 17.10.2017, 15:53 

"dass eine solche Unterstellung, ich würde jeden vor Alkohol warnen, der welchen trinkt, NICHT zutrifft. "

1. war es keine Unterstellung sondern eine Frage,
2. ist es doch inkonsequent, es nicht zu tun wenn man sonst vor allem und jedem warnt. Versteh ich dann ehrlich gesagt nicht weil ich dich eher als einen sehr konsequenten Menschen einschätze. M.M. nach sind die Gefahren die von Alkohol ausgehen erheblich höher als von so manchem Ernährungshype. Insofern wären bei Alkohol doch Warnungen erheblich mehr angebracht.

Na, bei diversen Beiträgen von UluKai kann man ja nur hoffen, dass es nicht doch irgendjemand mal ernst nimmt. Wahrscheinlich ist diese meine Art zu schreiben "Sag mal was soll dieser Blödsinn als Antwort hast du keine Bedenken dass jemand das für voll nimmt?" einfach zu subtil. Und bei dir soll das meistens eine Variante sein von: "Gehts auch etwas weniger betonmäßig?!" Ist wohl auch zu subtil.

"Nichts anderes habe ich geschrieben, alles andere sind wieder einmal Deine eigenen Überinterpretationen meiner Aussagen."

Ach ja? Nun, wenn du das so siehst muss es wohl stimmen. Zumindest deiner Ansicht nach.

arcticwo... 17.10.2017, 16:41 

Doch, in der Form, wie Du sie stellst, wird die Frage zur Unterstellung.

Zum vielleicht hundertsten Mal, und diesmal ausnahmsweise in Großbuchstaben, weil du es anders nicht zu kapieren scheinst: ICH WARNE NICHT VOR ALLEM UND JEDEM.
Wie lange wird es noch dauern, bis das bei Dir ankommt und Du aufhörst es mir zu unterstellen?

Ich differenziere. Grundsätzlich. Und ich weise nur dort auf tatsächlich vorhandene gesundheitliche Risiken hin, wo andere sie leichtfertig negieren oder einfach unerwähnt lassen.
Das ist in der Regel nicht der Fall, wenn jemand ein Glas Wein zum Abendessen trinkt.

Und einen solchen Hinweis gebe ich auch keineswegs jedesmal, wenn er sinnvoll wäre. Gebe ich einen, dann übertreibe ich dabei nicht, sondern wäge Nutzen und Risiken gegeneinander ab.

Ich bin einigermaßen konsequent, ja, aber ich bin weder fanatisch noch zwanghaft. Dass das ein gewaltiger Unterschied ist, scheint Dir manchmal zu entgehen, anders kann ich mir Deine laufenden Unterstellungen nicht erklären.

arcticwo... 17.10.2017, 16:47 

An Deiner Art zu schreiben ist nichts je subtil gewesen.

Ulukai ist manchmal sarkastisch, ja. Auch ich hoffe nicht, dass jemand das ernst nimmt, und dieses Risiko ist nicht von der Hand zu weisen. Zu kritisieren, dass er nicht zumindest ein Ironiesmilie hinzu fügt, ist darum angemessen. Darum ging es mir aber nicht.
Sondern darum, dass Du auch ihn fragtest, ob er das auch privat macht. Wohin gegen Du Dich gegen solche Fragen Dir gegenüber grundsätzlich verwahrst. Sprich: Du misst bei Dir und bei anderen oft mit zweierlei Maß. Darauf wollte ich hinaus.

"Betonmäßig". Tja, wie komme ich nur darauf, dass Du überinterpretierst?

arcticwo... 17.10.2017, 17:17 

So, und nun wünsche ich allen einen schönen Abend, ich gehe jetzt essen. Mjam.

juniper.... 17.10.2017, 17:21 

Du hast recht.

arcticwo... 17.10.2017, 17:50 

Ergänzen wollte ich noch der Vollständigkeit halber, dass ich wie gesagt entgegen Deiner Behauptungen selbstverständlich nicht nur auf Risiken hinweise, sondern ganz genauso auch darauf hinweise, wenn vermeintliche Risiken tatsächlich nicht gegeben sind. So wie hier beim Weizen. ;-)
Das scheint wohl Deiner selektiven Wahrnehmung durchzurutschen.

Ja, ich habe recht. :-)
Denn ich schreibe halt nur dann etwas zu derartigen Themen, wenn ich weiß, dass ich recht habe. Das mag bei Dir vielleicht den Eindruck erwecken, dass ich glaube, immer recht zu haben. Dem ist aber keineswegs so, sondern wenn ich mir mal nicht sicher sein sollte, dann schreibe ich eben nicht einfach irgend etwas ins Blaue hinein, sondern ich schreibe dann entweder gar nichts dazu oder ich vergewissere mich vorher, ob ich mich nicht irre und schreibe erst dann. Falls ich aber ausnahmsweise im Zustand der Unsicherheit doch etwas dazu schreiben sollte, weil es trotzdem hilfreich sein könnte, dann merke ich dabei an, dass ich mir nicht sicher bin.
Denn ich führe andere ungern in die Irre. ;-)

arcticwo... 17.10.2017, 17:51 

Und nun bin ich hier raus und gehe schlemmen.

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