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Achtsames Essen

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Achtsames Essen

Kategorie: Ernährung (9.7.2018)

Keine Treffer in der Datenbank... also neue Frage.

Mal so rein interessehalber-informativ: Hat schon mal jemand von Euch Erfahrung mit achtsamen Essen gemacht? Also entweder selbst, alleine, anhand eines Buches (Literatur zu Achtsamkeit inkl. Essen gibts ja wie Sand am Meer) oder in einer Gruppe, evtl. sogar in einem formellen Rahmen wie z.B. der hier: https://www.eiab.eu/index.php?index=47

Wobei ich 30 mal kauen schon als ziemlich viel empfinde und ich mich bei so viel Konzentration frage, ob man sich mit sowas eine Essstörung nicht geradezu züchtet (Extreme sind ja immer sch...). Gern nehme ich auch Meinungen von Leuten, die sich dazu aufgrund dieser Frage hier Gedanken machen.

Ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen, so einen retreat (aus dem Kontext kommt der obige link ja) zu machen, wollte aber meine Art zu Essen doch ein bisschen mehr Richtung bewusst und achtsam schubsen. Und beim drüber nachdenken fällt mir schon auf, dass im Regelfall die Antworten und Fragen hier sich meistens nur um den rein materiellen Aspekt drehen (Menge Kalorien, Aufteilung Makros, Stoffwechsel...) was ja nicht verkehrt ist aber eben nicht das ganze Bild. Manchmal kommt noch der emotional--psychologische Aspekt des Essens zur Diskussion aber sowas wie Achtsamkeit in Bezug darauf kann ich mich nicht erinnern.

Also - Achtsamkeit/Awareness anyone?

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Monika65  9.7.2018, 14:25 

Ich greife mal das mt dem "30mal Kauen" raus, diesen Tipp bekommt man ja in verschiedenen Zusammenhängen - gerade habe ich ihn als Gegenmittel zum Zu-viel-Luft-schlucken gelesen, wobei ich mir vorstellen könnte, damit genau das Gegenteil zu erzeugen - ich finde solche pauschalen Tipps nicht gut, es ist doch sicher ein Unterschied, ob ich auf einem zähen Stück Flesich so lang rumkaue oder auf einem Stückchen Banane? Für mich wäre das so und so nichts, denn ich will mich nicht auf die Bewegungen meiner Kaufwerkzeuge konzentrieren sondern auf das, was ich esse und das dabei genießen, mir ginge aber der Genuss verloren, wenn ich zwangsweise auf etwas so lang rumkaufen müsste.
Ja, was könnte sonst mit Achtsamkeit gemeint sein? Z.B. dass auch das Auge mitisst? Oder geht es mehr darum, sich mit der Herkunft des Essens zu beschäftigen?

juniper.... 9.7.2018, 15:18 

"es ist doch sicher ein Unterschied, ob ich auf einem zähen Stück Flesich so lang rumkaue oder auf einem Stückchen Banane"

Oh ja - ich hab vorhin spasseshalber bei der Karotte mitgezählt - bei rohen Karotten komme ich sogar auf etwas mehr als 30 Kaubewegungen pro Bissen. Bei, sagen wir mal Grießpudding, könnts schwierig werden. Oder Aprikosen, also weiches Obst.

"Ja, was könnte sonst mit Achtsamkeit gemeint sein? Z.B. dass auch das Auge mitisst? Oder geht es mehr darum, sich mit der Herkunft des Essens zu beschäftigen?"

Dazu gibts auf der von mir verlinkten Seite eine ziemlich ausführliche -Beschreibung. Der link ist optisch wohl etwas untergegangen, deswegen hier nochmal:

https://www.eiab.eu/index.php?index=47

juniper.... 9.7.2018, 15:20 

Guter Hinweis übrigens, dass man sich beim Zählen des Kauens irgendwie wieder vom Geschmack des Essens ablenkt.

Katinka4... 9.7.2018, 15:28 

Ich denke, dass es bei allen Übungen zur Achtsamkeit, darum geht etwas ganz bewusst zu machen. Sich auf eine Sache zu konzentrieren. Sich bewusst machen, wie geht es mir in diesem Augenblick, wie fühlt sich das Essen jetzt für mich an, seinen Weg soweit als möglich zu spüren.
Aufmerksam sein, welche Gedanken hochkommen und sich wieder dem Essen zuwenden.
Den Autopiloten möglichst komplett abschalten.

juniper.... 9.7.2018, 15:48 

Worum es bei Achtsamkeit geht ist mir schon klar.

Meine Frage bezog sich darauf, ob jemand Erfahrungen gemacht hat wie sich das in Bezug aufs Essen auswirkt.. Mehr so die Auswirkungen falls es jemand probiert hat.

Katinka4... 9.7.2018, 16:02 

Mir hilft es dabei meine Sattgrenze immer wieder zu finden, und auch meine Essanfälle zu reduzieren. Allein das in mich hineinhorchen hat da schon positive Auswirkungen. Um auf das Beispiel des Kauen zurückzukommen, ist es doch auch schon achtsam zu erkennen, dass 30 mal Kauen nicht bei allen Lebensmitteln möglich ist. Und sich nur auf einen Aspekt einer Mahlzeit zu konzentrieren nicht auch?
Ich finde es oft schwierig eine ganze Mahlzeit achtsam zu essen. Und insbesondere wenn ich in Gesellschaft esse.

juniper.... 9.7.2018, 16:17 

"meine Sattgrenze immer wieder zu finden"

Klingt schonmal gut.

"Ich finde es oft schwierig eine ganze Mahlzeit achtsam zu essen. Und insbesondere wenn ich in Gesellschaft esse."

Danke für diesen Kommentar. Das stelle ich mir nämlich auch schwierig vor.

Katinka4... 9.7.2018, 16:42 

Als Buch dazu hat mir ganz gut gefallen,
Schlank durch Achtsamkeit von Ronald Pierre Schweppe...
Außerdem habe ich letztes Jahr einen MBSR Kurs gemacht, da sich die Achtsamkeit meiner Meinung nach, nicht nur auf das Essen beziehen lässt.

juniper.... 9.7.2018, 18:38 

In das Buch werde ich reinlesen.

Und klar ist Achtsamkeit nicht nur aufs Essen anzuwenden. ich dachte nur, alles andere wäre hier nicht so am richtigen Platz.

Wo hast du denn den Kurs gemacht, falls du das sagen möchtest und kannst du das weiter empfehlen? Kosten?

chrisNo66 9.7.2018, 18:53 

30mal kauen - wäre für einige meiner Kollegen bestimmt keine schlechte Idee... Ich bin immer wieder verwundert, wie man innerhalb von 5 Minuten eine dreigängige Mahlzeit verputzen kann, ohne zwischendurch mal einen Moment aufs Reden zu verzichten.

Esse ich "achtsam"? Keine Ahnung. Aber ich esse gerne. Das bedeutet, ich folge dem Zusammenspiel von Aromen und Textur und verlasse im Idealfall den Tisch mit einem breiten zufriedenen Grinsen.
Da ich dabei die Umwelt mehr oder weniger komplett ausblende, muss die Gesellschaft um mich herum halt 'ne Weile auf mich verzichten.

laura90 9.7.2018, 19:23 

ich esse zum Beispiel in 90% der Fälle am Tisch. Außerdem gucke ich dabei keine Serien oder spiele mit meinem Handy. Ich esse wirklich ganz bewusst mein Essen. Ab und zu lese ich währenddessen etwas in der Zeitung. Im Bett esse ich nur wirklich extrem selten, außer ich bin krank oder es ist mal eine Ausnahme, wie klischeehaftes Pizza essen bei nem Film in Gesellschaft. Während des Gehens esse ich sowieso niemals. Also ich verzichte auf das essen to-go. Dadurch esse ich wesentlich bewusster und merke sofort wenn ich satt bin. Und das ist ziemlich einfach umzusetzen.

Katinka4... 9.7.2018, 19:28 

Der Kurs war von einem privaten Coach ging über acht Wochen und hat ca. 350 Euronen gekostet. Die Kurse werden aber auch bei der VHS oder Bildungsvereinen angeboten. War super spannend, hat viel gebracht, aber auch weitere Fragen aufgeworfen...

Monika65  10.7.2018, 09:02 

laura90: "ich esse zum Beispiel in 90% der Fälle am Tisch. Außerdem gucke ich dabei keine Serien .." Und ich mache das sehr gerne, wenn ich alleine bin. Gerade komme ich ins Überlegen, warum das so ist... vielleicht, weil ich dann unbewusst die Gesellschaft beim Essen vermisse? Und wenn ich den Gedanken weiterspinne, dann heißt das vielleicht, dass bei einem Essen, wie ich es genieße, meine ganze Achtsamkeit nicht nur dem Essen gilt, sondern auch meinem/n Gegenüber? Vielleicht auch dem hübsch gedeckten Tisch? Der ganzen Atmospäre halt. Essen ist nämlich mehr als nur Nahrung zwischen die Zähne zu schieben und so und so oft zu kauen.
juniper, wie du siehst, wirkt der Thread schon :) Ich denke nach, bin "achtsam".

tortensc... 10.7.2018, 10:06 

30mal kauen bei Klarer Suppe macht das besonders viel Spaß;D

Es geht dabei wohl auch darum weilang das Essen im Mund bleibt. Also Suppe oder Brie kaut man ja meistens gar nicht oder wenig. Aber ich bewege sie dennnoch einen Moment durch den Mund. Dadurch schmeckt man doch erst. Und die Verdauung fängt doch bekanntlich auch schon im Mund an. Also ordentlich Einspeicheln;D

Allerdings esse ich manchmal auch so nebenbei... Das würde ich jetzt auch nicht überbewerten.

Im Bett? habe ich eigentlich noch nie gegessen?!

"Und ich mache das sehr gerne, wenn ich alleine bin. Gerade komme ich ins Überlegen, warum das so ist... vielleicht, weil ich dann unbewusst die Gesellschaft beim Essen vermisse?2

Hier ich auch. Wahrscheinlich ist das so. Ich muss mich am Tisch nicht unterhalten. Aber an den Esstisch setze ich mich nicht alleine...

8firefly8 10.7.2018, 10:43 

Wenn ich allein bin, vor allem längere Zeit, dann esse ich auch in der Küche auf dem Boden sitzend, mit Videos, Spielen oder ähnlichem Ablenkungszeug zur Unterhaltung. Essen verliert da zunehmend seinen Reiz für mich, es ist quasi egal was ich esse so lange es seine von mir gesteckten Funktionen erfüllt. Das ist besonders dann praktisch, wenn ich abnehmen möchte!
Ist mein Partner da, essen wir gemeinsam am Tisch (vor dem Fernseher), unterhalten uns, haben Teelichter an und Servietten in Gebrauch, manchmal auch etwas Blumendeko. Die Teller sind dann hübsch dekoriert bzw. angerichtet, oftmals bereiten wir auch extra ein Dessert zu (an 5 von 7 Wochentagen). Letzteres zählt sicherlich zu achtsamem Essen im weiteren Sinne, aber so esoterisch wie im Link von dir, juniper, ist es natürlich nicht. Achtsamkeit beginnt bei mir aber schon beim Einkaufen und wenn ich mal wieder zufrieden feststelle wie voll mein Kühlschrank und wie dankbar ich dafür eigentlich bin. Ausbaubedarf sehe ich bei mir nur darin, dass ich manchmal noch etwas naschen möchte (süß oder salzig) obwohl ich eigentlich satt bin (passiert aber NUR in Gesellschaft, bin ich allein ist das Essen alle und das Thema ist durch - da geht es mir also wie Katinka411). Da würde sicherlich so ein "Essen ist beendet" Ritual helfen. Für diese Erkenntnis brauch ich aber definitv kein Seminar besuchen ;)

tilflieg... 10.7.2018, 13:56 

"essen wir gemeinsam am Tisch (vor dem Fernseher), ... Letzteres zählt sicherlich zu achtsamem Essen im weiteren Sinne"
Ich bin kein Spezialist in Achtsamkeit, aber Essen vor dem Fernseher denke ich zählt nicht so richtig zur Achtsamkeit, auch nicht im weiteren Sinn.

juniper.... 10.7.2018, 14:03 

eine Menge Gedanken Futter... mehr heute abend wenn ich wieder PC habe. nicht nur handy.

paeonia 10.7.2018, 14:20 

Essen vor dem Fernseher zählt überhaupt nicht zum achtsamen Essen.

Monika65  10.7.2018, 18:38 

Wie so oft, sollte man vielleicht einen Begriff erst mal definieren, bevor man darübr diskutiert. Die ganze Zeit denke ich hier, da stimmt doch was nicht, mein Essen bekommt definitiv genug Achtsamkeit=Aufmerksamkeit, auch wenn ich damit vor dem Fernseher sitze oder mich mehr auf mein Tischgegenüber konzentriere als auf die Salatblätter auf meinem Teller... ihr wisst, was ich meine... Deshalb habe ich jetzt mal Definitionen gegoggelt, und z.B. nach dieser Seite:
https://dfme-achtsamkeit.de/was-ist-achtsamkeit-wirkung/ denke ich, man sollte den Begriff "Achtsamkeit" gar nicht auf das Essen anwenden, sondern auf Menschen, und zwar auf Andere und auf sich selbst.

juniper.... 10.7.2018, 18:44 

Danke für das gesamte Feedback bisher.

firefly, die Seite ist von einem buddhistischen Kloster. Ich glaube die würden sich verbitten als "Esoterik" bezeichnet zu werden. Auf der Seite gehts auch nicht ums Abnehmen. Das Essen ist da nur als Teil der klösterlichen Lebenspraxis mit aufgeführt, aber beim Lesen der Seite dachte ich mir, ich würde gerne mal mit Leuten drüber reden, die diesen Aspekt schwerer gewichten, also hier.

Ansonsten muss ich sagen, dass ich seltenst am Tisch esse. Eh jetzt einer schreit, wie unachtsam - am Tisch essen hat für mich extrem negative Konnotationen. Weil in meiner Herkunftsfamilie am Esstisch IMMER Zank und Streit war. Gemütliches Sonntagsfrühstück? Never ever. Entspannte Familienmahlzeiten? Soweit ich mich erinnern kann keine einzige. Das war alles immer ein (emotionales) Minenfeld bei den Mahlzeiten. Ab einem gewissen Alter hab ich mich dann hinterher in die Küche geschlichen, wo ich alleine essen konnte. Und zwar in Ruhe! Nur - der Esstisch nebendran war ja exakt der mit den negativen Assoziationen. Also hab ich im Stehen gegessen. Aber nicht hastig reingeschaufelt, sondern in Ruhe. Das hab ich beibehalten.

Fernsehen würde ich jetzt auch nicht unbedingt als achtsamen Essen förderlich sehen. Wieso allerdings eine Unterhaltung mit Anwesenden erlaubt ist, aber der Chat am PC nicht, das will mir nicht in den Kopf. Im Gegenteil, wenn ich am PC bin hab ich ja noch die Freiheit, meine Aufmerksamkeit zwischen Chat-Partner (ich rede jetzt nicht von video-Chat) und Essen hin und her zu verlagern wie es mir passt. Wenn ich mitten im Satz abbreche um mich mehr meinem Essen zu widmen wird der Gesprächspartner eher angezickt sein.

monika, ist doch prima wenn es noch jemand hilft ausser mir. Dass Essen am Tisch für mich immer noch sehr emotional angespannt ist ist mir auch erst heute durch die posts klar geworden.

juniper.... 10.7.2018, 18:50 

Monika, oh, upps, mein Fehler.

Für mich ist ganz klar, dass "Achtsamkeit" (im englischen: awareness) aus dem Kontext der buddhistischen Aufmerksamkeit oder religionsneutral aus der modernen Medizin kommt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Achtsamkeit_(mindfulness)

Danke für den Hinweis, dass für viele Leute dieser Kontext nicht so automatisch geläufig ist.

juniper.... 10.7.2018, 18:54 

Awareness oder Mindfulness im Englischen

Monika65  10.7.2018, 19:05 

juniper...: "oh, upps, mein Fehler. " Nein, ach, wieso? Ich wollte dich auch gar nicht kritisieren.

juniper.... 10.7.2018, 21:43 

Keine sorge, ich hab das nicht als Kritik verstanden. Der Hinweis, dass für viele meine Frage nicht so ganz einfach in den richtigen Kontext einzuordnen war, war schon berechtigt.

Monika65  10.7.2018, 21:59 

Darauf hab ich gar nicht hingewiesen, aber egal jetzt.

KeepWeig... 11.7.2018, 05:36 

"Ich denke, dass es bei allen Übungen zur Achtsamkeit, darum geht etwas ganz bewusst zu machen. Sich auf eine Sache zu konzentrieren. Sich bewusst machen, wie geht es mir in diesem Augenblick, wie fühlt sich das Essen jetzt für mich an, seinen Weg soweit als möglich zu spüren.
Aufmerksam sein, welche Gedanken hochkommen und sich wieder dem Essen zuwenden.
Den Autopiloten möglichst komplett abschalten."

Schön ausgedrückt. Und ich glaube nicht, dass damit gemeint ist sich auf das Zählen zu konzentrieren ;-)

KeepWeig... 11.7.2018, 05:36 

...also wie oft man was kaut.

juniper.... 11.7.2018, 07:58 

das mit dem zählen war ja nicht meine Idee. den Hinweis darauf hab ich als wörtliches Zitat aus der im ersten post verlinkten Seite übernommen. dass es sich nicht darin erschöpft ist eine andere Sache.

8firefly8 11.7.2018, 09:03 

gut, jeder definiert achtsamkeit für sich. ich hatte ja nun nicht nur geschrieben, dass wir vor dem fernseher sitzen, sondern uns auch unterhalten. der fernseher läuft nebenbei, die aufmerksamkeit gilt uns beiden und zweitranging dem essen, erst viel später danach dem fernseher. aber ok, wenn das keine achtsamkeit ist, dann eben nicht.
dem wikipedia-artikel entnehme ich folgende stichpuntke:
auf die Gegenwart orientiertes Bewusstsein
sich auf den gegenwärtigen Moment bezieht
absichtsvoll
möglichst konstante Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments
...das trifft eigentlich alles zu. gut, die wahrnehmung der eigenen inneren emotionen bezogen auf's essen fällt weg. also keine achtsamkeit ;D

ist aber wirklich interessant wo da (von jedem einzelnen) die grenzen gezogen werden.

8firefly8 11.7.2018, 09:08 

ESOTERIK:
"In der Wissenschaft haben sich zwei grundlegend verschiedene Verwendungen dieser Bezeichnungen etabliert:

Die Religionswissenschaft beschreibt und klassifiziert verschiedene Formen religiöser Aktivität, die sie als Esoterik zusammenfasst.
Die Geschichtswissenschaft befasst sich hingegen mit bestimmten Strömungen der westlichen Kultur, die gewisse Ähnlichkeiten aufweisen und historisch miteinander verbunden sind.

Im populären Sprachgebrauch versteht man unter Esoterik vielfach Geheimlehren. Ebenfalls sehr gebräuchlich ist der Bezug auf höhere Erkenntnis und auf Wege, welche zu dieser führen sollen."

juniper, meine kenntnisse zum buddhismus sind in so fern hinreichend, als das ich den buddhismus der obenstehenden erläuterung zuordnen würde, vor allem was die suche nach etwas höherem, spirituellem betrifft. aber ich verstehe, was du mir sagen wolltest! :) die verwendung des wortes sollte auch weniger abwertend sein, als es vielleicht rübergekommen ist.

ga2016 11.7.2018, 09:41 

Hallo zusammen...
hier so meine Erfahrungen und Ansichten zu Thema bewußt/achtsam/aufmerksam essen. Als ich mich vor ein paar Jahren bei einem Umzug "erwischt" habe, dass ich beim Hochlaufen in den ersten Stock auf der Treppe eine Quarktasche verdrückt und nebenbei Kaffee getrunken habe, habe ich gedacht "Stopp - wenn du dir nicht einmal 30 min Pause für Essen/Ausruhen (egal ob dann mit Buch, Radio....) gönnen kannst läuft etwas schief. Seither mach' ich konsequent 30 min Mittagspause, egal wie viel Arbeit anliegt, mit Konzentration auf "Das Essen auf einen schönen Teller, nicht aus der Tüte, die Tasse oder das Glas passend zum Teller usw."-macht auch nicht wesentlich mehr Arbeit und durchbricht die Arbeitshektik.
Essen auf der Straße war bei unseren Kriegs und Nachkriegs geprägten Omas verpönt: "Das tun nur Angeber, die zeigen wollen, dass sie etwas zum Essen haben".
Einige moderne Fitness-Coaches und Ernährungsberater haben ja durchaus nachvollziehbar aufgezeigt, dass die Nahrungsmittelindustrie häufig die Produkte sämig, cremig usw. macht, damit man ein angenehmes Gefühl im Mund hat, rasch schluckt und die nächste Portion verdrückt (=kauft...) bevor man auf sein Hunger- bzw. Sättigungsgefühl achtet. Eine "Takt beim Kauen" kann ich mir persönlich nicht vorgeben, das wäre für mich keine Pause mehr, sondern Gängelei und bei meiner Leibspeise Quark/Joghurt auch ...naja... seltsam.
lg Gitte

juniper.... 11.7.2018, 21:49 

Ja, das Food-Design ist nochmal ein Thema für sich.

Eine Ausnahmesituation wie einen Umzug würde ich allerdings auch nicht überbewerten, wenn da die Achtsamkeit auf der Strecke bleibt. Obwohl es natürlich eine geniale Sache ist, wenn man selbst in einer solchen Situation es schafft, "im Moment" zu bleiben.

Monika65  12.7.2018, 10:50 

"im Moment zu bleiben" könnte aber auch heißen, sich voll und ganz dem Umzug (oder was auch immer) zu widmen, die Nahrungsaufnahme nicht überzubewerten, zu sehen, dass die Welt auch nicht untergeht, wenn ich tatsächlich mal aus der hohlen Hand esse (oder vor dem Fernseher) - es ist wirklich nur meine ganz persönliche Ansicht, aber ich will der Nahrungsaufnahme gar nicht so eine besondere Aufmerksamkeit schenken, dafür esse ich viel zu gerne und wenn ich mit viel Zeit an schön gedecktem Tisch und in netter Gesellschaft mich voll dem Essen widme - esse ich noch mehr. :-) Aber das soll jetzt wiederum keine Kritik sein, ich weiß schon, was ga2016 und Andere meinen.

KeepWeig... 12.7.2018, 15:05 

Ich finde gerade bei hochkalorischen Lebensmitteln oder auch Genussmitteln sollte man sehr achtsam damit umgehen und sich dem Teil so richtig widmen, dieses zu genießen. Z. B. einen süßen cremigen Sahnejoghurt oder ein Stück würzigen alten Käse mit einem Glas Rotwein. Da bin ich immer voll und ganz im Moment.
So eine Möhre kann man auch mal gut so nebenher knabbern, wenn man es denn braucht nebenher was zu knabbern.
Schlimm, wenn man aufgegessen hat und nicht mal bemerkt hat wie schnell das ging. Ist bei mir bei Spaghetti immer so gewesen, weil die rutschen runter wie Öl.
Ich mag in Gesellschaft total gerne begleitendes Essen. Das heißt sich nicht, sich den Teller voll packen und auffuttern sondern über einen längeren Zeitraum kleine Köstlichkeiten zu genießen. Kann man aber nur machen wenn man nicht gerade richtig hungrig ist.

Wichtig finde ich auch die Achtsamkeit in Bezug auf die Lebensmittelwahl. Nicht den Kühlschrank aufreißen, sich das erst Beste schnappen, auffuttern und gut. Sondern sich vorher genau bewusst machen, auf was habe ich (mein Körper) jetzt gerade richtig Appetit. Eher was salziges, oder brauch ich jetzt was kohlenhydratlastiges??? Ganz bewusst wählen und bewusst essen.
Gier beim Essen ist meist der erste Schritt zu einer Zunahme.

KeepWeig... 12.7.2018, 15:09 

...unter Achtsamkeit verstehe ich auch zu überprüfen, ob ich jetzt Hunger oder Appetit habe.

juniper.... 12.7.2018, 15:18 

Oh ja, bewusst auswählen ist der Anfang. Und nach Möglichkeit nicht so lange das Essen aufschieben bis man wirklich nur noch nach allem grabscht was einem in die Finger gerät weil man vor niedrigem Blutzucker nicht mehr geradeaus gucken kann.

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