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Intervallfasten - meine Überlegungen

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Intervallfasten - meine Überlegungen

Kategorie: Ernährung (vor 6 Tagen)

Hallo zusammen,

es gibt im Moment noch eine aktuelle Frage zu diesem Thema (Kaffee mit Milch), aber die Frage verschwindet bald, deswegen stelle ich eine neue, weil mich grundsätzlich dieses Thema jetzt interessiert und zwar insbesondere die Unterbrechung der Autophagie durch Nahrungszufuhr.

Grundsätzlich sehe ich persönlich das so, dass Intervallfasten zum Abnehmen nicht notwendig ist, jedoch aus unterschiedlichen Gründen bei bestimmten Erkrankungen eine positive Wirkung haben kann.

Beispiel 1: Intervallfasten 16:8.
Bleiben wir bei dem Beispiel Kaffee mit Milch. Wenn ich in meine große Tasse Kaffee mit 250 ml ca. 50 ml. Milch reintue, dann sind es bei 1,5%-Milch ca. 25 kcal. Diese verteilen sich auf ALLE Körperzellen und davon hat der menschliche Körper ca. 100 Billionen. Der Energiegehalt, den jede einzelne Zelle dabei abbekommt, ist doch so verschwindend gering. Können wirklich bereits so geringe Mengen diese Autophagie unterbrechen?

Beispiel 2: Fasten 5:2
Hier sind an Fastentagen bis zu 500 kcal erlaubt. Wenn ich jetzt morgens um 6 aufstehe und gegen 21 Uhr abends wieder ins Bett gehe, dann sind es ca. 16 Stunden, wobei ich jetzt annehme, dass davon ca. 12 Stunden als Nahrungsaufnahmefenster gelten. Bei gleichmäßiger Verteilung der erlaubten 500 kcal auf 12 Stunden sind es ca. 42 kcal pro Stunde, was wiederum bedeuten würde, ein Kaffee mit Milch wäre drin.

Wenn es beim 5:2-Fasten erlaubt ist, warum sollte die gleiche Energiemenge bei 16:8-Fasten die gleichen Prozesse im Körper ausbremsen? Oder ist das jetzt eine Milchmädchen-Rechnung?

Gibt es dazu irgendwelche seriösen wissenschaftlichen Erkenntnisse? Kennt jemand vielleicht irgendwelche Studien?

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Antworten

BlackSide 11.2.2019, 13:05 

OT: Trink doch einfach den Kaffee schwarz, dann ist das kein Problem /OT

Meiner Meinung nach (nicht wissenschaftlich) geht es bei der Milch im Kaffee nicht alleine um die Kalorien.

1. Denk ans Blutabnehmen, wenn der "Nüchtern-Zucker" Wert gemessen werden soll. Nüchtern heisst in dem Fall, du darfst zwar schwarzen Kaffee trinken, aber Milch in den Kaffee darfst du nicht tun.
D.h. für mich - auch "etwas" Milch im Kaffee verändert schon Werte (hat sicher etwas mit Insulinausschüttung zu tun..)

2. Bei vielen (bei mir auch) ist es so, dass sie abends nach Kaffee MIT Milch nicht einschlafen können, Kaffee OHNE Milch macht nichts. Was ich hier gelesen habe, soll das in dem Fall mit dem Fett in der Milch zu tun haben, dadurch wird das Koffein anders verarbeitet.

Um auf 1. zurückzukommen - mit der Milch im Kaffee ist der Körper also auf jeden Fall beschäftigt, und das Ziel beim Intervallfasten ist ja (auch), dass der Körper NICHT mit zugeführter Nahrung in den 16 Stunden beschäftigt sein soll.

Ok, ich bin ein absoluter Gegner von 5 Mahlzeiten am Tag, und trinke Kaffee grundsätzlich schwarz. Aber 5:2 bedeutet ja auch nicht, dass du in den 2 Fastentagen alle 2 Stunden etwas kleines zu dir nehmen sollst. Wobei für mich 5:2 eher von Abnehm-Fastern her kommt, und 16:8 mehr als allgemeine Essensphilosophie durch geht.

UltraVio... 11.2.2019, 13:24 

Gute Frage.
Ich habe ja schon in einem alten Thread geschrieben, in der Sendung "scobel" zum Thema Fasten war Prof. Michalsen zu Gast und er sagte, ob die Milch im Kaffee die Autophagie beeinflusst, könne man nicht genau sagen. :-) Also zur Sicherheit lieber Kaffee schwarz.
http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/198677/index.html

ldwg 11.2.2019, 13:25 

Es geht nicht um die Kalorien, sondern um die Insulin-Ausschüttung. Und 50 ml Milch haben nun mal so und so viel Milchzucker, und deswegen muss dann eben Insulin ausgeschüttet werden. Ta-da, Fasten-Phase unterbrochen.

lapama 11.2.2019, 13:57 

ldwg:
bei 50 ml Milch reden wir aber auch NUR über 2,45 g Zucker.

Wie bereits oben erwähnt, interessiert mich das eher theoretisch.

ldwg 11.2.2019, 14:19 

"1 KE entspricht etwa 10 Gramm Kohlenhydraten. [...] Für eine Kohlenhydrateinheit müssen Diabetiker rund 0,5 bis zwei Einheiten schnell wirksames Insulin zur Korrektur spritzen. "
https://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes/Kohlenhydrateinheit-KHEKE-27714.html

Das heißt. 50 ml Milch entsprechen 0.2 KE - wie viel mg Insulin das entspricht, hängt dann von weiteren Faktoren ab.

Ich kenne mich da überhaupt nicht aus, aber so würde ich mir das mit dem Fasten und Milch erklären.

krümel12 11.2.2019, 15:57 

lapama:
Also ich esse z.B. das letzte mal gg.19Uhr. Dann folgt mein Fastentag, an dem ich mir abends gg.18-19Uhr einen Quark/Frischkäse o.ä. mit Obst und ein paar Nüsse gönne. Das sind dann meine Kalorien am Fastentag, an dem es NUR schwarzen Kaffee und Tee gab.

Ich möchte die Vorteile nutzen die mir die Autophagie evtl. für meine Gesundheit bringt (Krebspatientin) und der gute Nebeneffekt ist, dass ich die 1-2kg verliere die mich stören.
Ganz geklärt ist es nicht ob die Milch im Kaffee die Autophagie unterbricht, aber da gehe ich lieber auf Nummer sicher und lass sie einfach weg.

juniper.... 11.2.2019, 16:12 

Danke fürs Weiterführen des Themas hier.

BlackSide 11.2.2019, 17:48 

Hier ein Artikel zum Thema Autophagie und Milch im Kaffee.
https://nawi.uni-graz.at/de/neuigkeiten/detail/article/am-besten-pur-3/

Alexal 11.2.2019, 19:24 

Hallo
Ein interessantes Thema, da ich seit kurzem, 8 Tage, 16/8 faste. Mit der Milch habe ich kein Problem. Trinke meinen Kaffee schwarz.
Jedoch bin ich mir unsicher wegen den Flohsamenschalen. Die regulieren meinen Darm wunderbar und füllen den Bauch.
Vor meiner Fastenzeit habe ich die immer morgens in Wasser aufgelöst zu mir genommen. Nun nehme ich die erst mittags ein. Würde ich aber gerne wieder vormittags machen. Jedoch befürchte ich, die Fastenphase damit zu unterbrechen.
Gleichzeitig lese ich aber, Flohsamen regulieren nicht nur den Darm, sondern auch den Blutzuckerspiegel.
Wie ist eure Einschätzung?

Wenn im Text Fehler sind, sorry. Bin hier mit dem Handy. Laptop ist in Reperatur.

tortensc... 12.2.2019, 09:09 

Ich denke beim Intervallfasten geht es vor allem darum, dass der Verdauungstrakt zur Ruhe kommt und sicher dadurch auch alle mögliche Botenstoffe losgeschickt werden. Bezüglich der Autophagie finde ich lapamas rechnung logisch. die 25kcal entsprechen ja nicht mal 1%!

Irgendwer hat mir mal erzählt das es bei Frauen nicht so wichtig wäre sich an exakt die 16h zu halten.
Ich denke alles was mehr als 12h sind ist schon gut...

In der Fastenfase würde ich aber dennoch keine kcal zuführen...

lapama 12.2.2019, 14:58 

Habe auch selbst die letzten beiden Tage fleißig gegoogelt, aber viele Internetseiten, die sich mit Intervallfasten befasse, sich auch so "isotherisch" angehaucht :-)))
So handfeste wissenschaftliche Informationen habe ich persönlich leider nichts gefunden. Die allgemeinen Aussagen wiederholen sich, sind aber wirklich relativ allgemein gehalten.
Irgendwo habe ich noch die Info gefunden, dass bei Frauen das Nicht-Ess-Fenster von 14 Stunden ausreicht wegen der deutlich komplizierteren hormonellen Prozesse als bei Männern.
Eigentlich habe ich mir Infos erhofft in der Art, Autophagie beginnt nach x Stunden, nach x Stunden sind x% der Erneuerungsprozesse abgeschlossen oder zuerst sind folgende Zellen von der Autophagie betroffen usw usw.
Irgendwo habe ich gelesen, dass es wichtig wäre, dass keine tierischen Proteine während der Fastenphase zugeführt werden, deswegen keine Milch.
Scheint wirklich noch relativ neu für die Wissenschaft zu sein, deswegen wenig konkretes.
Der Wirkstoff Spermidin scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen und zwar wird die Autophagie durch Zufuhr von kalorienhaltigen aber auch spermidinhaltigen Lebensmitteln nicht ausgebremst sondern sogar angekurbelt. Lebensmittel mit viel Spermidin sind beispielsweise Nüsse, Pilze, Weizenkeimlinge, Sojabohnen, Erbsen, Hühnerleber, gereifter Käse.
Das verwundert mich aber auch, da Hühnerleber und gereifter Käse auch tierischen Ursprungs sind?
Da gibt es wohl noch sehr viel Forschungspotential.

juniper.... 12.2.2019, 21:15 

nix genaues bekannt, eignet sich also prima für quasi-religiöse Aktivitäten, die sich dann in esoterischen Glaubenssätzen manifestieren.

Damit will ich gar nicht Intervallfasten per se in ein schlechtes Licht rücken, immer wieder mal längere Essenspausen einzulegen ist biologisch gesehen keine schlechte Idee denke ich. Aber derartig konkrete Aussagen, ab wann genau nun welche Prozesse exakt einsetzen und ablaufen und das auch noch für mindestens die Mehrheit der Leute - das ist wahrscheinlich genauso einfach/schwierig wie die "richtige" Ernährung (für alle) zu ermitteln.

Wobei das hier ja nun gerade wiederum gegen das Intervallfasten sprechen würde:

"wird die Autophagie durch Zufuhr von kalorienhaltigen aber auch spermidinhaltigen Lebensmitteln nicht ausgebremst sondern sogar angekurbelt."

catrin 13.2.2019, 11:06 

beim thema intervallfasten bin ich raus. ich esse, wenn ich hunger habe. ob 2 stunden dazwischen liegen oder 6 oder 10 spielt für mich keine rolle. solange ich mich nicht überfresse, ist alles gut.

tortensc... 13.2.2019, 13:17 

So neu ist die Idee mit der Autophagie nicht.
Ich hab es so verstanden, das nur der Mechanismus entschlüsselt wurde. Bekannt ist das aber schon seit den 60er Jahren... oder waren es die 50er?

paeonia 13.2.2019, 13:51 

juniper.dawn
Solche Theorien mögen zutreffend sein. Oder halt nicht. Fragt sich bloß ob alle unsere Körper, für die sie ja gelten sollen, das auch wissen und sich textkonform daran halten. (Nicht ganz ohne Ironie) ;)

juniper.... 13.2.2019, 16:54 

Ich denke schon dass die biologischen Abläufe überall gleich sind - nur dass die Forschung in der Lage ist alles inkl. aller Querverbindungen korrekt nachzuvollziehen und zu beschreiben, da hab ich meine massiven Zweifel.

Und natürlich gibts auch gewisse Unterschiede Mann/Frau oder in verschiedenen Altersphasen die bei weitem noch nicht geklärt sind.

8firefly8 14.2.2019, 15:27 

Kein wissenschaftlicher Beleg, nur meine Erfahrung:
Ich reagiere sehr (!) auf Blutzuckerschwankungen. Ich merke sie wirklich im Minimalbereich. Keine Erkrankung, alle ok. Ich bin halt nur empfindlich. Vor allem meine Stimmung. :D:D
Nachdem ich herausgefunden habe, dass 16-8 mir wirklich hilft...mir hilft meinen Hunger in Zaum zu halten, meine Laune zu stabilisieren - kurz, mir Lebensqualität zu geben, habe ich festgestellt, dass es für mich einen Unterschied macht, ob ich morgens meinen Kaffee mit Milch trinke oder nicht. (Ich esse gegen halb 1 das erste Mal etwas, Wecker klingelt 7 Uhr.) Mein Magen knurrt eher, wenn ich die 50g 0,1 Milch drin habe als wenn ich den Kaffee schwarz trinke oder irgendwas anderes trinke (Lightgetränk, Tee, ...). Ich wollte es selbt nicht wahrhaben, denn "es ist ja nur 0,1 Milch, nur 50g,...".
lapama: rein rechnerisch ist es wirklich fast nichts, was ich da konsumiere, aber für MEINEN Körper macht es anscheinend einen riesigen Unterschied. Ich habe das zig Mal in den letzten 12 Monaten getestet, weil ich dachte, dass ich mir selbst was einrede. Tee mit gleicher Menge Milch hat die gleichen Auswirkungen.

Abgesehen von allem. Mich nervt es tierisch, denn ich trinke den Kaffee lieber mit Milch als ohne. :D

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