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Fasten = Crash-Diät?

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Fasten = Crash-Diät?

Kategorie: Ernährung (14.9.2021)

Angeregt durch Junipers Appetitlosigkeit hatte ich einen meiner Lieblingskochbuchblogs "Arthurs Tochter kocht" verlinkt, wo davon berichtet, dass sie seit nunmehr mehr als 30 Jahren jedes Jahr bis zu 30 Tage fastet. Und zwar wirklich fastet: Keine Gemüsebrühe, keinen Saft, sondern nur Ingwertee und Kräutertee und sonst gar nichts. Sie grenzt sich auf ihrem Blog ganz entschieden gegen die Unterstellung ab, dass das eine Diät sei - wovon sie entschieden abrät. Wenn es eine Diät wäre, wäre es ja wohl die hier und andernorts heftig geschmähte sog. "Crash-Diät", die zu gar nichts führt, höchstens zu noch mehr Pfunden. Nun hält "Arthurs Tochter" aber seit mehr als 30 Jahren ihr Gewicht obwohl sie das Restjahr in echter "liebe Verfressene-Lebensfreude" schwelgt. Und die Rezepte alles andere als kalorienreduziert sind.

Nachdem ich ja so ähnlich lebe und jedes Jahr diese 5 zugenommenen Kilo ziemlich um die selbe Zeit wieder abnehme und den Rest des Jahres mache was ich will, frage ich mich, ob es nicht vielleicht schon immer so war, dass das jährliche Fasten in Wirklichkeit eine Crash-Diät ist? Und nur neuerdings, weil ohne Rituale wie "Ostern", "Ramadan", "Askese" nun halt "Autophagie" heisst, was wiederum zu den jogi-mässigem "schwebe ich nur noch auf Wolken, so klar, so ruhig, so ausgeglichen, so jung, so fit" Äusserungen passt, die auf keinen Fall eine Diät sein wollen.

Hier der link: https://www.arthurstochterkochtblog.com/2018/03/fasten-gesund-sinn-unsinn-autophagie-heilfasten-intervallfasten-blog.html - nachdem hier sowieso tote Hose ist, dachte ich mir, ob es sich nicht vielleicht um eine noch nicht entdeckte "Fettlogik" handelt? Und jemand nächstes Jahr mitmacht, wenn ich auch mal 4 Wochen nichts esse? (hahaha: nächstes Jahr!). LG Gerhart

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Monika65  14.9.2021, 22:23 

Hast du Langweile? :)

gerhart 15.9.2021, 13:29 

Liebe Monika, nein, echtes Interesse: Aus meiner eigenen Erfahrung mit dem Gewicht-Halten habe ich das Fasten auf einer Kochseite mit ganz anderen Augen gesehen. Und nachdem ich selbst auch zu dieser Sorte Menschen gehöre, die sehr gerne gut essen und kochen, ist mir aufgefallen, dass ich nicht 30 Tage faste, sondern 50 (o.k. nicht gleich ausrasten wegen der 5, bitteschön) und damit das Gewicht halte. "Wer heilt hat recht" wandele ich ab in "wer das Gewicht hält, hat recht" und anscheinend gehört diese 30 Tage-Fasten-Heilkur auch zu dieser Kategorie, denn ich konnte beim Rauf- und Runterlesen nichts entdecken, was den Unterschied zu einer Diät nun genau ausmachen soll.

Außer dass man sich anscheinend sehr viel besser fühlt als ich mich bei meinen 50 Tagen (steht dort auch irgendwo: Radikal Fasten sei sehr viel leichter als Kalorienreduzieren).

Wie hältst Du es denn mit dem Gewicht halten?

Wie man überhaupt die Fragen und Ratschläge danach gewichten sollte (im wahrsten Sinn des Wortes) wo jemand steht und mit was er erfolgreich ist. 35 Jahre "vom Essen besessen zu sein" (O-Ton Arthurs Tochter) und dennoch knackig, bunt und lustig in die Welt zu gucken: Ist doch schonmal ein Nachweis für ein erfolgreiches Gewicht-halten. Nichts für ungut, liebe Monika, sorry für wasting your time...LG

KatrinMay 15.9.2021, 13:49 

Vor 3 Jahren habe ich selbst mal 3 Wochen lang gefastet. Damals habe ich 113 Kilo gewogen. Ich habe ausschließlich Wasser getrunken, sonst nichts. Ca. 5 bis 6 Liter Wasser am Tag; doch, manchmal noch einen Kräutertee. Ich habe in dieser Zeit selbstverständlich nicht geraucht. Und täglich ein Klistier benutzt. Das ist leider unumgänglich, wenn man längere Zeit fastet. Tatsächlich habe ich zwar Kochbücher verschlungen, aber hatte ansich mit dem Fasten kein Problem. Erstaunlicherweise hatte ich aber keinen nennenswerten Gewichtsverlust. Ich habe mich in diesen 3 Wochen zwar schwach gefühlt, aber auch sehr ausgeglichen. Als Fazit für mich persönlich hatten diese 3 Wochen einen körper- und geistreinigenden Effekt; aber keinen Gewichtsverlust. In der Zeit hatte ich dann rund 4 Kilo weniger, die aber nach knapp 2 Wochen wieder drauf waren.
Wenn ich allerdings kalorienreduziert esse, dann nehme ich in 3 Wochen tatsächlich echtes Gewicht ab.
Das war meine persönliche Erfahrung mit Fasten; wie immer ist es doch wohl sehr individuell, was passiert.

KatrinMay 15.9.2021, 20:43 

Hi gerhart, die Seite, welche Du da verlinkt hast, gefällt mir gut! Vielen Dank!

Monika65  15.9.2021, 23:33 

gerhart, über die 5 hatte ich mich nicht beschwert, da verwechselst du mich, deine Frage, wie ich das Gewicht halten kann, kann ich dir gern beantwortet: Sehr mühsam, ich würde gerne noch etwas abnehmen, aber da ich an vielen Tagen über meinen Bedarf esse, bin ich die übrigen Tage mit Reduzieren beschäftigt, damit gelingt es mir gerade mal so, mein Gewicht einigermaßen zu halten. Richtig gefastet (Buchinger-Fasten) habe ich vor vielen Jahren mal, da hatte ich nach 10 Tagen 7 kg weniger, logischerweise war das Wasser und sicher auch Muskeln. Heute hätte ich nicht mehr die Nerven dazu, zumindest nicht zu Hause, vorstellen könnte ich es mir an einem schönen Ort in einer netten Gruppe mit einem begleitenden Sport- und Unterhaltungsangebot, oder nein, doch nicht, an einem schönen Ort in netter Gesellschaft würde ich dann doch lieber gut essen und trinken.

shadow001 16.9.2021, 02:45 

Früher hieß das Nulldiät. Da ging es um Gewichtsabnahme im Krankenhaus.
Wenn es um eher Spirituelles geht, heißt es Fasten.
"Autophagie" gefällt mir als Bezeichnung, "Selbstaufzehrung" sozusagen: Weil Eiweiß fehlt, werden außer Fett auch Muskeln abgebaut.
Und mal bei "Refeeding-Syndrom" nachlesen - sicherheitshalber - ...

paeonia 16.9.2021, 10:31 

shadow001
bei der jetzt so populären Autophagie geht es um die Zellen. Nicht um den Körper.

Brigitte... 16.9.2021, 18:34 

KatrinMay:
Gestern kam im Fernsehen um 21.00 Uhr in der Sendung bei RBB Praxis Digitale Medizin wie sie schon heute hilft unter anderem auch ein Beitrag übers Abnehmen, das den Beitrag von Dir bestätigt. Eine Frau machte viel Sport und nahm wenig Nahrung zu sich. Mit dieser Methode verlor sie fast kein Gewicht. Auf Empfehlung der Ernährungsmedizinerin war mehr Essen auch mit entsprechenden Kohlehydraten auf dem Speiseplan. Sie nahm dabei ab. Die Sendung befindet sich in der Mediathek.
Herzlichen Glückwunsch zu deinem grandiosen vorbildlichen Abnahmerfolg.

connymaxi 18.9.2021, 17:45 

Hallo Brigitte
Habe mir die Sendung angeguckt, sehr interessant.Danke!
Ein schönes Wochenende

tortensc... 21.9.2021, 11:16 

ich hab die sendung auch gesehen. Mir kam es aber komisch vor, dass man mit weniger gegessenen KH mehr KH und weniger Fett verbrennen soll. Ich denke da wurde mal wieder nur die halbe Wahrheit erzählt.
Auf dem Diagramm war ja auch nicht ersichtlich ob tatäschlich auch mehr kcal verbraucht wurden...

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