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Yubidooh

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Kategorie: Ernährung (7.1.2018)

... Selbst wenn ihr erst einmal zunehmen müsst, um wieder zu eurem Gleichgewicht zu finden, bedeutet das nicht, dass ihr euch aufgebt. Mentale Gesundheit ist genauso wichtig wie physische. Mir jedenfalls hat es sehr gut getan, weniger über Essen nachzudenken und bei kleinen Gewichtsfluktiationen (mein BMI befindet sich jetzt seit fast 3 Jahren zwischen 20 und 21, im Winter meist ein/zwei kg mehr als im Sommer) nicht sofort zu verzweifeln.

Mein Rat wäre also, dass ihr eure Ziele verfolgt, euch dabei aber darauf besinnt, dass es wirklich Wichtigeres im Leben gibt, als dem aktuellen Schönheitstrend und der medialen Idealvorstellung von Fitness hinterherzuhecheln. Auch super fitte, super schlanke Menschen haben Probleme. Kalrienzählen kann eine wunderbare Hilfe sein, sich gesünder zu ernähren und seine sportlichen Ziele zu verfolgen, aber nur, wenn die Einhaltung eurer Ziele nicht an euren Selbstwert gebunden ist. Unsere Körper sind mehr auf unserer Seite als wir ihnen zutrauen, wir haben nur durch die externen Richtlinien, die ständid an uns herangetragen werden, den Kontakt zu ihnen verloren.

Ich wünsche euch ein schönes Jahr 2018!
Eure yubi

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tortensc... 8.1.2018, 10:16 

Yubidooh ist mal wieder hier.
Schön zu hören das es dir gut geht.

SisterSi... 8.1.2018, 10:38 

Liebe Yubidooh,

ich erinnere mich an dich! Ein gutes, neues Jahr wünsche ich Dir.

Ich hab mich vor ein paar Tagen erst gefragt, wie es dir wohl geht, nachdem ich mich an deine Essanfall-Diskussion erinnert hatte. Schön zu hören, dass du aus dem Essanfälle-Kreislauf ausbrechen konntest und dass es dir besser geht.

Das Intuitive Eating Buch klingt interessant - ich schaue mal rein, sobald ich bei einem normalen BMI angekommen bin. Bei mir klappt es sonst bisher nicht so toll, ich bin jetzt ziemlich genau bei meinem Startgewicht von 2015 angekommen, nachdem ich lang nicht mehr gezählt habe und im letzten Sommer radikal in drei Wochen 8 Kilo abgenommen hatte. Die sind wieder drauf und haben ihre Freunde mitgebracht. Im Moment brauche ich die Kontrolle also noch/wieder und ich weiß nicht, ob ich je wieder damit aufhören darf/soll/kann, ohne wie du es beschreibst, innerhalb kürzester Zeit wieder 5kg zuzunehmen.

Mein Gewicht ist definitiv mit meinem Selbstwert verknüpft, ich denke so geht es den Meisten. Ich kenne dieses Gefühl des "sich als Versager"-Fühlens: Alle Anderen hier haben so tolle Erfolgsgeschichten und schaffen es ja auch! Manchmal geht es definitiv so weit, dass ich das auch auf andere Lebensbereiche übertrage. Ich glaube dann, dass ich sowieso nichts durchziehen kann, keine Disziplin habe, faul und minderwertig bin.

Nur: Leute präsentieren sich halt auch ein bisschen. Diejenigen, bei denen es gerade nicht läuft, ziehen sich eher zurück und nutzen fddb dann eben ein paar Wochen nicht, oder tragen ihren Essanfall halt nicht ins TB ein, was weiß ich.

Egal, ich will jetzt nicht "Debbie Downer" sein. Ich freue mich wirklich, dass es dir gut geht und du dich nochmal meldest.

Reena G 8.1.2018, 10:41 

Jaaaaah !!! Ich kann dir nur zustimmen. Ich musste 62 Jahre alt werden, um zu dieser Erkenntnis zu kommen. Allerdings war ich meine ersten 45 Lebensjahre schlank und habe damals zumindest zeitweise intuitiv gegessen. Dahin versuche ich jetzt zurück zu finden.
Gutes und entspanntes neues Jahr!
Grüße Reena

Yubidooh 8.1.2018, 10:49 

Direkt bekannte Namen! :) Schön von euch zu lesen.

SisterSinister, ich würde mal die These in den Raum werfen, dass es genau der Versuch sein kann, sich zu kontrollieren, der dazu führt, dass man immer wieder die Kontrolle verliert. "Binge-Restrict-Cycle". Ist man mit Sicherheit anfälliger für, wenn der Selbstwert von der Einhaltung der Kontrollmaßnahmen abhängt. Ich glaube, vielen Männern fällt es leichter, Diäten einzuhalten, weil sie noch nicht ganz so sehr unter dem Schlankheitsdruck leiden wie wir.

tortensc... 8.1.2018, 12:14 

Ich weiß auch mit meinem paar kilos zuviel das ich ne "Hübsche" bin, ohne jetzt eingebildet klingen zu wollen. Dieses Problem habe ich gott sei dank nicht. Umgekhert fand ich mich früher mit ca 20kg weniger trotzdem zu dick weil viel andere 20jährige eben noch ein bisschen schlanker waren... Und meine Figur halt" weiblich" ist.
Heute finde ich das eigentlich ganz schön aber son paar Kilo weniger wären schon nett.
Aber offensichtlich ist es mir auch nicht wichtig genug und so bleibts beim gewicht. aber immerhin ich nehme nicht mehr zu.

juniper.... 8.1.2018, 12:42 

ach, hier gehts ja noch weiter :-)

So eine Art intuitives Essen ohne Zählen ist ja auch mein Ziel, allerdings möchte ich schon noch was los werden (bin allerdings bei BMI 24,5, da darf ich das auch).

Gaaanz wichtig - man (und frau!) besteht ja nicht nur aus Aussehen hinsichtlich Selbstwertgefühl. Auch wenn Medien etc. das gerne darauf reduzieren möchten.

Yubidooh 8.1.2018, 12:58 

Juniper, schön von dir zu lesen.

Ja! Defintitiv. Für mich war es ein großer Punkt, meine Familie hat da schon früh den Grundstein gelegt. Ständig ging es darum, wer wie hübsch war. Aber Ernährung ist eine solche Ersatzreligion geworden, dass man auch gern Probleme in anderen Lebensbereichen, von denen man nicht weiß, wie man sie angehen soll, mit einer Fixierung auf den eigenen Körper oder die Ernährung überdeckt - ist bei mir zumindest unbewusst so gewesen. Und auch wenn ich heute selbstkritischere Tage in Bezug auf meinen Körper habe, ist das eher ein Hinweis, dass ich auch woanders nicht im Gleichgewicht bin.

Diese Idee, zuerst noch abzunehmen und dann ins intuitive Essen zu starten, kann nach hinten losgehen, denn je mehr man sich einschränkt, desto eher wird man das Bedürfnis haben, über seine Sättigung hinaus bzw. ohne Hunger zu essen, wenn die Abnahmephase vorbei ist. Es braucht die Kontrolle zuerst nicht unbedingt. Und man wird sich der negativen Auswirkungen oft erst bewusst, wenn es zu spät ist.

Radley 8.1.2018, 13:51 

Willkommen zurück, Yubidooh!
an dich erinnere ich mich, weil du eine Vielschreiberin im positiven Sinn warst.
In deinen heutigen vier Beiträgen erklärst du ziemlich viel...
aber warum du nun wieder hier gelandet bist, habe ich nicht ganz verstanden.

juniper.... 8.1.2018, 14:19 

"Diese Idee, zuerst noch abzunehmen und dann ins intuitive Essen zu starten, kann nach hinten losgehen, denn je mehr man sich einschränkt,"

Äh, nein. so war das nicht gemeint.

Ich schränke mich ja nicht gross ein sondern versuche auf 80 - 90 % zu kommen. Mit möglichst intuitiver Auswahl plus weiterhin zählen zur Kontrolle. Insofern wird die Abnahmephase nahtlos ins Halten übergehen (nur dass ich dann eben 100 % essen kann). Was ich meinte war, dass ich sobald das Zielgewicht erreicht ist, mir Gedanken machen werde wie ich das Zählen sein lassen kann. Wenn ich derzeit eben mal bei 120 % lande, so what, ist auch o.k., es darf nur nicht zu oft passieren.

juniper.... 8.1.2018, 14:20 

Und das mit essen als neuer Religion seh ich bei manchen durchaus so. Kann man machen, halte ich aber nicht für sinnvoll. Muss aber jeder selbst wissen. Bei mir ist der Religions-Slot aber schon anderweitig besetzt ;-) insofern taugt Essen für mich nicht als Religion.

Yubidooh 8.1.2018, 14:23 

Hi Radley,
ich wollte mal wieder von mir hören lassen, nachdem ich als "Vielschreiberin" doch mit einigen Leuten hier einen intensiveren Austausch gepflegt habe und mein letztes Lebenszeichen ja in eine ungewisse Zukunft verwies. Außerdem denke ich, dass sich vielleicht jemand in meinem Geschreibsel wiedererkennt. Da ich sehr froh bin, nicht mehr in diesen Strukturen gefangen zu sein, dachte ich, es könnte eventuell jemandem zeigen, dass es auch andere Wege gibt, der das gerade gut brauchen kann. Das ist alles. Schreibe kein Tagebuch oder sonstwas.

Yubidooh 8.1.2018, 14:29 

Juniper, ich glaube, ich habe das schon verstanden, aber ich habe auch nur ein 20% Defizit gehabt. Es kommt nicht so sehr darauf an, was man macht, sondern darauf, wie entspannt man damit umgehen kann. Wenn du dich wohlfühlst, ist ja alles in Ordnung. Nur kann es leider passieren, dass man merkt, dass man nicht einfach von Abnahme zu Halten übergehen kann, weil dann Essanfälle und das Bedürfnis, über 100% hinauszuessen, kommen. Aber das muss keine Prophezeiung für dich sein. Du machst das ja auch alles schon ein Weilchen und denkst, dass du dich gut einschätzen kannst.

fabmari 8.1.2018, 15:28 

Ich möchte ja niemanden zu nahe treten,aber wenn ich von all den Frauen lese die 52-55kg wiegen wollen und schon älter als 20sond,dann stelle ich mir immer die Frage wie dünn diese Frauen sind und ob sie nur Sport treiben und nur süß essen? Haben diese Frauen dann einen ordentlichen durchtrainierten Körper oder sind sie einfach nur ohne Fettdepots ?Wie gesagt ich wundere mich immer nur.In meinem Umfeld sind 2Frauen besonders schlank und ich finde sie sehen immer irgendwie fertig aus und es weckt in mir nicht das Gefühl der Bewunderung,eher das Mitleid.Ich weiß dass es verdammt schwer ist zu verzichten und das es viel Disziplin verlangt auf einen BMI von 20 zu kommen,aber ich finde der objektive Blick im Spiegel hilft mir persönlich mehr.Was nutzen mir 55kg bei 1,60m wenn sich die Wangenknochen deutlich abzeichnen und der Hals Falten schlägt,nichts.Deshalb frage ich mich wie sehen Frauen dann so aus ? Gegen sportlich durchtrainiert mit Muskeln ist ja nichts zu sagen,aber abgemagert und verhungert finde ich dann sehr unschön.Allen die das erkennen und die Kraft finden da raus zu kommen,kann ich nur beglückwünschen.

tortensc... 8.1.2018, 15:31 

Wie verhält es sich sonst. Machst du noch gerne Sport?

Madame J... 8.1.2018, 15:51 

Oh ja, erst durch den Hinweis habe ich gemerkt, dass der Thread hier weitergeht ... ich hatte bei der Flut von Freischaltungen nicht gemerkt, dass hier noch ein weiterer Teil kommt. Vielen Dank auf jeden Fall für Deine Rückmeldung, Yubidooh! Es macht mir viel Mut, von jemandem zu lesen, der sich erfolgreich vom Teufelskreis Diät vs. Essanfall lossagen konnte. Wie schön, dass Du Dich hier erneut meldest!

"Es kommt nicht so sehr darauf an, was man macht, sondern darauf, wie entspannt man damit umgehen kann. (...) Nur kann es leider passieren, dass man merkt, dass man nicht einfach von Abnahme zu Halten übergehen kann, weil dann Essanfälle und das Bedürfnis, über 100% hinauszuessen, kommen."

Kann ich genau so unterschreiben. So sehr ich es auch anders lernen und sein lassen wollte, bei mir war es nach jeder Phase des Kaloriendefizits so, dass eine Phase der Völlerei folgte (und ich meine hiermit die gängige 80 %-Regel, also nix von wegen Crash-Diät). Ich dachte immer, es wäre eine bloße Kopfsache und es müsste einfach "klick" machen, aber mittlerweile habe ich verstanden, dass es zu einem großen Teil eine "Gefühlssache" ist bzw. dass es hier um Emotionen geht, mit denen ich offensichtlich momentan anders noch nicht umgehen kann als mit Essen. Und diese Emotionen sind nicht nur "negativer" Natur (= Frust, Langeweile usw. usw.), sondern überwiegend das genaue Gegenteil (= Gefühl der Freiheit und der Gemütlichkeit, Geselligkeit auf einer Feier usw.).

Ich glaube, es war Maria Sanchez, die so etwas in dem Sinne sagte: "Es geht nicht um das Essen an sich, sondern um das gute Gefühl, das es auslöst."

juniper.... 8.1.2018, 15:52 

"Nur kann es leider passieren, dass man merkt, dass man nicht einfach von Abnahme zu Halten übergehen kann, weil dann Essanfälle und das Bedürfnis, über 100% hinauszuessen, kommen. Aber das muss keine Prophezeiung für dich sein."

Da muss ich jetzt doch etwas schmunzeln - mit 50+ Jahren und eine der wenigen Frauen, die noch nie eine Diät gemacht haben (das hier ist Ernährungsumstellung, keine Diät) halte ich das tatsächlich für eher unproblematisch bei mir.

Grundsätzlich ist der Hinweis jedoch berechtig. Sicher gibt es viele, die in diese Falle tappen. Und angeblich sind Essstörungen bei Frauen über 40 in der Tat auf dem Vormarsch - früher waren es fast ausschliesslich junge Frauen/Teenager/Anfang 20, inzwischen erwischt es auch Frauen kurz vor oder in den Wechseljahren und Männer ebenfalls (hier wohl eher die jüngeren). Vielleicht ändert sich das ja auch noch.

juniper.... 8.1.2018, 15:55 

Ach ja - was ich bei mir aufgedröselt habe ist in weiten Teilen das essen aus emotionalen Gründen, was mir noch fehlt ist die Strategie mit Essen in Gesellschaft umzugehen wenn eben nur das ungesunde Zeug da steht. so lange es noch gute Alternativen gibt ist auch das inzwischen problemlos. Und BMI 21 hab ich eh nie angestrebt, insofern komme ich da wahrscheinlich schon aus einer recht guten Position.

Madame J... 8.1.2018, 15:56 

Und unterscheiden muss man hier ganz klar zwischen denjenigen unter uns, für die Essen weitaus weniger emotional besetzt ist und denen wie mir, bei denen es gewichtstechnisch seit vielen Jahren rauf und runter geht.

Juniper, wenn ich es richtig verstehe - und korrigiere mich gerne, wenn ich falsch liege - hast Du damals dadurch zugenommen, dass Du über einen längeren Zeitraum über Deinen Bedarf gegessen hast - dies aber ohne regelmäßige Essanfälle. Ich denke, da ist das mit dem Kalorienzählen eine ganz andere Sache.

Yubidooh 8.1.2018, 16:49 

Ich sehe Kalorienzählen mittlerweile als Diät wie jede andere bewusste Einflussnahme auf die Ernährung, bei der Nahrungsaufnahme rational gesteuert und nicht auf Signale des Körpers abgestimmt wird. Ich weiß, du wirst mir sagen, dass du ja genau das tust, juniper. Und ich glaubs dir. Aber das zu verbinden, schaffen nicht alle. Da kommt der Faktor Psyche ins Spiel. Und oft fehlt das Bewusstsein darüber, dass das Hören auf den Körper überhaupt nötig ist.

Die implizite Frage nach meinem Look finde ich irgendwie lustig, denn genau von solchen Zwängen, wie ich aussehen muss, distanziere ich mich hier ja. Da ein BMI von 19-25 bekanntermaßen gesund ist (auch wenn ich das relativieren würde, der BMI ist mit Sicherheit nicht der einzige und wichtigste Indikator für Gesundheit), würde ich vermuten, dass ich nicht verhungert aussehe. Und das ist ja auch sehr subjektiv. Ich finde, es gibt wunderschöne Menschen mit einem BMI von 19 und mit einem von 26. Und eine Info über einen bestimmten BMI sagt auch niemandem, wie ein Mensch aussieht.

Schnittchen, ich liebe Sport. Mittlerweile mache ich aber keinen mehr, wenn ich müde bin, und folge keinen Imperativen mehr, die mir sagen, wie oft die Woche ich Krafttraining machen muss. Mein Körper signalisiert mir über Zappeligkeit, dass ich mich bewegen will, und ich weiß, dass ich mich am freiesten in meinem Körper fühle, wenn ich sowohl Cardio- als auch Muskeltraining betreibe, weil das mich stark genug sein lässt und mir die Ausdauer verschafft, die dazu führen, dass ich nicht durch körperliche Einschränkungen von irgendwas abgehalten werde, das ich machen will. Davon abgesehen ist Bewegung Balsam für die Seele. Was ich wann mache, mache ich von der situativen Präferenz abhängig, mal ist es nur ein Spaziergang, mal ist es Gerätetraining, mal ein HIIT-Training, mal Step-Aerobic. Also auch hier versuche ich, es intuitiv anzugehen.

Yubidooh 8.1.2018, 16:55 

Emotionales Essen ist an sich auch natürlich und menschlich, sogar Babies tun es. Problematisch wird es erst, wenn Schuldgefühle und Gewöhnung etwas, das eigentlich eine Coping Strategie ist, selbst zum Problem werden lassen. So war es bei mir. Meine Fressanfälle waren nicht nur diätinduziert, sondern auch von emotionalen Triggern ausgelöst. Was hilft, wollt ihr bestimmt nicht hören: Bedingungslose Erlaubnis. Ein einzelner Binge zerstört nicht direkt die Gesundheit. Wenn man ihn sich im Gegenteil erlaubt, nimmt man dieses getriebene Gefühl heraus, das dazu führt, dass man noch viel mehr isst, weil man schnell isst, um vor dem Bewusstsein wegzulaufen, was man gerade tut. Dann kann man sich fragen, warum man das gerade tut. Und wenn man regelmäßig so auf Emotionen reagiert, kann man sich darum kümmern, bessere Coping Mechanismen zu lernen (Therapie, Meditation, ... was immer einem selbst am ehesten hift). Essanfälle zu verbieten macht sie in kritischen Situationen sogar noch anziehender. Die Angst davor kann selbst zu dem emotionalen Trigger werden, der sie auslöst. Wie das Bedürfnis, nur ehemals verbotene Lebensmittel zu essen, nimmt auch das Bedürfnis, sich vollzustopfen, von selbst ab, wenn man es sich erlaubt. Denn dann kann man wieder wahrnehmen, dass es einem nicht guttut, ohne es zuvor zu stigmatisieren.

juniper.... 8.1.2018, 18:27 

Madame J: "hast Du damals dadurch zugenommen, dass Du über einen längeren Zeitraum über Deinen Bedarf gegessen hast - dies aber ohne regelmäßige Essanfälle"

Jo. Könnte man so sagen. mit 22 Jahren 74 kg (moppelig aber nicht wirklich dick), mit Mitte 40 bei 84 kg gewesen. Keine Essanfälle, kein Diät/rauf/runter/rauf. So langsam schleichend halt. Mit gelegentlichem Frust- und Stressessen. Aber eben nicht übermäßig. Insgesamt ein relativ "normales" Essverhalten in jeder Hinsicht. Deswegen sehe ich das für mich auch nicht als so problematisch an. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass für andere sowohl Essen an sich als auch die Zählerei ganz andere Dimensionen annehmen kann. Meine Probleme verarbeite ich halt in anderen Bereichen und auch da nicht immer gut und gesund.

Yubidooh, viele kriegen diese Kurve nicht, schon wahr. Deswegen sage ich ja, Hinweis darauf, dass das ganze ausarten kann ist durchaus angebracht und man sollte schauen ob es einen selbst betrifft. Bzw. das Bewusstsein haben, dass es eben auch in diese Ecke kippen kann. Aber nicht muss.

Man könnte auch argumentieren, dass eine übermäßige (Definition?!) Beschäftigung mit dem Essen heute ja schon als Zeichen für eine Essstörung gewertet wird - insofern könnte man rein vom Zeitbedarf her mir evtl. auch schon eine Essstörung andichten aber inzwischen kann man ja alles als krankhaft definieren - wer länger als 3 Monate um einen verstorbenen engen Angehörigen trauert, kann sich inzwischen auch schon als behandlungsbedürftig depressiv klassifiziert wiederfinden.

Die Tatsache des emotionalen Essens an sich finde ich auch o.k. Es ist halt die Frage, wie es gehandhabt wird und wie stark es ausufert. Gedankenloses Reinstopfengrosser Mengen ist mit Sicherheit die falsche Sache, krachend die Möhre zermalmen wenn man sauer ist auf den Chef oder genüsslich sich eine Rippe Stück Schoko gönnen wenn der Tag eben sch... war eine ganz andere. Und hinterfragen und bei Übermaß andere Strategien finden ist sinnvoll

juniper.... 8.1.2018, 18:28 

Wobei ich auch noch ganz wichtig finde: Schauen wie intensiv das ganze läuft. Wenn es moderat ist kommt man wohl noch selbst damit klar, aber es gibt eben auch Grenzen, wenn die überschritten sind sollte man sich unbedingt fachlich kompetente Hilfe holen.

Monika65  9.1.2018, 09:50 

Danke, yubidooh, für deinen Bericht. Ein wenig erkenne ich mich darin wieder, also nicht bezüglich des Hinterherhechelns eines Schönheitsideals, denn ich möchte eher aus gesundheitlichen Gründen abnehmen, um so schlechter fühle ich mich, dass es mir nicht wirklich gelingt. Das, was du nun geschafft hast, nämlich wieder auf den Körper zu hören und sich an Sättigung und Hunger zu orientieren, schaffe ich aber auch nicht. Dir alles Gute!

Yubidooh 9.1.2018, 09:51 

Juniper, generell stimme ich dir zu. Würde aber noch zu bedenken geben, dass ein Übermaß an Beschäftigung mit Essen genauso wie ein Übermaß an emotionalem Essen einem meist erst bewusst werden, wenn sie schon ernsthafte Probleme sind und sich nur noch durch harte Arbeit an sich selbst gegensteuern lässt. Außerdem wird das ungesunde Übermaß von den Medien gefördert. Letztlich wollen doch auch Ernährungs-, Körperkult- und Fitnessindustrie nur immer mehr Profit machen.
Lebenszeit empfinde ich in unserer Welt als sehr hohes Gut. Ich persönlich bin froh, nicht mehr so viel davon einem eigentlich sehr banalen Thema wie Essen und einem so oberflächlichen wie meinem Aussehen zu widmen.

Yubidooh 9.1.2018, 09:58 

Monika, jeder kann das schaffen. Eventuell aber erst nach einer Legalisierungsphase von allen Lebensmitteln in allen Mengen. Ist alles wirklich erlaubt und das Wissen konnte sacken, verliert darüber hinausessen seinen übergroßen Reiz.
Gesundheit besteht aus so viel mehr als nur dem richtigen BMI. Fitness und psychisches Gleichgewicht sind ebenfalls wichtige Faktoren. Wer den gesunden BMI nur auf Kosten der anderen beiden Punkte erreichen bzw. dauerhaft halten kann, würde eventuell davon profitieren, sich holistischer zu betrachten und das Streben danach (vorerst?) in den Hintergrund treten zu lassen.

paeonia 9.1.2018, 10:47 

at Yubidooh
Danke für deine Ausführungen. Ich habe mich in vielem wiedererkannt.
Bei mir ist es so, dass mir die Psyche sehr oft ein Bein stellt, wenn es
um das Essen geht. Wider besseren Wissens wird dann sehr viel konsumiert.
Allerdings ohne schlechten Gewissens als Folge.
Es ist wohl an der Zeit, dass ich mich darum kümmern sollte, wie ich
mein Seelenkostüm besser zufrieden stellen kann. Ich bin übrigens 75,
154 cm "groß" und momentan 63kg schwer.

Monika65  10.1.2018, 11:10 

Yubidooh, anlässlich deines Berichts habe ich mir erneut Gedanken gemacht, wie das bei mir funktioniert bzw. warum es nicht funktioniert. Ich glaube, es liegt daran, dass es mir nichts bringt bzw. es nicht ausreicht, bezüglich Hunger oder Sättigungsgefühl auf meinen Körper zu hören, ich muss mir tatsächlich Dinge verbieten und sehr viel Willenskraft dazu aufbringen, weil Essen für mich nicht nur Nahrungsaufnahme ist sondern Genuss - trinke ich ein Glas Wein oder esse Schokolade oder Kuchen oder mein geliebtes Baguette mit Käse... mache ich das ja nicht, weil ich Hunger habe, sondern aus Lust am Essen (manchmal auch aus Frust). Dann kommt natürlich das Argument, ja man müsse sich eben Dinge suchen, die genau so Spaß machen, aber das ist nicht so einfach, einem Menschen, der gern Sport macht, bringt es auch keine Befriedigung, wenn er stattdessen Fernsehen soll o.s.ä. Das ist keine Kritik an deinen Äußerungen, ich finde die gut, nur ist es glaube ich, nicht für jeden so klar und logisch umsetzbar.

Yubidooh 10.1.2018, 13:04 

Niemand isst rein rational, Essen ist immer auch Genuss und das ist auch gut so! Wenn man sich genau das gönnt, was man will, und dabei auf seine Sättigung achtet, ist das aber kein Problem. Wenn wirklich alles erlaubt und neutral ist, Schoki genauso eine Option ist wie Salat, will man automatisch vielfältig essen und genießt Quinoa genauso wie Chips, wenn man die gerade wirklich wollte. Es ist alles eine Frage der Umstellung. Anfangs wird man es vermutlich übertreiben, dafür hat man sehr wahrscheinlich eine dauerhafte Balance gefunden, wenn man da mal durch ist. Der Körper will nicht dauerhaft nur Schoki, Pizza und Chips im Übermaß. Nur, solange unsere Psyche uns noch austrickst, weil wir wissen, dass wir da gerade eigentlich etwas "verbotenes" tun, haben wir das Bedürfnis, es damit zu übertreiben. In dem Moment fühlt es sich so hart an, das "böse" Lebensmittel demnächst wieder komplett zu verbieten, dass wir, wenn wir schon "sündigen", denken, dass wir es dann auch so richtig auskosten können. Ab morgen sind wir ja wieder brav. Und so geht das ganze immer wieder von vorn los.
Ich esse heute meist 3 Mahlzeiten und 1-2 Snacks, je nach Hunger. Meistens will ich dann etwas, das gemeinhin als gesund gilt, aber erst, seitdem ich mir erlaubt habe, auch anderes zu wählen. Wenn ich Schoki o.Ä. will, danb lasse ich meist ein bisschen Platz und habe sie als kleines Dessert. Zu Beginn habe ich nur Schokolade zum Frühstück gegessen. Aber das verliert sehr schnell seinen Reiz. Es kostet Mut, aber es funktioniert.

Diese Antwort wurde von Yubidooh entfernt. 10.1.2018, 13:24

Yubidooh 10.1.2018, 13:28 

Intuitives Essen ist auch nicht die Hunger-/Satt-Diät. Reines Genussessen hat da ebenfalls seinen Platz. Nur schmeckt Essen wirklich besser, wenn man auch hungrig ist, und das Bedürfnis, sich in seinem Körper gut zu fühlen, hält es in Grenzen. Man weiß ja, dass man genau das auch haben kann, wenn man wieder Hunger hat. Und isst man darüber hinaus, wird der nächste Hunger später kommen, kleiner sein oder man wird sich bewegen wollen (Kinder nach Zucker Syndrom). So hält sich alles die Waage. Aber es dauert, bis man den Kontakt zu seinem Körper hergestellt hat.

Monika65  10.1.2018, 13:53 

Yubidooh: "Es ist alles eine Frage der Umstellung. Anfangs wird man es vermutlich übertreiben, dafür hat man sehr wahrscheinlich eine dauerhafte Balance gefunden, wenn man da mal durch ist." Das ist vielleicht bei mir der Knackpunkt, dass ich das nicht schaffe, weil das "anfangs übertreiben" , das ja zudem auch länger dauern kann, mir so eine schnelle und relativ hohe Gewichtszunahme beschert, dass ich mir dann zwangsweise wieder etwas verbieten muss (!), damit ich nicht unendlich zunehme. Die Tatsache, dass ich nicht Gewicht halten sondern abnehmen will, macht das Ganze noch schwieriger; bei mir ist die Differenz zwischen Grund- und Gesamtumsatz so gering, dass jedes "Übertreiben" dazu führt, dass ich wieder wochen- und monatelang kämpfen muss. Na ja, ich weiß nicht, ob du mich verstehst bzw. allgemein gesprochen, ob du dir vorstellen kannst, dass es auch Leute gibt, die mit deinem (guten!) Konzept nicht klar kommen?

juniper.... 10.1.2018, 16:43 

was bei der Diskussion um intuitives essen immer zu kurz kommt m.M. nach sind all die Gelegenheiten zu denen man eben NICHT mehr isst. nicht mehr aus frust Ärger Langeweile...

es wird einem aber auch schwer gemacht weil einem ständig essen aufgedrängt wird. und dann meist noch physiologisch sinnloses zeug.

dass man nicht mehr als spassbremse gilt wenn man nicht mit raucht hat sich etabliert. bei Alkohol sind wir noch lang nicht so weit. und beim zuckerzeugs und essen allgemein schon gar nicht.

Madame J... 10.1.2018, 17:15 

Ich kann die "Skeptiker" hier wirklich gut verstehen und kann mich gut hineinversetzen in das Argument "für mich ist das nichts, weil ich schnell die Kontrolle verliere!". Genau das ist aber der Knackpunkt. Kontrolle über (Kalorien-)Zahlen, die einem so leicht entgleitet (Thema: "Sobald ich auch nur ein bisschen mehr esse, ist alles dahin, weil mein Bedarf eh schon so niedrig ist."), Kontrolle über eine Zahl, die auf der Waage angezeigt wird.

Damit will ich nicht bestreiten, dass diese Art der Kontrolle auch wahnsinnig hilfreich und lehrreich sein kann - auch langfristig - und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es Personen gibt, für die es absolut kein Problem ist, über Monate oder gar Jahre hinweg Kalorien zu zählen und damit gut zu fahren. Ich weiß noch von meiner Zeit bei den WW, dass es Teilnehmer gab, die seit vielen Jahren ihr Zielgewicht durch tägliches Punktezählen halten konnten und damit zufrieden waren.

Kritisch wird es dann, wenn diese Kontrolle Überhand nimmt und man krampfhaft versucht, innerhalb seines Budgets zu bleiben. Und zu denen gehöre ich. Seit Wochen habe ich keine Kalorien mehr aufgeschrieben - ganz bewusst nicht - und doch muss ich zugeben, dass ich nie damit aufgehört habe. Im Kopf zähle ich alles noch mit. In meinem Fall ist es wie ein Zwang, und Essen - wie ich mehrmals schon geschrieben habe - oftmals ein hochemotionales Thema. Emotionaler als mir lieb ist.

Übrigens war ich mir früher absolut sicher, dass intuitives Essen für mich auch nicht möglich ist, aus ähnlichen Gründen wie von Monika65 aufgeführt. Und dann noch als insulinpflichtige Typ 1-Diabetikerin? Forget it! Und: Es geht. Es ist für mich holprig und schwierig, aber ich will diesen Weg weiter gehen. Einträge wie die von Yubidooh sind für mich ein Beweis, dass es eben doch möglich ist, zu essen und zu genießen - und zwar ohne externe Kontrolle, die mit meinem Hunger- und Sättigungsgefühl zunächst nichts / wenig zu tun hat.

juniper.... 10.1.2018, 17:29 

irgendwie hab ich das ganze konzept hier offenbar anders verstanden als die meisten. ich esse nicht bis mir die kalorien sagen ende auch wenn ich noch hunger habe. sondern ich esse und beobachte was und wie viel und wann ich satt bin u d wie ich das essen so gestalten kann dass ich a) satt und zufrieden bin ( aber nicht vollgestopft) und b) das budget einhalte. damit bin ich aich öfters drüber aber im grossen und ganzen passt es. ewig will ich das aber auch nicht aufchreiben.

Yubidooh 10.1.2018, 17:34 

Monika, du würdest nicht dauerhaft so viel Essen wollen. Und ja, eine anfängliche Zunahme wäre möglich, auch eine schnelle. Aber danach ginge es dauerhaft in eine gesunde Richtung, ohne dass du dich anstrengen müsstest. Aber ich verstehe, dass das kaum zu glauben ist, wenn man noch im Diät-Hamsterrad steckt.

Yubidooh 10.1.2018, 17:38 

Ja, Juniper, darauf will ich ja die ganze Zeit hinaus: Du scheinst eine der wenigen zu sein, die über das Kalorienzählen den Kontakt zu ihrwm Körper nicht verloren hat. Das ist Glück und auch selten, wie ich vermute.

Madame J... 10.1.2018, 17:54 

Juniper, Du musst Dich dafür doch auch nicht rechtfertigen. Wie gesagt, für manche funktioniert das so, klasse, wunderbar, dagegen ist doch nichts einzuwenden.

juniper.... 10.1.2018, 20:04 

Ich rechtfertige mich gar nicht.

Natürlich hält jeder seine Herangehensweise für die beste, mir ist nur in diesem Thread klar geworden, dass anscheinend sehr viele Leute die Prioritäten setzen:

Erst die Kalorien und dann die Essensauswahl.

Bei mir isses eher umgekehrt - schauen was ich essen will und da die Kalorienrestriktion drum rum bauen. Ich finde es erstaunlich, dass so viele Leute offenbar in der Lage sind, die Kalorienzahl derart obenan zu stellen. Ehrlich, ich krieg das nicht hin.

Yubidooh, ich bin wohl auch eine der ganz wenigen, die nie eine "richtige" Diät gemacht hat sondern mit moderatem Übergewicht durchs Leben ging, teils auch weil ich dachte, dass es eh keinen Zweck hat, weil ich ein modisches Idealgewicht eh nicht erreiche. Nu ja - und jetzt bin ich mit 50+ im Normalgewicht (nachdem ich diverse Essensratschläge der DGE in den Wind geschossen habe), könnte aber auch problemlos mehr essen als ich brauche. Da muss ich mich schon fragen: Möchte ich das jetzt WIRKLICH essen? Warum? Habe ich ECHTEN Hunger? Und wie viel muss es sein um einen nicht-physiologischen Hunger zufrieden zu stellen. Also z.B. ein Stück Schoko. Tatsächlich nur max. 1 Rippe zu essen und nicht die ganze Tafel weg zu hauen aus Gewohnheit musste ich auch erst lernen.

Und ganz wichtig, und ich denke, das ist auch ein Teil von dem was Monika meint, das heute verfügbare Essen das mit Geschmacksverstärkern, Lebensmittelfarbe, Aromen, Füllstoffen, Glutamat... etc. gepimpt wurde ist sehr kontraproduktiv hinsichtlich körpergerechtem Essen. Weil es nämlich dem Körper vorspiegelt was anderes zu sein als es ist. Bestes Beispiel, die light-Produkte mit Süssstoff. Der Körper merkt dass das nicht das echte Zeug ist und dann essen die Leute halt auf Dauer mehr.

Yubidooh 10.1.2018, 20:40 

Ich bin sicher, dass man vieles lernen muss. Ich bin aber auch sicher, dass jeglicher Versuch, das Essen rational zu kontrollieren, es langfristig schwerer macht, auf seinen Körper zu hören.

Ob ich beim letzten Punkt zustimme, weiß ich nicht so genau. Ich bin eigentlich ziemlich sicher, dass ein Körper, zu dem eine Psyche gehört, die nicht fürchtet, wieder eingeschränkt zu werden, hauptsächlich nährstoffdichte Nahrung verlangt. Ich habe wochenlang fast nur Zucker ubd Weißmehl gegessen, als ich mit Kalorienzählen aufhörte, und das hat zu nichts weiter als Überdruss geführt. Noch eine Erkenntnis seit meinem Diätstopp: Das, was angeblich fundierte Erkenntnisse zu Ernährung darstellt, existiert eigentlich nicht. Ihr wisst noch, dass ich das Kalorienzählen damals sehr wissenschaftlich angegangen bin, bin ja auch Wissenschaftlerin. Aber selbst die besten Studien haben welche, die das genaue Gegenteil beweisen. Man könnte zu "Fettlogik überwinden" das genaue Gegenteil schreiben und einfach nur die verneinende Studie als letztes zitieren und es würde ebenso gut recherchiert wirken. (Davon abgesehen hat die arme Autorin jetzt eine Depression und rechtfertigt sich für 3 zugenommene kg - dazu muss man wohl kaum noch was sagen. Nachzulesen auf ihrem Blog). Auch hier glaube ich, dass es das beste ist, dem zu vertrauen, was der Körper sagt: Womit fühlt man sich energiereich? Glücklich? Satt? Das fällt eh für jeden etwas anders aus.

Auch die sozialen Situationen hat intuitiv Essen für mich nur erleichtert: es ist nicht mehr tragisch, wenn ich spontan aus Genuss esse, mein Körper balanciert das aus. Und da mir alles jederzeit erlaubt ist, muss ich nicht jede Chance für Kuchen etc. ergreifen, sondern kann mir auch mal sagen, dass ich genau das haben kann, wenn mein Körper nicht satt ist.

juniper.... 11.1.2018, 00:33 

"muss ich nicht jede Chance für Kuchen etc. ergreifen"

Da stimme ich dir vorbehaltslos zu.

Wobei ich auch denke, ALLES was man ins Extrem treibt taugt nix. Nur Kalorien zu zählen und alles andere auszublenden bringt nichts. Rein intuitiv zu essen ohne gegenchecken kann beim heutigen Nahrungsmittelangebot ebenso schief gehen.

Verkompliziert durch Erziehung und persönliche Situation.

Yubidooh 11.1.2018, 01:03 

Da stimme ich jetzt nicht wirklich zu, denn ich glaube tatsächlich, dass die Menschen, die niemals gewichtsbedingte Probleme bekommen, so intuitiv essen, wie es in dem Buch gemeint ist. Auch bei kaloriendichten Speisen sagt dir dein Körper, wann er genug hat. Das ist meist schon nach sehr wenig Nahrung der Fall. Und selbst wenn man den Sättigungspunkt mal verpasst, gleicht es sich wie oben beschrieben aus.
Allerdings sind wohl alle, die irgendwann versuchen, intuitives Essen zu erlernen, schon mit diversen nicht- intuitivem Wissen vorbelastet. Was ich mir noch vorstellen kann, ist dass die Gewöhnung durch Intuition und Rationalität zugleich bearbeitet werden muss. Also das Extrembeispiel, das von Haus aus niemals Obst ubd Gemüse bekommen hat, verkennt seinen Hunger nach Nährstoffen vielleicht als Hunger nach Energie und käme nicht auf die Idee, mal Gemüse und Obst zu essen. Insofern ist ein Grundwissen zu Ernährung nicht verkehrt, aber alles, was hier zu sehr ins Detail geht, wohl eher wieder eine Möglichkeit, sich von den Signalen seines Körpers zu entfernen.
Intuitives Essen ist auch irgendwann automatisch intentional. Mit dem Wissen, dass man alles jederzeit essen kann, soviel man will, kommt der Frieden, andere Aspekte zu priorisieren. Ich liebe z.B. Couscous, meib Körper leider nicht. Also esse ich ihn nur, wenn ich es mir leisten kann, mich an dem Tag ein wenig weniger wohlzufühlen oder wenn der Geschmack mir gerade wichtiger ist als alles andere. Letzteres geschieht aber eigentlich nicht mehr. Anfangs hingegen habe ich zuerst sowohl über das Sättigungsgefühl hinausgegessen als auch Dinge, die mir nicht bekamen. Das Wissen, dass ich beides jederzeit tun darf, gibt meiner Psyche die nötige Ausgeglichenheit, es nicht oft zu wollen.

Madame J... 11.1.2018, 11:06 

"Ich rechtfertige mich gar nicht."

Okay, dann habe ich es wohl falsch aufgefasst. Ich sah nur, dass Du immer wieder davon schriebst, wie Du es machst und dass das für Dich so wunderbar klappt und schloss daraus, dass Du das Gefühl hast, Dich dafür erklären zu müssen. Dann weiß ich es jetzt besser.

"Natürlich hält jeder seine Herangehensweise für die beste (...)"

Oh, ich wünschte, es wäre so bei mir! Den gesunden Mittelweg suche ich schon so lange, und auch wenn meine Versuche, intuitiv zu essen, durch die emotionalen Aspekte mit einer Gewichtszunahme einhergegangen sind (und es vermutlich noch tun - ich wiege mich ganz bewusst nicht), habe ich das Gefühl, dass dies langfristig der einzig gangbare Weg für mich ist, wenn ich nicht ewig in der Zunahme- vs. Abnahmespirale gefangen sein will.

Und doch gibt es Tage, an denen ich voller Zweifel bin ...

"Ich bin eigentlich ziemlich sicher, dass ein Körper, zu dem eine Psyche gehört, die nicht fürchtet, wieder eingeschränkt zu werden, hauptsächlich nährstoffdichte Nahrung verlangt."

"Da stimme ich jetzt nicht wirklich zu, denn ich glaube tatsächlich, dass die Menschen, die niemals gewichtsbedingte Probleme bekommen, so intuitiv essen, wie es in dem Buch gemeint ist. Auch bei kaloriendichten Speisen sagt dir dein Körper, wann er genug hat."

Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Auf meiner persönlichen Reise bin auch ich schon so weit, dass ich nach Wochen, in denen ich viele süße Teile vom Bäcker aß (was ich immer als mein Laster betrachtet habe) und Schokolade/Kekse als Hauptmahlzeit, mittlerweile automatisch so gut wie täglich Pumpernickel und Thunfisch zu Mittag möchte. Und dies aus vollstem Herzen und nichts lieber als das - und nicht, weil ich darum weiß, dass Pumpernickel "gesund" ist / viele Ballaststoffe hat, und Thunfisch viel Eiweiß enthält. Sondern weil mich das gedanklich wesentlich mehr anmacht als Döner und Hamburger. Das war früher anders.

Monika65  11.1.2018, 11:26 

MadameJ: "und zwar ohne externe Kontrolle, die mit meinem Hunger- und Sättigungsgefühl zunächst nichts / wenig zu tun hat."
Dann muss ich wohl am Anfang des langen Beitrags von Y. etwas falsch verstanden haben, ich dachte, dass es genau darum geht, nämlich auf den Körper zu hören, ob und wann er überhaupt etwas braucht. Okay, muss ich halt noch mal lesen oder auch nicht, nein, ich muss nicht. :-)

juniper.... 11.1.2018, 11:28 

"dass Du immer wieder davon schriebst, wie Du es machst"

soll mehr so ein "kann man so machen" sein - vielleicht schaut der eine oder andere ob er oder sie damit auch klar kommt und es kann hilfreich sein

"dass das für Dich so wunderbar klappt"

Ist für mich eine ziemlich gute Methode, ja, aber völlig gedankenlos automatisch klappt es (noch?) nicht. Ja, es funktioniert, aber kostet auch Aufmerksamkeit.

Was du im letzten Absatz beschreibst kann ich bestätigen. Ich dachte auch immer dass ich voll der Süss-Fan bin. Nachdem ich mich aus dem Zucker raus geschlichen habe, stellte ich überrascht fest, dass ich auf das Zeug gar nicht so wild bin. Jetzt esse ich lieber Nüsse, Käse, Mager- bis 20 %igen Quark, Gemüse und auch mal Süsskram aber eben deutlich weniger.

Du schaffst das schon. Man muss ja immer vor Augen haben, dass es sich hier um langjährig (teils Jahrzehnte!) fest eingeschliffene Verhaltensweisen und psychologische Mechanismen handelt , die häufig schon in der frühen Kindheit verankert wurden. Sowas kriegt man nicht in ein paar Monaten raus, aber es wird stetig besser und selbst wenn man erst einen Teil des Weges geschafft hat, ist das immer noch viel besser als die Ausgangssituation.

Diese Antwort wurde von Monika65 entfernt. 11.1.2018, 11:33

Monika65  11.1.2018, 11:40 

juniper...: " ich denke, das ist auch ein Teil von dem was Monika meint, das heute verfügbare Essen das mit Geschmacksverstärkern, Lebensmittelfarbe, Aromen, Füllstoffen, Glutamat... etc. gepimpt wurde ist sehr kontraproduktiv hinsichtlich körpergerechtem Essen."
Das ist zwar richtig, aber nein, das hatte ich nicht gemeint, denn in dieser Hinsicht lasse ich mir vom Nahrungsangebot schon lang nichts mehr vormachen. Ich meinte einfach die Lust am Essen - an gutem, wertvollen Essen, selbst gekocht aus frischen Zutaten z.B. oder selbst gebacken... (o.k., manchmal auch die natürlich nicht selbst hergestellte Schokolade). So wie es dir schwer fällt, in Gesellschaft nicht oder wenig zu essen, so fällt es mir unheimlich schwer auf etwas wirklich Leckeres zu verzichten, habe ich z.B. ein frisch gebackenes Brot, muss ich mich echt anstrengen, dass der Familie noch was übrig bleibt. :-) Bin ich wirklich die Einzige, der es so geht?

Madame J... 11.1.2018, 11:52 

"... ich dachte, dass es genau darum geht, nämlich auf den Körper zu hören, ob und wann er überhaupt etwas braucht."

Ja, genau so verstehe ich das auch und so hatte ich das gemeint.

"Bin ich wirklich die Einzige, der es so geht?"

Auf keinen Fall. Ich habe ja bereits mehrfach lang und breit erklärt, dass es mir ähnlich ergeht.

Juniper, mit dem Süßkram ergeht es mir genauso. Vieles esse ich schon gar nicht mehr, weil ich mit der Zeit gemerkt habe, dass eine bestimmte Süßigkeit gar nicht sooooo toll ist, wie ich sie während der Diäterei in Erinnerung gehabt hatte. Andere fand ich anfangs super, dann wurden sie mir plötzlich viel zu süß (Stichwort "Sättigung"). Und einige Süßigkeiten esse ich nach wie vor wahnsinnig gerne: Eiscreme zum Beispiel oder Schokokekse.

"Du schaffst das schon. Man muss ja immer vor Augen haben, dass es sich hier um langjährig (teils Jahrzehnte!) fest eingeschliffene Verhaltensweisen und psychologische Mechanismen handelt , die häufig schon in der frühen Kindheit verankert wurden. Sowas kriegt man nicht in ein paar Monaten raus, aber es wird stetig besser und selbst wenn man erst einen Teil des Weges geschafft hat, ist das immer noch viel besser als die Ausgangssituation."

Danke Dir, der Zuspruch geht runter wie Öl :).

Yubidooh 11.1.2018, 11:54 

Monika, nein, das bist du nicht. Essen geht mit Glückshormomen einher. Das ist sehr schlau von unserem Körper, schließlich will der uns ernähren. Aber wie gesagt: Nachdem du es dir bedingungslos erlaubt hast, so viel von dem zu essen, was du willst, wie du willst, wird es dir wichtiger sein, dich gut in deinem Körper zu fühlen. Du wirst wissen, dass du dich jederzeit überessen darfst, wenn du es willst. Und dadurch wirst du frei sein, zu fühlen, dass dieses Übervoll-Gefühl an sich dir auch nicht wirklich guttut. Der Genuss wird es nicht mehr wert sein. Aber dahin zu kommen ist ein langsamer Prozess, in dessen Verlauf man mit vielen Ängsten und festgefahrenen Glaubensmustern zu kämpfen hat. Hier verweise ich auch Madame Jojo. Sie steckt genau in dieser Phase - und das erfordert eine Menge Mut und fühlt sich manchmal zum verzweifeln beängistigend an, gerade wenn die Entschlossenheit, durch Diäten abzunehmen, vorher sehr stark war. Wir können nicht von dem an sich klugen und gesunden Entschluss, ab jetzt auf unseren Körper zu hören, einfach problemlos dazu übergehen. Wir müssen lernen, seine Signale überhaupt zu hören, dann zu entschlüsseln, müssen experimentieren, welche Ernährungsweise uns selbst am besten tut, und vor allem müssen wir die Unsicherheit aushalten, die plötzlich damit einhergeht, dass uns niemand mehr sagt, wie wir uns ernähren sollen. Das war zumindest für mich teilweise wahnsinnig beängstigend, aber es lohnt sich so sehr - wenn man nach einer Weile Fortschritte sieht, hat man nicht nur den Kontakt zu seinem Körper wiederhergestellt, sondern auch einen großen Teil Selbstvertrauen dazugewonnen. Madame Jojo, ich wünsche dir viel Kraft, ich weiß, es ist schwer. Falls du facebook hast, empfehle ich dir die "intuitive eating support group", die mir unheimlich geholfen hat, die schwierige Anfangsphase durchzustehen. Allerdings ist das ein Ort, in dem kcal-Zahlen und Gewichtsangaben Tabu sind, um niemanden zu triggern. ...

Yubidooh 11.1.2018, 11:55 

Auch ich konnte dergleichen eine Weile nicht lesen, ohne mich sofort zu vergleichen, mittlerweile bin ich gefestigt genug dafür. Wenn du möchtest, kannst du dort nach yubidooh fragen, dann enthülle ich mich dir. :)

Yubidooh 11.1.2018, 12:03 

Als ich mich Stück für Stück aus der Diätmentalität herausgekämpft habe, ist mir klar geworden, dass die Fokussierung auf meinen Körper und die Beschäftigung mit meiner Ernährung auch Wege waren, mich von anderen Dingen in meinem Leben abzulenken, die ich dringend angehen sollte, aber bei denen ich keinen Schimmer hatte, wie. Es war hart, plötzlich mit Emotionen konfrontiert zu sein, die ich immer unterdrückt habe, denn die bekannte Verzweiflung wegen meines Essverhaltens war vertraut und ich wusste immerhin, dass ich sie phasenweise durch neue Essensregeln einschränken konnte. Ich habe parallel zu der Aufgabe von Diäten daran gearbeitet, meine Emotionen weniger zu unterdrücken, sondern hinzuhören und sie zu fühlen. Denn nur dann kann man sie wirklich nach einer Weile hinter sich lassen. Und auch, viel nachsichtiger und freundlicher mit mir selbst umzugehen, gehörte dazu. So kann man wirklich viel mehr erreichen. Ich weiß, das klingt banal, aber so, wie ich fast immer mit mir selbst redete, würde ich nicht mal mit meinem schlimmsten Feind reden. Mit Freundlichkeit sich selbst gegenüber kann man so viel mehr erreichen! All das konnte ich nur angehen, weil ich durch meine Versuche, intuitiv zu essen, einen besseren Kontakt zu mir gefunden habe. Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass es so kam, und das ist auch der Grund dafür, dass ich einen Teil meines Urlaubs darauf verwende, das hier zu beschreiben.

Yubidooh 11.1.2018, 12:11 

... Und noch ein letzter Hinweis, liebe Madame Jojo: Die Legalisierungsphase am Anfang des intuitiven Essens ist in jeder Hinsicht intensiv. Sie macht einem sehr viel Angst, aber man ist auch euphorisiert, weil man sich endlich von all den Regeln befreut, und das Experimentieren mit Ernährung macht auch sehr viel Spaß. Man fühlt sich wie ein kleines Kind, das die Welt neu entdeckt. Ich möchte auch diese Phase trotz der Angst nicht missen, denn danach wird Essen zu etwas eher Banalem, das zwar Freude macht, wenn man seinen Hunger stillt, aber eben nicht mehr so ein Fetisch ist wie zuvor während Diäten und in der Legalisierung. Und wenn du merkst, dass du zum Beispiel den dringlichen Wunsch, sofort abzunehmen, nicht direkt loslassen kannst, hilft es, sich zu fragen, wie du dir das Leben danach eigentlich vorstellst. Es ist ja in der Regel nicht das Dünnsein selbst, das man sich wünscht. Bei mir war es, mich frei in meinem Körper zu fühlen, nicht mehr das Gefühl zu haben, mich verstecken zu müssen, mich schön und fit zu fühlen. All das kann man tatsächlich auch erreichen, ohne abzunehmen! Es dauert nur sehr lang, die mentale Verknüpfung zum Dünnsein aufzubrechen. Aber es lohnt sich, eher daran zu arbeiten als an seinem Körper. Eine starke Persönlichkeit kann einem nämlich niemand und nichts mehr nehmen.
Hilfreiche Bücher:
Resch/Tribole: Intuitive Eating
Geneen Roth: Breaking free from emotional eating (und auch so gut wie alles andere von ihr. Women Food and God geht nicht über Religion sondern um den sakralen Stellenwert, den Essen für diätgeschädigte Frauen einnimmt).

Madame J... 12.1.2018, 20:00 

Vielen Dank für Deine mutmachenden Worte, Yubidooh, und für die Tipps. Zurzeit lese ich viel von Maria Sanchez, gerade beim Thema "emotionales Essen" ist sehr spürbar, dass diese Frau genau weiß, wovon sie schreibt.

"... ist mir klar geworden, dass die Fokussierung auf meinen Körper und die Beschäftigung mit meiner Ernährung auch Wege waren, mich von anderen Dingen in meinem Leben abzulenken, die ich dringend angehen sollte, ..."

Oh ja, die Aussage könnte von mir stammen. Das Verrückte ist, dass ich schon lange kein Übergewicht mehr habe - und selbst früher war es eher ein dezentes Übergewicht (das absolute Maximum war bei einem BMI von knapp 27) - und dennoch war ich lange mittendrin in der Diätenspirale. Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin innerlich eine "dicke Frau" im Körper einer Normalgewichtigen ... um es einmal ganz krass auszudrücken. (Ich hoffe, es fühlt sich durch diese Aussage niemand angegriffen ... ist absolut nicht so gemeint und soll auch kein Seitenhieb sein.)

Bei meinem letzten Essanfall habe ich etwas gemacht, was sehr aufschlussreich für mich war: Ich habe sehr genau beobachtet und notiert, wie es mir körperlich dabei sowie im Anschluss daran geht. Der Fokus lag hier ganz bewusst auf das Körperliche, denn mit dem Emotionalen beschäftige ich mich ja schon seit einiger Zeit lang und breit. Als ich mir die Notizen am nächsten Tag ansah, wurde mir klar: Wie bei so vielen Lebensmitteln ist es auch mit Essanfällen so, dass sie in meinen Gedanken sooooo viel toller und aufregender sind als in der Realität. Gerade während meiner Diäten habe ich mir oft ausgemalt, wie ich nach Herzenslust schlemme und wie ich nur ganz, ganz tolle (= hochkalorische) Lebensmittel esse. Aber sind das Übelsein, die enormen Probleme mit dem Blutzucker, die unangenehme Trägheit es mir wirklich wert? Nein!

Es ist eine aufregende und sehr aufwühlende Reise. Aber ich habe das Gefühl, es lohnt sich.

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