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Lebensmittelunverträglichkeiten

Laktoseintoleranz, Fructose-Malabsorption, Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)

Nicht selten können bestimmte Stoffe in der Nahrung Beschwerden hervorrufen. Dann kann entweder eine Lebensmittelallergie oder eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegen. Während bei einer Allergie das Immunsystem auf bestimmte, eigentlich harmlose Stoffe im Nahrungsmittel überreagiert, liegt bei einer Unverträglichkeit meist ein Enzymdefekt oder -mangel vor. Häufige Symptome einer allergischen Reaktion sind Hautreaktionen, Atembeschwerden, Störungen im Magen-Darm-Trakt und im schlimmsten Fall ein anaphylaktischer Schock. Daher müssen seit 2005 die 13 häufigsten Allergene auf Lebensmitteln deklariert sein. Dazu gehören unter anderem glutenhaltiges Getreide, Fisch und Schalentiere, Schalenfrüchte (Nüsse), Erdnüsse, Soja und Sellerie.

Lebensmittelunverträglichkeiten können angeboren sein oder durch falsche Ernährung ausgelöst werden. Die typischen Beschwerden ähneln denen einer Nahrungsmittelallergie. Dazu zählen in erster Linie Hautirritationen und Störungen im Magen-Darm-Trakt wie Blähungen und Durchfall. Bleibt eine Lebensmittelunverträglichkeit langfristig unerkannt und unbehandelt, können organische Folgeschäden wie z.B. Herzrhythmusstörungen auftreten.

Laktoseintoleranz

Die Laktoseintoleranz ist die häufigste bekannte Lebensmittelunverträglichkeit. In Deutschland sind schätzungsweise 15-20 % der Bevölkerung laktoseintolerant. Bei dieser Lebensmittelunverträglichkeit wird vom Körper keine oder nicht ausreichend Lactase gebildet. Dieses Enzym wird benötigt, um Milchzucker (Lactose) zu spalten. Ist dieser Prozess gestört, gelangt die in Milchprodukten enthaltene Lactose unverdaut in den Dickdarm, wo sie vergoren wird und die Produkte die Darmschleimhaut angreifen. Typische Symptome sind Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Laktoseintoleranz kann erblich bedingt sein oder als Folge von Dünndarmerkrankungen auftreten.

Fructose-Malabsorption

Bei einer Fructose-Malabsorption ist die Aufnahme des in Lebensmitteln enthaltenen Fruchtzuckers (Fructose) über die Darmwand gestört, wodurch die Fructose größtenteils unverdaut in den Dickdarm gelangt. Die Symptome können je nach Art der Absorptionsstörung unterschiedlich sein. Bei einer vorliegenden hereditären Fructoseintoleranz kann es zu Erbrechen und Leberzirrhose kommen, bei der intestinalen Fructoseintoleranz zu Blähungen und Durchfall. Als Langzeitfolgeerscheinungen können außerdem Kopfschmerzen, Sodbrennen, Reizdarmsyndrom und Depressionen auftreten.

Es gibt drei verschiedene Arten der Fructose-Malabsorption: die Fructosämie (Anreicherung von Fruchtsäure in Leber durch fehlendes Enzym Fructokinase), die intestinale Fructoseintoleranz (Störungen im Dickdarm durch Vergärung der unverdauten Fructose) und die hereditäre Fructoseintoleranz (erblicher Enzymdefekt).

Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)

Glutenunverträglichkeit ist eine Intoleranz gegen das in vielen Getreidearten enthaltene Klebereiweiß Gluten. Dabei kommt es aufgrund einer gestörten Enzymreaktion im Dünndarm zu Entzündungen und Zerstörungen der Dünndarmschleimhaut und in Folge dessen zu einer verschlechterten Aufnahme von Nährstoffen. Durch die gestörte Nährstoffresorption im Darm kann es zu einem Vitamin- und Mineralstoffmangel kommen, was gerade bei Kindern zu Wachstums- und Entwicklungsstörungen führen kann. Daher ist es sehr wichtig, eine vorliegende Glutenintoleranz rechtzeitig zu erkennen.

Die Entstehungsmechanismen einer Zöliakie sind noch nicht ausreichend geklärt, jedoch wird eine genetische Veranlagung vermutet. Da es noch keine Heilungsmethoden für Glutenunverträglichkeit gibt, ist eine lebenslange glutenfreie Diät die einzige Behandlungsmöglichkeit. Bei richtiger Ernährung kann sich die Darmschleimhaut weitestgehend regenerieren. Mittlerweile gibt es einen wachsenden Markt für glutenfreie Produkte.

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