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Nach dem Kalorienzählen nie mehr normal essen können?

Kategorie: Ernährung (16.7.2017)

Hi Leute,
bin wie ihr wisst schon ein paar Jährchen dabei und zur Zeit stelle ich mir immer die gleiche Frage: Werde ich jemals wieder aufhören können Kalorien zu zählen und alles aufzuschreiben? Habe jetzt drei Wochen lang ein Experiment gestartet und nicht gezählt. Gegessen habe ich relativ gesund, mittags was es bei meiner Mama (1,63m, 62kg) zu essen gab und abends Brotzeit, dabei habe ich mich stark an ihr orientiert, da ich völlig verlernt habe normal zu essen. Einen Tag habe ich auch mit einer Normalgewichtigen freundin 2 Tage verbracht und sie hat deutlich mehr gegessen als ich(War vll nicht ihr normale Ernährung, anders kann ich mir das kaum erklären) .Dabei nehme ich kontinuierlich zu , dabei spreche ich von "echter" Zunahme, sowohl auf der Waage als auch beim Messen und ich bemerke es an meinem Körper. Sport mache ich aktuell wenig, außer 2x/tag mit dem Hund spazieren und wir waren ein paar mal wandern. Ich habe aktuell Semesterferien, sonst studiere ich dual.
Kennt jemand dieses Problem ? Ich würde mir nichts mehr wünschen als wieder "normal", wie vor der Essstörung essen zu können. Hatte 5 Jahre Magersucht, dann Binge Eating und habe jetzt langsam wieder abgenommen auf 52kg, 1,63m. Das Gerücht vom eingeschlafenen Stoffwechsel glaube ich nicht, aber ich kann mir auch nicht anders erklären, warum ich nur noch so wenig essen kann ohne zuzunehmen ? Ich traue mich nicht mal mehr Alkohol zu trinken, mit freunden essen zu gehen, etc. , grenze mich sozial schon völlig ab, weil ich angst habe noch mehr zuzunehmen. Kann das an den verlorenen Muskeln aus der Magersuchtszeit liegen? Bin ratlos, freue mich über Tipps und Ratschläge oder über Erfahrungen.
Lg Lisa

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Nosferat... 17.7.2017, 14:24 

Frauen legen viel leichter fett an wegen gebärden usw überhaupt wenn man mal einiges mehr hatte, das ist ja das Problem wer diätet und gewicht halten will muss diese Diät immer machen also Stansard werden = normales essen weil wenn wer sagt ach in 3 tage ist diät vorbei kann ich wieder essen wie vorher das ist doch schwachsinnig wenn dich in erster linie das vorher fett gemacht hat.

Also Mittelweg finden oder mit der Natur abfinden.

arcticwo... 17.7.2017, 15:01 

Ach was. Ich bin in Eile, aber soviel auf die Schnelle:

Klar kannst Du normal essen. Nimm die Kalorienberechnung bei davidwinkler.de und lade Dir auch die Gewichts-Aufschreibung runter.
Rechne den theoretischen Bedarf aus und esse dementsprechend, kontrolliert hier vom Tagebuch.
Wiege Dich dabei mindestens einmal pro Woche. Ohne Panikgefühle: Schwankungen von 1-2 kg sind der Wasserhaushalt und völlig normal.

Trage in die Gewichtsaufschreibung alles ein: Maß, Gewichtsverlauf usw. und tägliche Kalorienaufnahme.

Das machst Du drei Monate. Dann ziehst Du Bilanz: Justiere den dort engenommenen PAL so, dass gewichtsverlauf und Kalorienaufnahme in der Wochenübersicht in Einklang geraten (also Schwankungen ins Plus und Minus im Vergleich zur Gewichtsentwicklung sich die Waage halten).

So findest Du heraus, was Dein tatsächlicher Kalorienbedarf ist.

Den isst Du nochmals drei Monate unter Tagebuchkontrolle und versuchst, Dir zu merken, was Du isst und wie Deine Portionsgrößen dabei aussehen.
So versuchst Du, den Kopf und das Gefühl dafür wieder in Einklang zu bringen. Und dann, wenn das gelungen ist und Du das gewünschte Gewicht ein paar Monate hältst, nabelst Du Dich langsam ab: Ein Tag pro Woche nach Gefühl essen. Wenn das gut läuft, zwei Tage pro Woche nach Gefühl essen. Usw., bis Du irgendwann bei 7 Tage pro Woche ankommst, die Du nach Gefühl essen kannst, ohne dass das Gewicht mehr als 1-2 kg schwankt.
Und dann bist Du am Ziel und isst, wie jeder gesunde, normalgewichtige Mensch natürlicherweise isst. :-)

Du schaffst das, nur Mut. Du musst nur die ganzen Ängste und Grübeleien aus dem Kopf bekommen, denn die verursachen Stress und Cortisolausschüttungen. Das ist nicht gut. Dieser Weg kann Dir dabei helfen, denn du hast dabei alles unter Kontrolle und schwimmst Dich ganz allmählich frei. Kein Sprung als Nichtschwimmer ins tiefe Wasser, sondern der Schwimmflügel nach und nach kleiner und das Wasser tiefer, bis Du irgendwann frei schwimmst ohne den Boden zu vermissen

Polyamid 17.7.2017, 16:07 

Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, dass ich, wenn ich so esse, wie ich will, stetig dicker werde. Ich habe allerdings gar keine Lust meine Essgewohnheiten auf Dauer zu kontrollieren. Deshalb habe ich Phasen, wo ich gar nicht auf mein Gewicht achte und dabei zugegebenermaßen immer dicker werde. Ist ein kritischer Wert erreicht, beginne ich wieder eine Diät und nehme den Überschuss wieder ab. das Gute ist, dass ich viel weniger Zeit brauche um gezielt abzunehmen als ich ohne Kontrolle Zeit fürs Zunehmen brauche.
Ich gefalle mir am besten mit ca. 85 Kilo. Ich lass mich dann immer bis über ein Jahr gehen und habe dann oft 93-97 Kilo. Dann ziehe ich wieder die Bremse und nehm bis zu 15 Kilo wieder ab innerhalb von ein paar Monaten. Dann der ganze Spaß von vorne. Stört mich irgendwie auch nicht.

UluKai 17.7.2017, 16:48 

Das Problem ist nicht das Kalorienzählen, bzw. das "normal essen".... denn normal essen tust Du ja nicht, so lange das Essen an sich Dir Angst bereitet.
Normale Menschen haben keine Angst vor dem Essen, die nehmen im Winter eben mal 2 Kilo zu und dann auch wieder ab, ohne sich da den Kopf drüber zu zerbrechen. Normale Schwankungen sind eben auch normal, sich darüber zu ängstigen und die sozialen Kontakte abzubrechen ist aber nicht normal.
Und eigentlich solltest Du durch das Kalorienzählen ein Gefühl dafür bekommen haben, welche Mengen für Dich normal sind, eben Deinem Gesamtumsatz entsprechen. Amscheinend ist Dir das nicht möglich.
Da solltest Du in Erwägung ziehen, professionelle Hilfe zu beanspruchen oder eben doch lebenslang zu zählen, wenn es nicht anders geht.
Diabeteker müssen auch lebenslang Medikamente einnehmen und beklagen sich nicht.

juniper.... 17.7.2017, 18:28 

Alkohol wird eh völlig überbewertet. Man kann doch auch mit Leuten zusammen sein und Spass haben ohne Alkohol zu trinken. Wenns ohne nicht geht, würde ich eher überlegen, ob man mit den richtigen Leuten zusammen ist.

Was ist denn das Problem genau mit dem nicht "normal" essen? Ist es die Auswahl der Lebensmittel, oder die Menge? Ich zähle auch schon ein paar Jahre, ein paar kg sollen noch weg und dann ist das Langziel, dass ich eben auch das Zählen nicht mehr brauche.

"Normal" zu essen, also das, was die meisten Leute so zu sich nehmen, habe ich mir im Laufe dieser Zeit allerdings abgeschminkt. Überzuckerten Kuchen, Nudeln, Kartoffelsalat mit Mayo, alle möglichen Fertiggerichte, Burgerketten... usw., forget it. Oder nur in homöopathischen Dosen (aber nicht als Globuli). Allerdings finde ich es auch nicht einschränkend, sondern leckerer Gemüse, Obst und selbst gekochtes zu essen. Soft Drinks mochte ich eh noch nie, insofern kein Problem da.

Und ich würde auch sagen, wenn man lange Zeit zählt, sollte man ein Gefühl dafür entwickeln, was und wieviel noch gut ist an Kalorien.

enelel 17.7.2017, 18:33 

Ich würde mir auch nichts mehr wünschen, als einfach wieder wie ganz früher so viel zu essen wie ich will und trotzdem nicht zuzunehmen. Nur mein Gefühl ist, wenn man einmal eingegriffen hat, dass heißt sich verboten hat so viel zu essen wie man will, dann wird die Schwelle hochgesetzt. Man will danach immer viel mehr essen, als eigentlich der Körper braucht (will). Wenn man nie eingegriffen (das Essverhalten kontrolliert hat) kann man so viel essen wie man will, weil man nur so viel essen will, wie der Körper braucht. Aber jeder der mal eine Diät gemacht hat oder sogar eine Essstörung hinter sich hat, kann das nicht mehr und muss, so glaube ich, auch auf Dauer sein Essverhalten etwas kontrollieren. Ist aber nicht so schlimm, das geht ja vielen so.

Ein paar Tipps um das Essverhalten trotz Kontrolle (also etwas planen, evt. aufschreiben und mitrechnen) zu entspannen sind:
- nur einmal pro Woche wiegen
- so oft wie möglich Sport machen
- nur gesunde Sachen essen (davon dann aber mehr)

Ich finde du solltest versuchen dich auf jeden Fall nicht wegen des Essens zu isolieren! Klar mich stresst das auch mal, wenn ich an einem Tag schon viel gegessen habe und mich dann noch abends mit Freunden zum Kochen treffe. Aber für mich geht da das Soziale immer vor. Dann esse wenn ich allein bin etwas weniger. Essen/Trinken sind wunderbare Sachen in Gesellschaft.

Wünsche dir alles Gute und glaub mir, du bist nicht allein mit deinem Gefühl.

Diese Antwort wurde von lisaslittlesteps entfernt. 17.7.2017, 20:14

Diese Antwort wurde von lisaslittlesteps entfernt. 17.7.2017, 20:15

lisaslit... 17.7.2017, 20:17 

Vielen Dank für eure Antworten!
articwolf Ich weiß was mein Gesamtbedarf ist, kann mein Gewicht mit dem erprobten Bedarf auch halten.
Danke für deine tipps, schöner vergleich übrigens :)

UluKai Danke für die harten worte, aber das habe ich schon lange, bin seit 5 Jahren in psychologischer Behandlung (mit zwischenzeitl. Pausen).

juniper.dawn ja da hast du schon recht, trinke auch seit meinem 16.Lebensjahr keinen Alkohol mehr, höchstens 2x pro Jahr, aber iwie möchte ich ja doch zu bestimmten Eventen mal ein Gläschen trinken.
Das Problem ist wirklich, dass ich verlernt habe, was normale Mengen und Auswahl an Lebensmitteln sind. Ich habe einfach kein Gefühl mehr dafür, ich habe jahrelang gezählt und aufgehört, wenn es eben von den Kalorien her genug war, völlig unabhängig von meiner Sättigung.
Ich mag gesunde Ernährung wirklich, nur würde ich einfach gerne mal wieder essen was auf den tisch kommt, entweder was mein freund kocht oder meine Mama, wenn ich zu Besuch bin.

enelel Danke für deine Antwort, genau DAS meinte ich! Mit dem sozialen Isolieren hast du eig vollkommen recht und in der Hinsicht verstehe ich mich manchmal selbst nicht. Danke, ja ich dachte wirklich ich wäre allein mit dem Gefühl :D hilft mir etwas, danke :)

Ich versuche eure tipps umzusetzen bzw. langsam mich an das Nicht-Zählen heranzuwagen, vll. gelingt es mir dass ich es 1-2 Pro Woche schaffe. Allgemein stört mich das zählen ja auch nicht, so mache ich es ja schon immer seit Jahren, aber mein Umfeld "stört" es bzw. sie haben es schon akzeptiert, sagen aber auch, dass es nicht "normal" isst und wann ich denn endlich wieder anfange "normal" zu essen ohne ständig auf Diät zu sein. (was ich nicht bin-> Erhaltungskalorien)

LG Lisa

tortensc... 18.7.2017, 09:33 

".Dabei nehme ich kontinuierlich zu , dabei spreche ich von "echter" Zunahme, sowohl auf der Waage als auch beim Messen und ich bemerke es an meinem Körper. "

Was genau heißt das? Wieviel hast du in den 3 Wochen "zugenommen".

Wenn du von "normalen" Essen redest. Redest du vermutlich auch von mehr ZUCKER und vor allem SALZ. Das kann durchaus dazu führen das du etwas "zunimmst". Eine echte Zunahme ist das aber nich unbedingt.
Die Idee einzelne Tage aufzuschreiben finde ich nicht schlecht. Aber um dein Gewicht zu beobachten sind 3 Wochen einfach zu kurz.

"sie hat deutlich mehr gegessen als ich(War vll nicht ihr normale Ernährung, anders kann ich mir das kaum erklären) " Wahrscheinlich- aber wenn sie größer und schwerer ist als du hat sie evt auch einen höheren Bedarf;)
Jetzt hätte mich noch dein TAgebuch interessiert. Aber gestern hast du offensichtlich geschwänzt...

lisaslit... 18.7.2017, 11:43 

tortenschnittchen: ich wiege mich jeden Tag und bilde dann einen Wochendurchschnitt, insgesamt 2,8kg, selbst wenn das alles nur wasser wäre sehe ich da eine klare Tendenz nach oben, Hosen spannen auch etwas.
Zucker eher weniger, versuche ich zu meiden, habe dabei versucht stets die "gesündere" Alternative zu wählen und keine Süßigkeiten (meine Schwachstelle) zu vermeiden. Ja klar, mehr salz bestimmt, aber kann das wirklich so viel ausmachen ?
nein sie ist nicht größer, nur schwerer, würde auch nicht sagen, dass sie aktiver ist als ich, habe beispielsweise versucht den Kuchen am Nachmittag oder den Kinderriegel am Vormittag wegzulassen, wenn ihr versteht was ich meine, also im Großen und Ganzen versucht etwas weniger zu essen.
Ja gestern habe ich geschwänzt, schreibe jetzt schon seit über 5 Jahren Tagebuch und möchte einfach gerne davon wegkommen, vll nur noch handschriftlich aufschreiben, was ich gegessen habe, anstelle der Kalorien, ich weiß ja wie viele kcal jedes Lebensmittel ungefähr hat. Ich schreib dir trotzdem mal auf was es gestern gab:
Morgens: Kaffee mit Milch
1 Vollkornbrötchen mit Schinken, Frischkäse, Gurke, Tomate + 1 Banane

Mittags: gabs Gemüsereis mit Feta "überbacken" + Salat

Zwischendurch: 1 Kaffee mit wenig Milch

Abends: 1 Laugenbrezel mit körnigem Frischkäse, 1 Ei, danach noch einen Apfel

ist das wirklich zu viel ? So oder so ähnlich sehen viele Tage bei mir aus, mittags gibt's auch oft asiatisch oder schnelle Gerichte wie Putensteak + Zaziki + Kartoffeln, typisch bayrisch eher selten (gab 1x Schweinebraten mit Knödeln)

Danke für deine Antwort :)
Lg Lisa

tortensc... 18.7.2017, 15:09 

"ist das wirklich zu viel ?"

Ich finde das klingt normal- wenig. Aber du bist ja nicht sehr groß. Das kann man natürlich für andere immer schwer einschätzen...

iIst das denn ein Tag wie immer für dich oder hast du da anders gegessen als sonst?
Laugenbretzel und Fetaliefern ja ordentlich salz.
Und meine Mutter merkt zum beispiel sofort wenn sie Suppe gegessen hat. Da die sofort einlagert.( Klar viel Salz plus viel Wasser) Wieviel das ausmacht kann ich allerdings auch nicht abschätzen.

da du ja bis jetzt immer getrakt hast. wie hoch sind denn deine Erhaltungskalorien und was hast du für die letzten 3 wochen überschlagen( falls du das noch weißt).

Prinzipiell denke ich, wenn du das gern isst, solltest du auf den 1 Riegel oder das 1 Stück Kuchen nicht verzichten... Denn auch das gehört zu eine "normalen" Ernährung dazu.
Umgekehrt braucht man aber natürlich nichts zu essen wenn man es (gerade) nicht mag oder satt ist.

tortensc... 18.7.2017, 15:11 

keine Anhnung wie andere Braten, Gulasch und Co zubereiten. Aber bei mir ist da nichts fettiges Dran.
Nur das enthaltene Fett vom( mageren) Fleisch und viel gemüse. Falls du meinst, dass das ein besonders "schweres" Gericht ist.
Aber ich mag eben auch kein fettes Fleisch.

ldwg 18.7.2017, 15:51 

"Morgens: Kaffee mit Milch, 1 Vollkornbrötchen mit Schinken, Frischkäse, Gurke, Tomate + 1 Banane
Mittags: gabs Gemüsereis mit Feta "überbacken" + Salat
Zwischendurch: 1 Kaffee mit wenig Milch
Abends: 1 Laugenbrezel mit körnigem Frischkäse, 1 Ei, danach noch einen Apfel"

Das kommt einem zwar wenig vor, hängt aber natürlich auch von den Portionen ab. Dein Gemüsereis mit Feta kann je nach Menge von Reis und Feta richtig reinhauen, und an dem Salat kann ja auch Dressing sein.
Bei mir (ähnliche Maße wie du) könnte das den Tagesbedarf schon locker sprengen, wie gesagt je nach Menge von Reis und Feta. Von daher finde ich es für eine kleine und leichte Frau schon ganz gut.

Zum Thema "Freundin isst so viel mehr...": da gibt es wohl große Unterschiede im Verhalten ("non-exercise activity" oder so ähnlich, also das, was kein Sport ist aber trotzdem Energie verbraucht, so was wie "rumzappeln"). Eine sehr schlanke Bekannte von mir ist die ganze Zeit am Wippen / Zappeln, sie sitzt wirklich nie still. Das kann wohl unglaublich viel ausmachen. Und auch die Muskelmasse macht sehr viel aus.

juniper.... 18.7.2017, 17:21 

"Das Problem ist wirklich, dass ich verlernt habe, was normale Mengen und Auswahl an Lebensmitteln sind. Ich habe einfach kein Gefühl mehr dafür, ich habe jahrelang gezählt und aufgehört, wenn es eben von den Kalorien her genug war, völlig unabhängig von meiner Sättigung."

Ja, und genau da liegt der Fehler dass du die Sache m. M. nach von der falschen Seite aufgezäumt hast indem du die äusseren Zahlen (Kalorien) als Maßstab genommen und deinen Körper intensiv dazu erzogen hast, auf die eigenen Signale nicht (mehr) zu hören.

"und wann ich denn endlich wieder anfange "normal" zu essen ohne ständig auf Diät zu sein. (was ich nicht bin-> Erhaltungskalorien)"

Sorry, aber was du brauchst ist eine Ernährungsumstellung, die dir lebenslang Erhaltungskalorien beschert ohne Zunahme. Das auf einen fernen Zeitpunkt zu vertagen bringt dir gar nichts. Das hast du ja schon erkannt.

Vorschlag, fang das ganze doch mal von der anderen Seite an. Du weisst wie viel du ungefähr brauchst an Erhaltungskalorien und du weisst bzw. kannst nachhalten wie viel du isst an Kalorien. So. Und jetzt mal ein paar Tage lang "normal" essen, indem du zwar isst, was du möchtest, du kannst auch gerne die Kalorien im Blick behalten aber wenn du eben noch Hunger hast wenn dein "Limit" erreicht ist, dann isst du eben noch was.

Erstmal keine Panik wegen Fettzunahme, du wirst nicht täglich ein paar 1000 Kalorien drüber sein. Nehmen wir an, du isst 5 Tage lang hintereinander jeweils 500 kcal "zuviel" dann macht das gerade mal 342 gr aus - wahrscheinlich wirst du aber wenn du an einem Tag mehr isst dann am nächsten Tag auch mal weniger essen.

Knackpunkt: wenn du gegessen hast bis du satt bist, wohlgemerkt: kein Vollstopfen, kein: jetzt aber schnell weil morgen darf ich nicht mehr etc, dann schaust du das ganze an, wo kommen die meisten Kalorien her, wo kannst du Kalorien weg lassen oder reduzieren ohne dass es all zu sehr weh tut. Und schiebst innerhalb des Budgets rum.

juniper.... 18.7.2017, 17:23 

Also z.B. eher wenig Käse aber dafür mehr Gemüse. Das fehlt in Deiner Auflistung auch ziemlich.

Die Nennung der Gerichte sagt ausserdem nichts über die Menge aus - wobei ich mit dem was du isst wenn das gestern typisch war, nie satt wäre. Gut, ich bin etwas grösser und schwerer als du, dafür aber auch älter.

Diese Antwort wurde von tortenschnittchen entfernt. 19.7.2017, 11:13

tortensc... 19.7.2017, 11:18 

? Gurke Tomate Gemüse im Rreis, Banane und Apfel ist doch ne normael Menge. ich gehe mal davon aus, wir reden hier nicht von 1-2 Scheibchen zum Frühstück sondern von jeweils einer Portion.( etwa Handvoll)
und der Gemüsereis zu min. 50% aus gemüse besteht.

macht also 3 Portionen Gemüse un 2 Portionen Obst.

juniper.... 19.7.2017, 11:32 

Aber genau die Portionsgrösse im vorliegenden Fall kennen wir eben nicht. "Gemüsereis mit Feta überbacken" kann 150 gr sein (dann wärs wenig) oder 600 gr (dann wärs viel) oder irgendwas dazwischen. Wieviel Gemüse da drin ist weiss man auch nicht. Gibt bestimmt Leute, die schnippeln 1 kleine Karotte rein auf einen ganzen Teller Reis und das ist dann auch "Gemüsereis". Oder mit wie viel Fett das Gemüse angebraten wurde vorher. Oder den Feta-Anteil... Banane und Apfel ist wohl jeweils 1 Stück, aber die zubereiteten Sachen sind der Unsicherheitsfaktor, vor allem ohne Mengenangabe.

Nachdem ich mich längere Zeit hier bei FDDB getummelt habe, habe ich mir abgewöhnt von "normalen" Verhältnissen auszugehen. Zum einen weil das was für mich "normal" ist offenbar noch lange nicht "normal" im allgemein üblichen Sinn ist, und zum anderen weil ich nicht weiss was die andere Person als "normal" empfindet.

juniper.... 19.7.2017, 11:33 

Ich wär mit dem was oben aufgezählt wurde trotzdem nicht satt, wenns darum geht von den "normalen" Portionen. Ich esse pro Tag so 600 - 900 gr Gemüse und Obst. Das ist für mich "normal". Keine Ahnung wie viele Portionen das sind.

lisaslit... 19.7.2017, 12:29 

oh sorry, mein Internet war kaputt, danke für eure antworten !
Das ist ein relativ normaler Tag, meistens wird das Frühstück durch Porridge ersetzt (50g Haferflocken, 15g whey (des Geschmackes wegen :D), 10g Backkakao, 100g Himbeeren, 1 Apfel, 1EL Quark)
ja mit dem Salz hast du wohl recht tortenschnittchen. Meine Erhaltungskalorien sind ca. 1800kcal, habe abends dann immer erst eingegeben und kam im Durchschnitt auf 1740, wobei ich das ja nicht so genau sagen kann, das Mittagessen war ja nicht abgewogen, habe nur so Sachen wie Haferflocken abgewogen. Ja eig würde ich sehr gerne Schokolade essen, aber ich hab da noch so meine Probleme mit, dass das dann wieder eskaliert, wie früher beim Binge Eating, versuche es zu vermeiden, schokolade zu essen, wenn ich alleine bin, also wenn dann ab und an , wenn ich in Gesellschaft etc bin.
Ja daran dacht ich auch, eig ist ja wenig Fett dran, weiß aber meist sehr schlecht wie ich sowas einschätzen muss, z.b. Schweinebraten mit Soße und Knödel, denke meine Mama wählt eig meist was "unfettiges" weil sie viel Fett schlecht verträgt.

ldwg: Da hast du natürlich recht, deshalb ist es für mich schwer zu schätzen. würde sagen Reis und Gemüse waren in einem ähnlichen Mischverhältnis und feta war eine Packung für meine Mama, Papa und mich. Salat war mit wenig selbstgemachten Dressing (Balsamico, öl, salz, pfeffer) okay danke, ja ich hatte danach aber auch noch hunger, also hatte das gefühl, dass da locker noch das doppelte reingegangen wäre :D muss dann wohl mehr Gemüse essen.
Ja das kann natürlich sein mit meiner Freundin.

Juniper.dawn: Ja das hab ich versucht und es ist mir bewusst, dass ich sobald wie möglich wieder erlernen sollte "richtig zu essen" ohne alles zu dokumentieren. Ja ich war leider auch nicht wirklich satt, Portionsgröße vom Mittagessen war relativ normal, eine Portion, wobei man sich hier streiten könnte, was normal ist :D
Es waren morgens 1 große Tomate, ne halbe Salatgurke, mittags wie bereits geschrieben Reis

lisaslit... 19.7.2017, 12:36 

und Gemüse im Verhältnis 50:50
Da hast du recht "normal" heißt für jeden etwas anderes!


Kann es daran liegen, dass ich durch meine frühere Magersucht vor 5Jahren (Ja einige werden jetzt wieder behaupten, dass ich immer noch mitten drin stecke) sehr viele Muskeln verloren habe, bauen die sich mit der Zeit wieder auf, also wenn man im seit 5 Jahren wieder im Normalgewicht ist, Sport macht (Schwimmen, Joggen, Taekwondo) oder sollte ich mehr Kraftsport machen ? Habe häufig immer noch das Gefühl, dass ich sehr wenige Muskeln habe, z.b. wenn ich schwere Sachen heben muss etc. Bin im Fitnessstudio angemeldet, macht mir allerdings relativ wenig Spass. Aber sinnvoll wäre es oder ? Ich habe mal gelesen, das Muskeln einen gar nicht so hohen Verbrauch haben, wie man immer meint, die quelle dazu finde ich aber leider nicht mehr. Weiß da wer was drüber ?

tortensc... 19.7.2017, 13:17 

"sollte ich mehr Kraftsport machen ? "

das wird auf jeden Fall nicht schaden... Aber der spaß ist auch wichtig... Ab und an muss man mal schwer heben. Es bringt einem nichts sich immer drum zu drücken. Also ran ans Eisen;)

Die Muskeln haben keinen sehr großen Effekt auf den G,U aber unter Belastung verbrauchen die schon um einiges mehr. Stelle ich z.B. auch daran fest, dass ich nach dem Kt nach kurzer Zeit wieder normal atmen kann- meine bessere Hälfte aber "ewig" jappst, weil er einfach mehr Muskeln ansprechen kann.

Wenn du noch Hunger hast nimm dir dich nächstes Mal wirklich noch etwas( wenig) nach. Dafür isst du beim nächsten mal vielleicht etwas weniger weil duschon satt bist. Sehr wahrscheinlich wirst du erstmal die richtigen Mengen üben müssen. Aber irgendwann bekommst du schon das richtige Gefühl.
Hast du eigentlich keine Ernährungschule bekommen? das sollte sowas doch auch geübt werden.
Iich finde übrigens das die eigene Hand als Richtwert schon ein ganz gutes Maß bietet für die richtigen Mengen.
https://www.bzfe.de/inhalt/die-aid-ernaehrungspyramide-640.html

tortensc... 19.7.2017, 13:21 

Hab gerade mal überschlagen. Mit 1740kcal müsstest du für 52 kcal einen recht durchschnittlichen Verbrauch haben...
Also wenn du so bleiben willst, passt das.

lisaslit... 19.7.2017, 13:40 

dann muss ich mich wohl überwinden und regelmäßig ins Fitnessstudio gehen :D vll kommt der Spaß erst noch wenn ich fortschritte sehe :)
ja vll sollte ich wirklich mal etwas mehr essen, um endlich mal satt zu sein, sonst schiebe ich das Gefühl vor mir her , also nie satt zu sein und dann ist wahrscheinlich ein Essanfall schon vorprogrammiert. was meinst du mit Ernährungsschule? Also klar wurde das in der schule durchgenommen und in der Therapie "erlernt" bzw. versucht, aber ich glaube Menschen ohne Essstörung können sich das sehr schlecht vorstellen, richtige Mengen verlernt zu haben. Aber seit ich aus dem Binge Eating draußen bin, habe ich einfach das Gefühl, nie mehr in meinem Leben satt sein zu können, sowas wie Sättigung kenne ich gar nicht, ich habe nur einen unendlichen Hunger, tag für tag und höre eben auf, wenn ich denke dass es genug war, bzw davor, wenn die Kalorien halt voll waren.
Okay 1740 wein, ich gehe mal davon aus ich werde nie satt sein, selbst wenn ich zusätzlich 1kg Gemüse am Tag esse, habe ich noch Hunger :D

juniper.... 19.7.2017, 14:12 

lisa, "es ist mir bewusst, dass ich sobald wie möglich wieder erlernen sollte "richtig zu essen" ohne alles zu dokumentieren"

Was ich meinte ist, dass du eben genau das Zählen dazu benutzen sollst um das wieder zu lernen. Mit noch ner Magersucht in der persönlichen Geschichte wird das auch nicht einfacher, leider.

"selbst wenn ich zusätzlich 1kg Gemüse am Tag esse, habe ich noch Hunger"

Gemüse hat zwar viel Volumen aber wenig Kalorien. Keine essentiellen Fettsäuren, keine Proteine (bzw. nur wenig). Du hängst mit einem BMI von 19,5 am unteren Ende des Normalgewichts. Klingt für mich - zugegeben medinzinischer Laie - als ob Dein Körper was solides zu Essen haben möchte und nicht nur leeren Füllstoff um ein kleines bisschen Zuzunehmen.

tortensc... 19.7.2017, 14:33 

" in der Therapie "erlernt" bzw. versucht, aber ich glaube Menschen ohne Essstörung können sich das sehr schlecht vorstellen, richtige Mengen verlernt zu haben."

Sowas meinte ich. Und das es trotzdem schwer ist, kann ich mir durchaus vorstellen.
Ich bin ja nur leicht Übergewichtig. Aber ich esse eben immer wieder ein kleines bisschen zuviel. Und das summiert sich auch;)

"selbst wenn ich zusätzlich 1kg Gemüse am Tag esse, habe ich noch Hunger"

neulich haben die in einer Doku über Binge Eating und Co(ich sag besser nicht wo) gesagt, dass sowas kontraproduktiv ist. Der Körper und die Seele braucht "echtes" Essen. Das kann auch mal eine Süßspeise zum Mittag sein. oder eben der leckere Braten mit Klößen oder so...

Also nicht nur "Füllstoff" suchen, sondern auch echt leckere Sachen;)
und solane du im Normalgewicht bist eben auch mal fünfe gerade sein lassen. Und eine geringe Zunahme von 2-3 kg kannst du durchaus vertragen...
Ich glaub ich auch das der Hunger sich dann einpegelt wenn du es nicht übertreibst.

tortensc... 19.7.2017, 14:34 

""selbst wenn ich zusätzlich 1kg Gemüse am Tag esse, habe ich noch Hunger"
Ich übrigens auch... Ich denke der Magen fühlt sich dann einfach verscheißert.

lisaslit... 19.7.2017, 14:41 

Ja da mögt ihr wahrscheinlich recht haben, meinte zwar das Gemüse zusätzlich, also schon auch echte kalorienreiche Nahrung + viel Gemüse, aber vielleicht will mein Körper wirklich nicht am unteren Normalgewicht sein, aber für mich ist das schwer zu akzeptieren.

juniper.... 19.7.2017, 15:46 

tortenschnittchen, hihi, da haben wir wohl den gleichen Gedankengang.

Füllstoff alleine ist es auch nicht, muss auch was für die Seele mit dabei sein.

lisa, ich hatte das schon so verstanden, dass du das Gemüse "obendrauf" essen meintest. Dass die Aussicht 2 oder 3 kg zuzunehmen dich ziemlich stresst ist bei deiner Hintergrundgeschichte logisch. Was ich meinte war, Massen an Gemüse zusätzlich zu essen bringt dir gar nichts - ausser dass dein Magen sich an grosse Portionen gewöhnt.

Habe deinen Ausgangspost nochmal gelesen. Die Angst zuzunehmen scheint mir der Knackpunkt zu sein. Denn das hindert dich an einem normalen sozialen Leben und auch daran, "normal" zu essen bzw. auf dein Hunger- und Sättigungsgefühl zu hören. Würdest du etwas mehr "echtes" Essen wie du es nennst (schöner Begriff) zu Dir nehmen, würdest du wahrscheinlich etwas zunehmen, keinen Dauerhunger mehr haben und weniger Probleme dein Sozialleben zu gestalten.

Leider kann ich da gar nicht weiter helfen ausser vielleicht mit ein paar Zahlen. Selbst wenn du 200 kcal pro Tag mehr essen würdest, bräuchtest du über einen Monat um 1 kg zuzunehmen. D. h. warum nicht versuchen mal 10 - 14 Tage mit etwas mehr essen zu experimentieren wenn du noch Hunger hast. Wenn du feststellst, dass es nichts bringt für dich kannst du es dann ja wieder sein lassen und musst dich nicht mit grosser Zunahme rumschlagen.

Ich habe in den letzten Jahren seit ich hier bin auch diverse Sachen ausprobiert (Low Carb und so, viel Eiweiss, zu bestimmten Zeiten essen oder nicht...) und ich muss sagen, mit moderaten Änderungen komme ich am weitesten. Ich bin kein Fan von Hauruck-Methoden oder Extremen, deswegen würde ich dir raten, was immer du änderst, langsam anzugehen und schleichend was zu verändern aber das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Und wenn mal was nicht klappt - nu ja, neuer Tag, weitermachen. Ein oder selbst zwei versaute Tage machen nicht alles kaputt. Perfektion ist was für Leute, die kein Leben haben.

lisaslit... 19.7.2017, 18:49 

Da hast du wohl recht juniper.dawn, hab leider auch einiges probiert aber mit Kalorien zählen fahre ich am besten ohne mich groß einzuschränken.
Ich denke ich werde wieder langsam anfangen ins Fitnesstudio zu gehen und etwa 2000kcal anpeilen, je nach hunger.
Ja das stimmt, leider macht mir mein Perfektionismus in jeder Hinsicht Probleme, sei es Ernährung, Uni, Arbeit :D

juniper.... 19.7.2017, 19:03 

Frag mich nicht wieso ich mir das dachte mit dem Perfektionismus ;-) Kenne das.

Mir hilft der Kühlschrankspruch: "70 % ist Perfection!"

Oder auch das 1. Gossensche Gesetz (abnehmender Grenznutzen). Weiss ja nicht was du studierst, falls Wirtschaftswissenschaften kennst du es wahrscheinlich, ansonsten, man kann es auf so ungefähr ALLE Lebensbereiche anwenden. Kurz gefasst sagt es aus, dass die letzten Einheiten (z.B. Gewichtsoptimierung) immer schwieriger zu erreichen sind bzw. immer mehr Kraft kosten.

Wenn du also irgendwas perfekt (mindestens 90 % richtitg) machen möchtest, dann wird dich der Bereich zwischen 80 - 90 % zu erreichen wahrscheinlich mehr Kraft und Anstrengung kosten als die gesamten 79 % davor. Wenn du über die 90 hinaus willst, wird es nochmal anstrengender für jedes weitere %.

Wenn man merkt, dass man wieder versucht in die Perfektion abzugleiten, sollte man sich fragen: Wo ist der Punkt wo es einfach GUT GENUG ist? Und das ist ein ganzes Stück vor der Perfektion (die sowieso nie wirklich zu erreichen ist).

https://de.wikipedia.org/wiki/Gossensches_Gesetz

lisaslit... 19.7.2017, 19:20 

haha ja sowas sollte ich mir auch zulegen , so ein schild :D
ja kenne ich, aber nicht dran gedacht, dass man das auch aufs gewicht übertragen könnte :D

Pareto Prinzip oder ?

das stimmt, ich merke selbst wie unglücklich mich das oft macht, aber ich z.B. mit einer 3 einfach nicht zufrieden bin. In der Schule zum Beispiel war ich richtig schlecht, also 3,2 bayrisches Abitur, weil mir entweder alles total egal ist oder ich mich total hineinsteigere wie in mein Studium. Selbes mit meinem Gewicht, entweder ich lasse mich total gehen oder ich schreibe akribisch alles auf, glücklicherweise konnte ich die "mir ist jetzt alles egal-morgen geht's wieder gesund weiter"-Essanfälle weitestgehend beseitigen und ich versuche in vielen Situationen ein mittelding zu machen.

KeepWeig... 21.7.2017, 08:55 

"Wenn man merkt, dass man wieder versucht in die Perfektion abzugleiten, sollte man sich fragen: Wo ist der Punkt wo es einfach GUT GENUG ist? Und das ist ein ganzes Stück vor der Perfektion (die sowieso nie wirklich zu erreichen ist)."

Puh, das stimmt. Und unterm Strich ist man nie zufrieden, selbst wenn man über 100 % erreicht hat. Die Ansprüche steigen mit dem Erfolg. Ist es mit dem erreichten Zielgewicht anschließend garantiert was anderes was einen unzufrieden sein lässt, z. B. die nicht perfekte Nase ;-) ...solange man aber noch mit dem Erreichen der 100 % beschäftigt ist, sieht man die "hässliche" Nase noch nicht, denn der Fokusl liegt auf dem Gewicht.

Ich hatte damals mehr als mein Zielgewicht erreicht. Lag ca. 5 Kilo drunter, war so stolz! Aber zufrieden nicht, denn dann kamen andere Baustellen ans Tageslicht, welche mich unzufrieden haben sein lassen. Gewicht hat man in der Hand, andere Defizite am Körper meist nicht.

Aus jetziger Sicht, mit wieder viel mehr auf den Rippen (weit entfernt vom 100 % Ziel) hätte ich eigentlich soooo zufrieden sein müssen, hab das Ergebnis aber nicht "gepflegt". Warum eigentlich nicht? Meine Theorie ist, dass dieses Niedrigstgewicht vom Körper nicht gewollt war. Hatte immer Hunger. Jetzt könnte ich mit viel Mühe das Verlorene wieder erreichen, aber anschließend hab ich wieder ständig Hunger und sehe wieder andere Baustellen....ein Teufelskreis.

juniper.... 21.7.2017, 09:02 

pareto war glaub ichdas Optimum. die Stelle wo man nichts mehr verbessern kann ohne woanders was zu verschlechtern. VWL hier ebenfalls mit bayrischem abi :-) . ist aberschon was laenger her.

zielgewicht ohne große Anstrengung halten. das wär wohl pareto.

lisaslit... 21.7.2017, 12:36 

keepweight: same, hatte früher das selbe gewicht und hab ähnlch ausgesehen aber ich war nie zufrieden, musste erst 20kg runter (Magersucht) und 30kg wieder rauf und langsam abnehmen, um wieder am gleichen gewicht zu sein und bin aber jetzt vollkommen zufrieden mit meinem Körper muss ich sagen, lediglich der Hunger, wie du ihn beschreibst, der stört :D

juniper.dawn ich weiß es auch nicht mehr :D wo kommst du denn her wenn ich fragen darf ? studiere nicht direkt bwl aber hab teilweise recht viele bwl/vwl Inhalte. Stimmt, ich glaube mich zu erinnern :D

juniper.... 21.7.2017, 13:11 

Eigentlich komme ich aus Unterfranken, also nicht "richtig" Bayern, kurz vor der Grenze nach Hessen. Hab mich dann aber 15 Jahre in Mainz und Umgebung rumgetrieben ehe ich den Rhein weiter gewandert bin und im Kölner Raum hängen geblieben.

Möchte aber aus aktuellem Anlass noch was zum Thema "Sozialleben" und "mit Freunden essen gehen" beisteuern. Bei mir hat sichs heute ergeben, dass das Frühstück in einer Bäckerei stattfand, mit viel Zeit. Ich war zwar alleine, spielt aber keine Rolle, weil mit anderen wäre es genauso gelaufen. Jedenfalls haben die diverse Früchstücksvarianten auf der Karte. Süss, kräftig, mit Ei oder ohne etc. etc. Spiegelei - mit 2 Eiern. Rührei - mit 3. Dann gibts noch XXL Rührei mit 4 Eiern... natürlich alles MIT Butter und Weissmehlbrötchen... da wunderts nicht mehr, dass die Leute zunehmen.

Jedenfalls, ich hab dann einfach gefragt, ob ich ein (!) Spiegelei haben kann. Mit einer Scheibe Rheinisches Schwarzbrot. Kein Problem, geht. Dazu Kaffee (sowieso kein Problem), Milch gibts da dazu und ein Minicroissant bitte (die haben die öfters, 20 gr). Wusste sie nicht ob sie noch welche da haben - na gut, wenn nicht halt nicht.

Sie hatten aber. Also bekam ich ein Spiegelei, nett dekoriert mit Gurke und Tomate und Schnittlauch drauf, Schwarzbrot, keine Butter (fand ich gut) und den Kaffee mit recht viel Milch und ein Minicroissant. Kosten ohne Trinkgeld EUR 4,04.

Geht doch.

Hab mich beim Zahlen noch entschuldigt wegen der Sonderwünsche. Ańtwort, ach, das ist doch harmlos, da kennen wir ganz andere Sachen. Will heissen, die gesamte Gastronomie ist auf grosse Mengen ausgelegt, weil die meisten Leute das so wollen aber man kann sich es auch so planen dass es trotzdem passt wenn man z.B. mit Freunden weg geht.

juniper.... 21.7.2017, 13:24 

Dass man sich z.B. ein Dessert teilen kann hatte wir neulich schon mal,

Oder schau mal diese Tips https://www.runtastic.com/blog/de/ernaehrung-wellness/gesund-essen-im-restaurant-mit-diesen-9-tipps-gelingts/

Wenn man sich im Freundeskreis trifft und jeder was mit bringt, viel Gemüse nehmen. Oder eine Tupperdose mit karotten oder anderen Gemüseschnitzen mitbringen oder Tomaten... Ja, man muss ein paar Sachen umstellen aber das geht alles.

Bzw, beobachte mal die Leute, die "normal" schlank sind und das ohne Zählerei o.ä. machen. Die hören nämlich auf wenn sie satt sind. Oder sagen auch mal, nee, danke, da hab ich jetzt keine Lust drauf. Die essen nicht aus Höflichkeit den Teller leer.

juniper.... 21.7.2017, 13:31 

Bzw, Rest einpacken lassen - dann gibts am nächsten Tag eben Salat mit Schnitzelstreifen oder ähnliches. Hab ich auch schon in der Dönerbude gemacht (mit türkischer Pizza, das Ding war echt mächtig und reichte 2 x für mich) und im gutbürgerlichen Restaurant. Keiner hat auch nur mit der Wimper gezuckt. Der Satz:

"Sehr lecker aber ich schaffs einfach nicht mehr und es wäre eine Schande es weg zu werfen"

hilft da ungemein. Ich würde mir wünschen, dass das mehr Leute machen würden - vielleicht würden dann die Portionsgrössen wieder auf ein vernünftiges Maß zurück gehen.

lisaslit... 21.7.2017, 15:00 

juniper.dawn. : ah okay :)
ja das stimmt. Habe ne Zeit lang in der Gastronomie gearbeitet und bin immer wieder erstaunt, wie du Portionen manchmal ausgefallen sind bzw. in wie viel Fett alles "getränkt" ist. Natürlich wärs eig kein Problem, könnte ja auch Salat mit putenstreifen und Schwarzbrot etc bestellen, aber mein Problem im kopf ist, dass ich dann nicht genau weiß was ich an kalorein dafür einrechnen muss, daran sollte ich wohl arbeiten- auch mal 5 grade sein zu lassen- ob jetzt 450 oder 600kcal macht ja nicht viel aus, gehe ja sowieso so gut wie nie essen :D
ja das stimmt, habe ich auch schon oft beobachtet, aber intuitiv essen klappt bei mir gar nicht, Sättigung oder "keine Lust" kenne ich nicht.
ja da hast du recht. Freunde von mir waren kürzlich im XXL Restaurant, die schnitzel waren so groß wie ein Autoreifen. Warum macht man sowas? kopfschüttel macht mich echt traurig, dass Tiere sterben mussten und sowieo nur ein Bruchteil davon gegessen wird.

lisaslit... 21.7.2017, 15:04 

Größere Probleme hab ich mit meinem Freund: Er liebt Döner, Mcdonalds, Burger king, etc. und ist oft verständnislos, wenn ich immer ablehne. Wenn wir zusammen sind, geht er oft 2x/Tag Döner essen, dann mc Donalds, dann was seine mama kocht und locker 2-4 Tafeln schokolade :D Er versteht mich oft nicht und sagt ich solle doch mein Leben genießen und darauf schen wie viel ich wiege, oft macht mich das traurig. Wir haben schon öfter darüber gesprochen, aber da stoße ich eher auf Unverständnis warum ich immer eine Extrawurst brauche :D

juniper.... 21.7.2017, 23:36 

also wenn das dieses xxxl Schnitzel Restaurant im Taunus ist die legen ungefragt die alufolie auf den tisch. da packt auch jeder ein. wir waren einmal da und haben dann noch zwei tage schnitzel salat gegessen. generell bin ich ja auch massiv gegen essen wegwerfen dafür kreativ in der Reste verwertung. muss auch nicht immer fleisch sein und wenn reicht auch eine kleibe portion. kann dich also gut verstehen. wenn tiere essen dann auch alles. auch Innereien und so.

hm. was hat denn dein freund für gewicht? klingt ja wirklich nach einem unguten Lebensstil. Leben geniessen ist ein gutes Stichwort. du möchtest es ja lange geniessen und dein Risiko fur Diabetes und Krebs etc gering halten. leider sind gerade Männer dieser Argumentation häufig ziemlich unzugänglich

juniper.... 21.7.2017, 23:42 

was die kalorien beim essen gehen angeht da gibts aich einuges an threads dazu. manche Ketten stellen ihre Nährwerte online. oder man zerlegt das ganze geistig und notiert das. ist wie mir allem. bisschen Übung und es klappt ganz gut.

was die extrawurst angeht. kannst du sich nicht einfach auf den Standpunkt stellen dass das zeug dir nicht schmeckt? er mag es er isst es. du magst es nicht und isst es nicht. kann man auch so sehen dass er die extrawurst hat denn wenn du entscheiden würdest würde das essen anders aussehen und er wurde was anderes wollen.

KeepWeig... 22.7.2017, 08:59 

"Sättigung oder "keine Lust" kenne ich nicht. "

Ich auch nicht. Und das unterscheidet uns von den natürlich schlanken Leuten.

Wie siehts bei dir mit regelmäßigen Krankheiten aus, falls du überhaupt mal Grippe o.Ä. hast. Kannst du damit ein wenig dein Gewicht regulieren weil du an einigen Tagen keinen Appetit hast? Bei mir negativ. Alle paar Jahre mal krank, selbst dann noch Appetit.
Ich finde das schon unnormal. Andere regulieren alle paar Wochen ihre Minizunahmen mit Krankheiten und machen sich nie einen Kopf um Kalorien. Mein Gewicht ist jeden Tag bei mir Thema. Mache mir immer einen Kopf darüber was ich nicht darf. Ich wünschte, ich könnte auch FREI sein :-( . Zufrieden sein, sich Klamotten in der Wunschgröße kaufen und keinen Hunger haben. Hab zwar aktuell auch keinen Hunger, aber kann keine Klamotten in der Wunschgröße kaufen. Blöd :-( . Müsste abnehmen, dann kriege ich wieder Hunger, denke ich den ganzen Tag nur ans Essen, was ich jetzt nicht so extrem mache.
Müsste 10 Kilo abnehmen. Krieg den Dreh nicht.
Das was mich zur Zeit am Meisten daran hindert wieder in den Abnehmmodus zu gehen, ist der Hunger, der dann wieder vordergründig ist und den Alltag beherrscht.

KeepWeig... 22.7.2017, 09:03 

Nie krank zu sein ist natürlich auch toll, also nicht falsch verstehen.

arcticwo... 22.7.2017, 11:43 

Keepweight, vielleicht hast Du früher ein relativ großes Defizit eingehalten, wodurch der Dauerhunger verursacht wurde?
Vielleicht funktioniert es für Dich besser, wenn du nur ein Defizit von ca. 100 kcal pro Tag einhältst? Dann geht es zwar nur sehr langsam voran, aber die Tendenz zeigt langfristig ja dennoch abwärts - und Du kannst Dich zumindest nahezu satt essen.

lisaslit... 22.7.2017, 12:11 

ja da hast du recht juniper.dawn!
mein freund ist 1,95m , 95kg, geht relativ oft ins Fitnesstudio und körperliche Arbeit. ja leider.

keepweight: ja das kann gut sein. Bin eig sehr sehr selten krank, kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal krank war :) aber wenn ich krank bin, hab ich genauso hunger und Appetit, auch wenn es draußen 34 Grad hat hab ich hunger und lust auf schokolade :D ja das würde ich auch gern,f rei sein :( Aber das schaffst du !! ich muss jetzt zum glück nur noch gewicht halten, jetzt werden die Gedanken bei mir weniger. Ja das hatte ich auch, aber augen zu und durch dacht ich mir und hab einfach angefangen und dann liefs eig.
verstehe schon was du meinst.

juniper.... 22.7.2017, 19:48 

"Sättigung oder "keine Lust" kenne ich nicht."

Puh, ja, schwieriges Thema.

Mir wurde als Kind ja auch systematisch aberzogen auf meinen Körper zu hören. Essen geht eigentlich immer. Auch bei Krankheit. Trotzdem hat es mit dem Essen und Aufhören zu Essen halbwegs funktioniert und mich "nur" auf BMI 29,6 gebracht. Ich habe auch nie eine echte Diät gemacht. Mehr so Vorwürfe "du könntest auch mal abnehmen" aber irgendwie fand ich alle Diäten irgendwie doof mit den Vorschriften. Insofern sind das natürlich auch andere Voraussetzungen als wenn jemand weit da drüber ist oder eben in eine echten Essstörung gelandet.

Ich tracke jetzt seit ca. 3,5 Jahren, bin davon ca. 1,5 Jahre oberes Ende Normalgewicht und halte das auch. Bisschen mehr sollte noch runter, ich habe mich aber nicht gestresst und eben den Status Quo gehalten. Mit gelegentlich mal 140 % und meistens so 95 %. Jetzt aktuell merke ich seit ca. 4 Wochen, dass ich auch Momente habe, wo ich was essen könnte, aber eigentlich nicht wirklich will. Oder wo ich trotz Hunger nicht das esse, was gerade vor der Nase und greifbar ist, sondern ich eigentlich was anderes möchte und dann das Essen zurück stecke zugunsten dessen was ich wirklich essen möchte. Ich denke mal, dass das Richtung "normal" essen geht. Also ein Essverhalten, was "Naturschlanke" haben.

Man kann doch alles mögliche hin kriegen - gibt Raucher, die schaffen es nach Jahrzehnten doch von der Zigarette weg zu kommen oder Alkoholiker etc. Da muss es doch auch möglich sein, (wieder) ein natürliches Essverhalten zu finden.

Was nicht einfacher wird wenn man dauernd dieses überzuckerte kohlenhydratreiche fette Zeugs vor der Nase hat, das einem überall schon aufgedrängt wird. Einmal durch die Innenstadt und wahrgenommen was da an Imbiss-Möglichkeiten geboten wird. Eisdiele, Bäckerei, Dönerstand, Pommes gibts auch... aber alles davon nix gescheites zum Satt werden, Eiweiss oder Ballaststoffe tanken, hochwertiges Fett, Vitamine - alles Fehlanzeige.

KeepWeig... 23.7.2017, 10:08 

"Was nicht einfacher wird wenn man dauernd dieses überzuckerte kohlenhydratreiche fette Zeugs vor der Nase hat, das einem überall schon aufgedrängt wird."

Ja, bloß nichts aufdrängen lassen. Aber der Naturschlanke isst gerne mal ein (Betonung liegt auf 1) Stück Sahnetorte ;-) wenn ihm danach ist.

Ein natürliches Essverhalten beinhaltet für mich auch ungesundes Zeugs. Mal eine Bratwurst oder einen Eisbecher mit Sahne und Karamellsoße, auch mal Pizza essen gehen. Theoretisch kann man damit gut schlank bleiben, hier spielt die Menge aber eine wesentliche Rolle. Und der zum Übergewicht neigende "Genießer" (will nicht Fresser sagen) kann einfach nicht nach einem Stück aufhören. Dem Naturschlanken würde wohl bei mehr als einer Portion schon schlecht und hört automatisch auf.
Der Naturschlanke, der Fresser und der dauerhaft Disziplinierte......ich möchte der Naturschlanke sein ---träum-- :-D

juniper.... 23.7.2017, 11:19 

richtig. es spricht nix gegen mal sahnetorte etc. aber was einen überall anspringt ist eben NUR dieses zeug. keine auswahl

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