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Erfahrung der Diät 1 Tag Normal essen und 1 Tag ...

semskij64

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Erfahrung der Diät 1 Tag Normal essen und 1 Tag nur 500 cal.

Kategorie: Ernährung (10.9.2019)

Habt ihr Erfahrung mit dieser Diät...Ich mache es jetzt seit 2 Wochen...würde mich über Erfahrungsaustausch freuen.
Gruß

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Farbenbu... 10.9.2019, 11:12 

kommt drauf an was du unter 'normal' verstehst.

Für mich wäre das nichts, 500 Kcal sind schon echt wenig. Also ich würde das keinesfalls längere Zeit durchhalten.

Aber wenn du das so schaffst, warum nicht?

semskij64 10.9.2019, 11:18 

Hallo
Unter normal essen verstehe ich so ca. 2500 - 2800 Cal.
Ich hatte vor kurzem einen Bericht im TV gesehen und da hatte es super geklappt bei den Leuten.

Bubblegu... 10.9.2019, 11:22 

Alles womit du auf die Woche oder sen Monat gesehen ein Defizit hast funktioniert ;)
Die Aufteilung ist nur eine Frage dessen obs für den einzelnen im Alltag passt.

semskij64 10.9.2019, 11:25 

Das stimmt...ich werde es mal weiter testen...mal schauen wie es sich entwickelt..
gruß

NoT 10.9.2019, 13:17 

Mir erschließt sich nur der Sinn nicht ganz daraus. Im Schnitt kommt man damit auf 1500-1600kcal, sprich man könnte doch auch diese Menge täglich essen, müsste doch am Ende aufs gleiche rauskommen. Oder täusche ich mich da?
ABER: Wie Bubble schon schrieb, wenn es für dich passt und du damit klarkommst, warum nicht ;)

tortensc... 10.9.2019, 14:24 

Typsache.
Manche "hungern" lieber mal einen Tag, andere brauchen ständig was "zu beißen".
Nennt sich übrigens 5 zu 2 fasten und soll auch für bestimmt Krankheiten gut sein. Ich bin aber der Meinung das auch das keien Wunder bewirkt;D.

Oder machst du wirklich ca halbe/halbe?

Ich persönlich würde lieber nichts essen als nur 500kcal. ( davon gehe ich echt die Wände hoch).

Quaxli 10.9.2019, 14:37 

"Diät" heißt ja in unserem Sprachgebrauch, daß man sich eine Zeit lang mehr oder weniger stark einschränkt - und dann meist in alte Ernährungsmuster zurück fällt (unabhängig davon, wie gut oder schlecht diese grundsätzlich sind).
Das mag für den einen oder anderen sinnvoll sein, meist handelt es sich um Ernährungsweisen, die man nicht auf Dauer durchhalten kann.
Obiges scheint mir dazu zu gehören. Hat ja mit dem 5:2 des Intervallfastens nur bedingt zu tun.

Zumindest bei mir wäre Frust vorprogrammiert und ich würde es wohl nicht auf Dauer durchhalten. Hängt auch davon ab, wie sich die 500 kcal zusammensetzen. Wenn man wenigstens den Eiweißbedarf an dem Tag decken will, ist Hunger vorprogrammiert, schon weil der Magen nicht richtig voll wird.

juniper.... 10.9.2019, 15:18 

Schliesse mich denen an die sagen, dass das eine sehr persönliche Entscheidung ist womit man besser kann. Und wie die Rahmenbedingungen sind. Umfeld, persönliche Situation. Für Leute, die permanent Medikamente nehmen müssen ist häufig eine gleichmäßigere Essenszufuhr besser als so ein Rauf-Runter.

Ansonsten - da ja irgendwann jedes Dogma fällt, sollte man schauen wie man für sich ein Defizit hinkriegt. Das allerneueste ist jetzt, dass man nachts (!) KH (!) essen soll!!

https://www.nach-welt.com/gesundheit/kohlenhydrate-nachts-essen-als-ernahrungsempfehlung/

Also, Defizit kreieren und durchhalten. Es gibt keine Wundermethode, ausser Kaloriendefizit. Und die ist kein Wunder sondern Wissenschaft.

Bubblegu... 10.9.2019, 15:33 

Das gröste Problem sehe ich dabei:

Sgen wir du hälst das relativ leicht durch, hast irgendwann abgenommen was du wolltest..
So. Jetzt musste ja aus dem Defizit raus.
Also wieder umverteilen, jeden Tag den gesamten Umsatz (des neues Gewichts).
Du hast aber ja nicht gelernt mit dem weniger dauerhaft umzugehen, lediglich mit viel zu wenig und viel.
Nicht das Zwischending was du zum Halten bräuchtest.

Caro77 10.9.2019, 18:40 

Also eigentlich isst man bei 10 in 2 (eine Form des Intervallfastens) nur jeden tzweiten Tag und fastet die anderen komplett. Das mit den 500 kcal ist eigentlich bei 5:2 . 5 Tage/Woche normal essen, 2 nur 500 kcal

Glitzerk... 10.9.2019, 21:21 

Für mich wäre das vielleicht eine Idee zum Halten ohne Kalorienzählen: 1 Tag "fressen wie ein Tier", 1 Tag Eiweißshakes. Der Durchschnitt stimmt, der Aufwand ist nahezu null, und es lässt sich vermutlich auf Dauer durchhalten, weil ein Tag voller Einschränkungen noch überschaubar ist und Gelüste max. bis morgen warten müssen.

Bubblegu... 10.9.2019, 21:48 

Wobei dann villeicht die Gelüste am nächsten Tag immer grösser werden und das auf Dauer in viel stress aka zusammenreissen ausartet.
Würd mich eher unzufrieden machen.
Und wenn dann mal Festtage, Feierlichkeitn, Verabredungen auf die ungünstigen Tage fallen?
Klar, da kann man auch Ausnahmen macrn, die jdoch das wieder reinkommen dannach auch erschweren, rein psychisch gesehen..

KeepWeig... 11.9.2019, 06:35 

Ich halte da nicht viel von.

Wenn du allerdings auf natürliche Weise an manchen Tagen nur 500 Kalorien isst, weil du halt einfachch keinen Hunger hast, krank bist, keine Zeit zum Essen hattest oder am Vortag viel gegessen hast, dann finde ich das völlig ok, bzw. ist normal.
Wenn du allerdings einen Tag sogar über deinen Gesamtbedarf isst um am nächsten Tag mit Verbot auf 500 bleibst, ist das rein psychisch auf Dauer kontraproduktiv. Wenn du mich fragst trainierst du dir damit eine Gier aufs Essen an, die du im besten Fall aktuell jetzt noch gar nicht hast. Du denkst am 500Kcal-Tag immer nur an morgen, wenn du mehr essen darfst und wirst vermutlich dann viel zu viel essen. Verbote sind meiner Meinung nach meist kontraproduktiv. Ich denke der Mensch interessiert sich von Natur aus immer für das was er nicht darf oder kriegen kann....

Fazit: du trainierst dir eine Esssucht damit an.
...hab ich damals mit 19 auch so gemacht (in der Woche 500 Kalorien, am WE mehr) , danach hab ich richtig zugenommen.

Außerdem hat der Körper von Natur aus an manchen Tagen mehr und an anderen Tagen weniger Hunger, benötigt an manchen Tagen mehr Kohlenhydrate, an anderen weniger...wenn du auf deinen Körper hörst und genau wahrnimmst an welchen Tagen er was benötigt, fährst du auf Dauer viel besser mit, als es künstlich aufzuerlegen. Ich habe seit Mai 9 Kilo weniger (natürlich auch incl. Wasser!) weil ich mich vor jedem Essen darauf konzentriere----1. hab ich gerade überhaupt Hunger----2. worauf habe ich gerade Hunger.
Ich zähle nur ganz grob im Kopf und achte auf meinen Hunger. Wenn ich an manchen Tagen ein großes Defizit habe, weiß ich das gar nicht genau. Wieso sollte ich dann am nächsten Tag mehr essen, nur weil ich es von den eingesparten Kalorien her darf?

ldwg 11.9.2019, 10:36 

Juniper, zu dem verlinkten Artikel:
"Daher ist die Vorstellung, dass Sie von einer Mahlzeit essen, die Sie kurz vor dem Zubettgehen gegessen haben, während Sie schlafen, Unsinn "
"Es ist nur so, dass Sie weniger Kalorien verbrauchen, als Sie verbrennen."
Stehe ich auf dem Schlauch oder machen diese Sätze einfach keinen Sinn?

semskij64 11.9.2019, 11:17 

Also bei mir ist es ja so...dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe...
Trotz 3 mal Sport in der Woche...eine Arbeit bei der ich viel unterwegs bin zu fuss...ist es bei mir so...habe ich eine Durchschnittliche Kalorienaufnahme von 2000+ dann nehme ich langsam aber stetig zu..Esse ich im Schnitt nur 1800 - 2000 Cal. so halte ich mein Gewicht. Habe schon alles mögliche Probiert was für mich am einfachsten ist. Von täglich nur 1800 Cal. bis 5:2..Egal wie ich es anstelle...Sobald ich über 2000 im SChnitt komme werde ich schwerer...ist leider so...Es ist schön zu lesen wie alle über das Thema denken...Es freut mich auch dass so viele schreiben....Esssucht ...hmm was versteht man darunter..unkontrolliertes rein schaufeln an Nahrung...??
Ich pass da schon auf...dass ich mich vor allem Gesund ernähre....viel Gemüse usw.
An den Tagen an denen ich wenig esse Koche ich mir meistens schon vor...Freue mich darauf zu essen..ja das stimmt...aber ich passe da schon immer auf...was ich esse und wie viel ich esse...
Werde das mal weiter versuchen..
Meine Nahrung schreibe ich nun seit 7,5 Jahren auf....Hätte ich eine Normal funktionierende Schilddrüse wäre das alles wohl einfacher für mich.
Aber Danke nochmal an alle die sich hier zum Thema so einbringen.
gruß
Klaus

Bubblegu... 11.9.2019, 11:34 

Iat die Unterfunktion ärztlich bestätigt?
Wenn ha wiesi ist die nicht eingestellt?
Das ist dann ziemlich gefährlich, dadurch werden fast alle Organe in mitleidenschaft gezogen und die Zunahme ist dein geringstes Problem!!!

Bubblegu... 11.9.2019, 11:36 

Mit tabletten würden sich die Hormon Werte wieder normalisieren...zack, alls wieder normal und die Abnahme wird dadurch nicht mehr beeinflusst.
Wäre also so ziemlich die einfchste Lösung?

semskij64 11.9.2019, 11:58 

Ja klar bestätigt...wurde bei mir 2012 fest gestellt. Seit dem muss ich Tabletten einnehmen. Aber ganz so einfach ist es nicht....Ich arbeite im Schichtdienst...
da esse ich dann total unterschiedlich..vielleicht ist da auch etwas dran.
Meine Dosis wurde in den letzten 7 Jahren 3 mal erhöht...muss bald wieder zur Untersuchung..
Damals fragte mich der Doktor ob ich Probleme hätte mit meinem Körpergewicht...
Meine Antwort darauf
...mein ganzes Leben ist eine einzige Diät...

hahahah...

ldwg 11.9.2019, 13:13 

Bubblegum: Das funktioniert so nicht, einfach ein Paar Tabletten einwerfen und gut ist. Bei manchen mag das ja sein, aber bei weitem nicht bei allen. Ich würde nicht pauschal sagen "zack, alles wieder normal".

tortensc... 11.9.2019, 13:18 

".Sobald ich über 2000 im SChnitt komme werde ich schwerer"

Dann ist dein Verbrauch eben gerninger oder du trackst zu ungenau/ großzügig...


"2500 - 2800"

Ist für die meisten Bürotäter übnrigens nicht normal sondern VIEL!

"Hätte ich eine Normal funktionierende Schilddrüse wäre das alles wohl einfacher für mich. "

Mag sein. Aber wenn du richtig eingestellt bist, sollte es sich auch wieder normalisieren. Wenn du in 7 Jahren nur 3mal zur Kontrolle warst bzw neu eingestellt wurdest- kommt mir das als nicht-schilddrüsepatient nach allem was ich darüber weiß komisch vor.

Bubblegu... 11.9.2019, 15:39 

Das war auch eher überspitzt ausgedrückt ;)
Aber es hilft eben schon sehr, allein schon weil nrmale Hormonwerte dem ganzen Körper zugute kommen und spätere gravierende Probleme verhindern ;)

Bubblegu... 11.9.2019, 15:42 

Hier ist im übrigen alles halbe Jahr zur Kontrolle normal, wenn man eine Unter oder Überfunktion hat.
Also deutlich öfter!
Gerde am Anfang weils kniffelig sein kann die passende Dosis zu finden

Glitzerk... 11.9.2019, 19:52 

"auf natürliche Weise" esse ich ca. 3000kcal und verdammt wenig Eiweiß, weil mein Appetit einfach Zucker-Fett ist, deshalb halte ich FÜR MICH das Essen "auf natürliche Weise" für ungeeignet. Die Methode aus dem Titel ist vielleicht nicht so perfekt wie gut durchdachte und jeden Tag supergesunde Ernährung, aber ich würde sie nicht gleich verteufeln, solange es um erwachsene Menschen ohne psychische Störungen oder spezielle Krankheiten geht. Wenn aus Sicht der Schilddrüse nichts dagegen spricht, alle 2 Tage viel weniger zu essen, dann warum nicht?

semskij64 12.9.2019, 00:38 

Hallo
Ich gehe Regelmäßig zu meiner Kontrolle für die Schilddrüse. Ich hatte ja geschrieben dass die Dosis in 7 Jahren 3 mal angepasst wurde.
Nur mal so zur Info..
Ich bin kein Bürotäter wie man vielleicht meinen möchte. Ich bin in der Arbeit im Schnitt so ca. 12000 SChritte immer unterwegs. Gehe mind. 3 mal wöchentlich ins Krafttraining....und das mit Leidenschaft...Dazu wenn möglich noch 2 mal walken...zwischen 7 und 12 km...wöchentlich.
Dennoch hab ich das Gefühl als würde mein Körper jede noch so kleine cal. aus dem essen pressen...übertrieben gesagt..
Was mich ja interessieren würde wie macht ihr es denn...mit den Diäten..Passt ihr einfach täglich auf nicht zu viel cal. zu sich zu nehmen...oder macht ihr 16:8 oder sonst ein System...
Also das 16:8 funktioniert bei mir überhaupt nicht wegen der Schichtarbeit...kann mich nicht damit anfreunden.
Gruß an alle

NelaEmil... 12.9.2019, 06:33 

Ich glaube Sinn dieser diversen Intervall-Fasterei ist es, das Verdauungssystem zu entlasten ( eben entweder 15 Stunden lang oder 1 Tag usw.)
Zur Zeit zähle ich Kalorien, hab aber auch schon Intervall-Fasten 16:8 gemacht und zum Beispiel schlank im Schlaf. Ich habe allerdings bei mir festgestellt, das geht alles nur eine gewisse Zeit gut. Wenn das neue System für meinen Organismus neu ist, fährt er voll drauf ab, sobald er sich gewöhnt hat, passt es nicht mehr. Jeder muss da seinen eigenen Weg finden und schauen, was für den Körper gut ist. Ich denke einen Tag Essenspause zu machen schadet bestimmt nicht, dass man damit am nächsten Tag aber 2000 oder mehr kcal aufnehmen kann und womöglich noch ungesundes Zeug in sich reinstopft ist mit Sicherheit damit nicht gemeint. Ich würde mich an deiner Stelle eher beraten lassen, was bei der Schilddrüsen-Unterfunktion angebracht ist, sowohl der Rhythmus als auch die Art des Essens. Vielleicht solltest du eher mehrerer übe kleinere Mahlzeiten zu dir nehmen, oder nur 3 große..... da gibt es doch bestimmt Beratungsstellen!?

KeepWeig... 12.9.2019, 06:49 

"Esssucht ...hmm was versteht man darunter..unkontrolliertes rein schaufeln an Nahrung...??"

Esssucht fängt schon dann an, wenn man dem Körper mehr Energie zufügt als er benötigt.
Wenn man kein Gefühl dafür hat, wieviel der Körper an Energie benötigt, wenn man dem Essen ansich einen sehr hohen Stellenwert gibt und ständig dran denkt obwohl man keinen Hunger hat.
In der westlichen Welt werden immer mehr Menschen esssüchtig, weil ihnen der Sinn des Lebens in dieser künstlichen Welt fehlt. Um es ganz hart auszudrücken---ja, sobald man isst, es als höchsten Genuss an sieht und über seinen Gesamtbedarf ist, ist man bereits im Anfangsstadium einer Esssucht. Oder wenn man meint noch weiter essen zu müssen obwohl man bereits satt ist....Wenn du mich fragst, sind sehr viele Menschen esssüchtig, wie auch sehr viele nicht mehr normalgewichtig sind. Und die Quote steigt.
Es gibt selbst Menschen denen man an der Figur nicht ansieht, dass sie esssüchtig sind. Ich meine jetzt nicht die Bulimiker, die anschließend alles auskotzen. Sondern die, die phasenweise zu viel essen, zunehmen, und mit Disziplin alles wieder abnehmen, anschließend wieder zunehmen und wieder abnehmen.

tortensc... 12.9.2019, 12:30 

"ja, sobald man isst, es als höchsten Genuss an sieht und über seinen Gesamtbedarf ist, ist man bereits im Anfangsstadium einer Esssucht."

Das würde ich so definitiv nicht unterschreiben. Gerade wer mit wirklichem Genuss ist, wird weniger essen als jemand der nur schnell was zwischen die Zähne schiebt.

Zumindest ist es bei mir so, dass ich wenn ich etwas ungewöhlnlich schnmackhaftes eben auch viel bewuster und langsamer esse und auch zufriedener bin, ob wohl ich mich nicht so vollgestopft hab wie manchmal...

stera1210 12.9.2019, 13:34 

Da bin ich bei Tortenschnittchen: Essen als Genuss zu sehen ist nicht das Problem einer Essstörung. Man soll doch auch das Essen genießen und nicht nur als notwendiges Übel ansehen. Und IMMER nicht aufhören zu können (ich sprech jetzt nicht von ausnahmsweise nicht aufhören), hat nichts mit Genuss zu tun. Das wiederum geht eher in die Richtung "Essstörung"

paeonia 12.9.2019, 15:14 

Ich habe ebenfalls schon sehr viele Jahre eine Schilddrüsenunterfunktion. Durch L-Thyroxin ist sie aber so gut eingestellt, dass die Blutwerte in etwa denen einer gesunden Schilddrüse entsprechen. Das ist ja auch das Ziel der Medikation.

semskij64
Sind deine Schilddrüsenwerte denn immer noch nicht so angeglichen, dass die Blutwerte entsprechend gut sind? Vielleicht wäre ein Besuch beim Endokrinologen erforderlich, damit deine Schilddrüse entsprechend gut eingestellt wird?

An sich sollte so eine Unterfunktion hinsichtlich der Abnahme nur Schwierigkeiten machen, wenn sie nicht mit Medikamenten behandelt wird und/oder diese Medikation nicht optimal ist.

Bubblegu... 12.9.2019, 17:23 

Ein weiterer Aspekt der Esssucht ist ja auch die psychische Komponente.
Essen als Mittel für anderes zu gebrauchen.
Sei es als Tröster, Stressbewältigung, Selbstschutz oder als Bestrafung.
Gibt ja vieles.
Sobald man es nicht aus Genuss oder zur Energiegewinnung tut sondern aus einem psychischen Aspekt heraus der erstmal nichts mit dem Essen an sich zutun hat würde ich persönlich es als Esssucht bzw. Gestörtes Verhältnis dazu ansehen.

KeepWeig... 13.9.2019, 07:54 

"Gerade wer mit wirklichem Genuss ist, wird weniger essen als jemand der nur schnell was zwischen die Zähne schiebt."

Das stimmt allerdings. Ich meinte das eher im Sinne von Genuss wenn man gleichzeitig auch noch zuviel des Guten isst. Ich könnte theoretisch 3 Tafeln Schokolade mit Genuss essen. Also füge ich Energie zu mir, die nichts mit Lebensmitteln in dem Sinne zu tun hat, nur mit Genuss. Und dann wäre der Genuss eine Sucht. Trinke ich ein kleines Gläschen Rotwein zum Sonnenuntergang im Spätsommer, bin ich ja auch keine Alkoholikerin, also süchtig.... wir verstehen uns :-)

ldwg 13.9.2019, 10:22 

Ich finde es auch problematisch, Essen mit Genuss gleichzusetzen. Eigentlich sollte Essen immer nur dem Stillen des Hungers dienen, und nicht dem Genuss - ihr sagt ja selbst, dass man die emotionale / psychologische Komponente beim Essen betrachten sollte, und was ist Genuss, wenn nicht ein emotionaler / psychologischer Zustand?
Ich finde, das Wort "Genuss" wird zu häufig verwendet. Man sollte nicht jedes Abendessen genießen - das tägliche Abendessen ist einfach ein Akt der Nahrungsaufnahme, um die körperlichen Bedürfnisse zu erfüllen. Wenn ich jeden Abend auf den "Genuss" warte, dann erzeuge ich doch erst die Abhängigkeit vom Essen. Genuss = Belohnung, und Essen sollte keine Belohnung sein.

tortensc... 13.9.2019, 11:03 

Naja sich das Essen aber nur nach irgendwelchen Inhaltsstoffen auszusuchen ist auch nicht normal und kann durchaus auf eine Essstörung hindeuten.

Aber es ist doch bei allem so. nach dieser Theorie wäre es auch Sucht( oder wie man es nennen will) wenn man nur der Bewegung wegen( oder aus Lust am Draußen sein) Spazieren, Walken rennen oder Radeln geht. Das dient ja schließlich dann nicht der Fortbewegung.+


"wir verstehen uns :-) "

Schon. 3 Tafeln Schoki würde ich in der Tat nicht mit Genuss essen. Das "schaffe" ich nicht mal in der Woche und esse mitunter auch nur ein Stück schoki weil es gerade da liegt...

juniper.... 13.9.2019, 11:43 

ldwg:

"Daher ist die Vorstellung, dass Sie von einer Mahlzeit essen, die Sie kurz vor dem Zubettgehen gegessen haben, während Sie schlafen, Unsinn "
"Es ist nur so, dass Sie weniger Kalorien verbrauchen, als Sie verbrennen."
Stehe ich auf dem Schlauch oder machen diese Sätze einfach keinen Sinn?

Kleiner Schlauch glaub ich.

Zum 1. Zitat: Offenbar glauben ja viele Leute, dass man zunimmt, wenn man zur "falschen" Zeit das "falsche" ist. Der Satz sagt aus, dass genau das nicht der Fall ist. Man nimmt nicht zu weil man nach 18 Uhr noch Kohlenhydrate gegessen hat, sondern weil man insgesamt zu viel gegessen hat.

Über Zitat 2 bin ich auch erst mal gestolpert - denke aber, dass da eine ungünstige Wortwahl hinsichtlich des "verbrauchens" vorliegt. Und etwas aus dem Zusammenhang gerissen ist. Es geht ums Abnehmen und insgesamt geht es in dem Artikel darum dass das "timing" der Nahrungsaufnahme weit weniger wichtig ist als die Gesamtmenge der aufgenommenen Kalorien (was hier wahrscheinlich die fürs Essen "verbrauchten" Kalorien sind) im Verhältnis zum Energiebedarf des Körpers (hier: Verbrennung).

Jetzt nachts die Kohlenhydrat-Orgie zu fahren wirds auch nicht bringen zum Abnehmen. Letztendlich sagt der Artikel aus: Defizit, Defizit, Defizit. Ohne gehts nicht.

juniper.... 13.9.2019, 12:03 

Thema Sucht: Mal abgesehen von definierten Krankheitsbildern wie z.B. Bulimie, würde ich als "Sucht" oder "Suchtverhalten" bezeichnen wenn einem schon klar ist, dass das aktuelle Verhalten nicht gut für einen ist, man es aber trotzdem tut und irgendwie auch das Gefühl hat, dass man keine Kontrolle drüber hat. Eben wie ein Alkoholiker oder Spielsüchtiger genau weiss dass es nicht gut ist wenn er oder sie jetzt noch weiter trinkt oder mehr Geld in den Automaten wirft, es aber trotzdem tut. Kontrollverlust trotz besserem Wissen.

Zwanghaft die Kekspackung leer machen wäre auch so ein Fall. Von "Genuss" ist in all diesen Fällen nicht die Spur vorhanden.

"Eigentlich sollte Essen immer nur dem Stillen des Hungers dienen, und nicht dem Genuss"

Diese Aussage klingt für mich wie die Essensvariante von: "Sex nur zur Fortpflanzung aber bloss keinen Spass dabei haben". Ist das wirklich dein Ernst, ldwg? Was ist mit sozialem Zusammenhalt gefördert durch gemeinsames Essen? Ja, und auch Lebensfreude allgemein.

Essen bei Menschen ist ein ziemlich komplexes Thema, das auch ganz viel soziale Komponente hat neben der reinen Energieaufnahme.

"Wenn ich jeden Abend auf den "Genuss" warte, dann erzeuge ich doch erst die Abhängigkeit vom Essen. Genuss = Belohnung"

Seh ich anders. Bzw. vielleicht ist "Genuss" nicht ganz das richtige Wort, das hat so einen rein hedonistischen Charakter. Es geht denk ich mehr um das, was heute auch in der Psychologie mit "Achtsamkeit" umschrieben wird. Was Hören auf die Bedürfnisse des Körpers einschliesst (und damit ein Überessen ausschliesst.

Ich seh das wie KeepWeight - viele Leute fühlen keinen "Sinn im Leben" und versuchen (mehr oder weniger unbewusst) die gefühlte Leere dann mit Essen aufzufüllen. Dass bei uns gerade hochkalorisches Essen leicht verfügbar ist und uns quasi noch an allen Ecken und Enden durch Werbung von von anderen aufgedrängt wird machts nicht einfacher da achtsam gegenzusteuern.

juniper.... 13.9.2019, 12:12 

Thema Schilddrüse: Meine Unterfunktion ist ja Nebenwirkung eines Medikaments, das ich leider nicht absetzen darf.

Als das vor ein paar Jahren anfing, liess sich das ganze ziemlich schnell einstellen. Danach waren halbjährliche Kontrollen angesagt. Hat auch gut funktioniert. Dann bin ich vor ca. 2 Jahren in die Wechseljahre gerutscht und Östrogen wirkt offenbar auch auf die Schilddrüse - seither "darf" ich alle 3 - 4 Monate zum Kontrolltermin und bei den letzten 4 Terminen wurde JEDES verdammte Mal die Dosierung geändert. Erst ging es rauf rauf rauf, und dann etwas runter, etwas runter... das Hormonchaos macht die Schilddrüseneinstellung echt nicht besser. Endokrinologe macht da auch keinen Sinn, weil das wieder nur eine Momentaufnahme ist und die Hormonachterbahn nun mal biologisch so programmiert ist. Da werd ich wohl noch eine Weile durch müssen. Teilweise wurde mir sogar unterstellt, ob ich denn überhaupt die Medikamente konsequent nehmen würde. Ja liebe Fachärztin, das tue ich. Sogar unter Berücksichtigung der Karenzzeiten und Wechselwirkung mit Lebensmitteln.

Das wird Klaus so nicht betreffen, zeigt aber dass selbst eine bereits eingestellte Schilddrüse wieder renitent werden kann, bzw. eine Einstellung nicht so einfach ist, manchmal.

stera1210 13.9.2019, 12:12 

Tortenschnittchen: "nach dieser Theorie wäre es auch Sucht( oder wie man es nennen will) wenn man nur der Bewegung wegen( oder aus Lust am Draußen sein) Spazieren, Walken rennen oder Radeln geht. Das dient ja schließlich dann nicht der Fortbewegung."

Auch Sport kann "süchtig" machen, alles was zu viel, zu übertrieben ist, birgt diese Gefahr. "Sucht" für mich heißt: Ich kann nicht anders, als so zu handeln, wie ich handle, sei es beim Essen, trinken, Sport..., sprich dahinter steckt irgendwo ein Zwang, ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht.

juniper.... 13.9.2019, 12:21 

Sucht wird es m.M. nach dann, wenn das Verhalten schädlich wird - zuviel Sport fällt da drunter. Moderater Sport aus Lust an der Bewegung eben nicht, weil das ja nicht schadet. Im Gegenteil.

juniper.... 13.9.2019, 12:32 

Noch ein Nachgedanke zum Thema "Genuss". Ich bin ja nun in einem Haushalt aufgewachsen, wo Essen grösstenteils die von ldgw genannten Funktion hatte: Treibstoff für den Körper zum weiter arbeiten können.

Ich kann definitiv sagen, dass das nicht zu einem liebevollen Verhältnis zum eigenen Körper führt, dass man wirklich gut für ihn sorgen möchte. Auch nicht zu Ablehnung, mehr zu so einem mechanistischen distanzierten Verhältnis. Was nicht wirklich gut ist und dazu führt dass man die eigenen Körpersignale bzgl. hungrig/satt nicht wahr nimmt, geschweige denn drauf hört.

Essen bedeutete: Wenn du hungrig bist, iss (=schaufel es schnell rein), wenn nicht lass es bleiben! Langsam und genussvoll essen? Das Essen wirklich wahr zu nehmen? Vergiss es. Das war dann ja ein Zeichen dafür, nicht wirklich hungrig zu sein.

Weiss nicht ob das ist was ldgw meinte, aber das sind die Assoziationen die bei mir hoch kommen wenn ich höre, Essen ist Nahrungsaufnahme. Punkt. Und das ist kein guter Zustand nach meiner Erfahrung.

Wenn "Genuss" in diesem Zusammenhang allerdings die permanente Jagd nach dem Gaumenkitzel bedeutet, weil man sonst keinen Sinn im Leben hat, dann finde ich diese Art von "Genuss" allerdings auch nicht sinnvoll.

ldwg 13.9.2019, 13:09 

Ich glaube, ich habe mich auch ungünstig ausgedrückt. Natürlich kann man Essen mit Beisammensein etc. verbinden. Nur habe ich das Gefühlt, dass in letzter Zeit "Essen genießen" eben ein Schlagwort ist. "Echter Genuss" bei einem Bild von einem fettigen Muffin in der Bahn, "Genuss erleben" bei einer Flasche Bier, "Grillgenuss" mit Steak vom Discounter... Das hat doch nichts mit Genuss zu tun.
Ein Frühstück ist für mich ein Akt der Nahrungsaufnahme, ich will nicht jeden Tag um 6 Uhr morgens "ein Brötchen genießen". Aber wenn ich mal im Hotel bin und Sektfrühstück habe, da ist es vielleicht wirklich ein Genuss - ein Zusammespiel aus dem Gefühl des Urlaubs, außerdem is(s)t man da vielleicht nicht allein, die soziale Komponente, die schönen Tischdecken... Da ist das Essen ja zweitrangig, da geht es ja explizit um etwas anderes. Wenn ich aber versuche, jede Nahrungsaufnahme in einen Genuss zu verwandeln, dann wird das doch erst zwanghaft und unnormal. Das meine ich: wenn wirklich das Essen zum eigentlichen "Genuss" wird, und nicht das ganze drum herum, dann wird Essen ja auch zur Belohnung und emotional besetzt.
Vielleicht drücke ich mich wirklich falsch aus, aber in meinem Kopf macht das Sinn.

juniper.... 13.9.2019, 13:39 

""Echter Genuss" bei einem Bild von einem fettigen Muffin in der Bahn, "Genuss erleben" bei einer Flasche Bier, "Grillgenuss" mit Steak vom Discounter... Das hat doch nichts mit Genuss zu tun."

Nee, diese Art von "Genuss" meinte ich auch nicht.

Was ich meinte hat mehr mit Bewusstheit und Achtsamkeit zu tun. Nicht nebenher rein schieben sondern sich auf das Essen an sich konzentrieren. Dann wird man auch viel convenience und Fast Food nur noch bäh finden (ich lieeebe die Doppelbedeutung dieses Begriffs in der deutschen Sprache, hihi). Die Belohnungs-Komponente sehe ich da auch weniger. Dafür gibts sicher auch Gelegenheiten aber im Alltag kommt das weniger zum tragen finde ich.

Und da die Psychologie inzwischen ja auch predigt, dass mehr Im-Moment-Sein im Alltag gut für die psychische und physische Gesundheit ist (Stichwort Stressabbau etc.) geht das ja in die richtige Richtung.

Und ich sags mal so - wenn man Hunger hat (also wirklich physisch Nahrung braucht), dann ist jedes Essen ein Genuss im Sinne von "mit freudigen Gefühlen verbunden". Es geht nicht drum, jetzt unbedingt was zu suchen was man "geniessen" kann (weil man sein Leben sonst ziemlich besch...eiden findet) sondern darum, dass was man sowieso tut (wie z.B. essen) bewusst und angenehm zu erleben. Funktioniert bei einem Zahnarzttermin eher weniger, aber beim Essen kann es schon funktionieren denk ich. Die kleinen Freuden des Alltags... oder so.

Nicht dass ich das immer hin kriegen würde. Aber ist Fernziel.

juniper.... 13.9.2019, 13:43 

die von dir angeschriebene Werbung sagt ja quasi, hey, du findest dein Leben Schrott, hier, iss diesen überzuckerten, fettigen Muffin, das ist ganz toller Genuss den du haben kannst auch wenn der Rest Mist ist.

D.h., dieser Muffin ist ZUVIEL weil der Körper und die Psyche ihn gar nicht wirklich will oder braucht. Quasi von Aussen gewecktes Verlangen (da wirds nichts mit Genuss). Echter Genuss kommt dann wenn das Verlangen von innen heraus entstanden ist. Weil man eben wirklich Hunger hat und nicht nur isst weil es "Zeit ist", das Zeug da steht, man Langeweile hat etc.

juniper.... 13.9.2019, 20:50 

Oh, interessant, hier ist ein aktueller Artikel, der zur Diskussion passt.

https://web.de/magazine/ratgeber/essen-trinken/mindful-eating-hilft-abnehmen-34001996

Nur der Aufhänger... bei mir liefs eher so, dass ich indirekt zum Schlingen aufgefordert wurde.

juniper.... 13.9.2019, 20:52 

Neu ist das ganze übrigens nicht - ich erinnere mich schon vor 40 Jahren solche Konzepte gelesen zu haben, da hiessen sie nur anders und waren nicht so psychologisch und wissenschaftlich unterfüttert.

KeepWeig... 14.9.2019, 08:44 

" Aber wenn ich mal im Hotel bin und Sektfrühstück habe, da ist es vielleicht wirklich ein Genuss - ein Zusammespiel aus dem Gefühl des Urlaubs, außerdem is(s)t man da vielleicht nicht allein, die soziale Komponente, die schönen Tischdecken... Da ist das Essen ja zweitrangig, da geht es ja explizit um etwas anderes. "

Das sollte man auch genießen können. Im Normalfall.

Wenn man dann aber die ganzen künstlichen Lebensgewohnheiten der westlichen Welt zusammenhängend betrachtet, können selbst viele Leute genau solche genussvollen Situationen gar nicht mehr genießen und an sich ran lassen. Stichwort schlanke Dame auf Dauerdiät: Denkt sicherlich genau in so einer Sektfrühstückssituation nur noch an die Kalorien und zählt mit. Ein Croissant? Niemals!!! Und wenn es in so einer Situation doch gegessen wird, dann mit einem ganz schlechten Gewissen.
Einzelfall? Glaube ich nicht.

Da wird wochenlang im Fitnessstudio auf dem Cardio vor der Wand auf der Stelle trainiert, am Gerät werden stupiede zig Wiederholungen gemacht...ihr versteht was ich meine.... um dann bei einer Sektfrühstücksituation dann doch mal ein Croissant zu wagen---mit schlechtem Gewissen.

Schon oft gehört: "Ich gehe jetzt erstmal eine Stunde joggen/ins Fitnessstudio um anschließend die Einladung beim Grillen ohne schlechtes Gewissen annehmen zu können" oder " ich war gestern Abend im Restaurant, also gehe ich gleich am nächsten Morgen Joggen....Vorausgesetzt diese Person geht nicht wirklich an der Lust am Joggen Sport machen, sondern weil sie es muss.

Ich finde das soooo künstlich so ein Leben. Das ist so ein heftiger Kreislauf. Hat überhaupt nichts mit Genuss zu tun, kein Genuss sich körperlich zu betätigen und kein Genuss mal ein Croissant zu essen.

Zum Beispiel wenn ich eine mehrstündige Wanderung in der Natur mit meinem Hund unternehme, im besten Fall in einer Gruppe,dann ist das für mich absoluter Genuss mich sportlich zu betätigen. Vielleicht einen Wanderurlaub in den Bergen,und dann Brotzeit ;-)

KeepWeig... 14.9.2019, 08:50 

...nur ich sag mal so, wenn dieser westliche Mensch 8-9 Stunden täglich im Büro sitzt kann er ja nicht anschließend noch eine Halbtageswanderung zum Ausgleich machen. Da geht er dann lieber noch 2 Stunden ins Fitnessstudio um effektiv seine Bewegung zu bekommen, vor der Wand :-/ auf dem Cardiogerät. Wenns glücklich macht....

juniper.... 14.9.2019, 11:47 

KeepWeight, wir sollten mal zusammen spazieren gehen. Und hinterher für Brotzeit ;-) Wobei mein Wandertempo eher schneckig sein dürfte, leider.

Sehe dass sehr ähnlich wie Du. Der Genuss des Lebens bleibt auf der Strecke vor lauter Vorschriften. Deswegen finde ich so enge Korsetts wie "1 Tag 500 kcal, 1 Tag normal essen" (wie immer man auch "normal" hier definiert) auf Dauer kontraproduktiv.

Man hat so viele Vorschriften und von aussen vorgegebene Sachen durch Arbeit etc. Und dann noch das Essen durchreglementieren lassen? Nee.

Langfristig hilft nur eine allgemeine Lebenszufriedenheit und die kriegt man nicht durch kaufen kaufen kaufen konsumieren sondern im Gegenteil durch Ausklinken aus dieser Konsumgesellschaft. Nicht kaufen weils einem angepriesen wird und alle sagen dass es ganz toll ist sondern sich überlegen, was einen wirklich glücklich macht. Das kann auch mal die leckere Schoki sein. Oder eine deftige Schlachtplatte. Mit Sauerkraut.

Die Glücksforschung bietet inzwischen ja schon eine Menge Ansätze.

https://www.spektrum.de/wissen/die-fuenf-grossen-fragen-der-gluecksforschung/1404493

Insgesamt muss ich zugeben, dass ich gesundheitlich angeschlagen bin und nicht so kann wie ich möchte hat zumindest den positiven Effekt, dass ich jetzt Teilzeit arbeiten kann (hat vorher leider ums Verrecken nicht funktioniert weil nix zu kriegen) und daher aus dem ganzen Vollzeit Stress raus bin. Das, und ein massives Überdenken was mir wichtig ist im Leben und ein gründliches Durchrütteln meiner Prioritäten.

Ich wäre allerdings wohl noch glücklicher, wenn mir das Universum diese Erkenntnisse mit einer weniger drastischen Erkrankungskeule reingehauen hätte. Aber wahrscheinlich hätte ich es dann nicht ausreichend wahrgenommen.

s.t.e.r.n 14.9.2019, 15:10 

"Esssucht ...hmm was versteht man darunter..unkontrolliertes rein schaufeln an Nahrung...??"

Zu einer Essstörung gehören auch die Gedanken, die sich um das Essen drehen. Natürlich plant man ein schönes Essen, plant den Einkauf und auch das Kochen.

Doch bei einer Essstörung fragt man sich, kann ich das jetzt noch essen, oder man verbietet sich das Essen, weil es heute nicht ins Budget passt oder man freut sich darauf, etwas morgen zu essen, weil man dann wieder den Esstag hat. Das heißt, die Gedanken drehen sich um das Essen und Nichtessen in einem Umfang, der deutlich größer ist, als es nötig ist.

Der nächste Schritt ist, dass diese Gedanken zwanghaft werden. Das heißt man macht etwas ganz anderes, geht der Arbeit, einem Hobby nach oder entspannt sich gerade, ist also mit den Gedanken bei anderen Themen. Und nun schieben sich Gedanken an das Essen immer wieder dazwischen. Man möchte diese Gedanken in dem Moment nicht haben, aber sie lassen sich nicht erfolgreich bei Seite schieben, sondern drängen sich immer wieder dazwischen.

Das alles ist völlig unabhängig vom BMI, d.h. dem tatsächlichen Gewicht. Wenn man nun eine Ernährunsweise wählt, die zu solchen Gedanken verleitet, kann es sein, dass sich diese Gedanken automatisieren und in eine Essstörung münden. LG

KeepWeig... 15.9.2019, 08:23 

"KeepWeight, wir sollten mal zusammen spazieren gehen. Und hinterher für Brotzeit ;-) Wobei mein Wandertempo eher schneckig sein dürfte, leider. "

Ja, gerne :-)

Schneckig gehe ich auch manchmal, gibt ja immer so viel zu sehen!

KeepWeig... 15.9.2019, 08:41 

"Langfristig hilft nur eine allgemeine Lebenszufriedenheit und die kriegt man nicht durch kaufen kaufen kaufen konsumieren sondern im Gegenteil durch Ausklinken aus dieser Konsumgesellschaft. Nicht kaufen weils einem angepriesen wird und alle sagen dass es ganz toll ist sondern sich überlegen, was einen wirklich glücklich macht."

Sehe ich auch so. Aber der Staat wünscht sich schon ein gut ausgeprägtes Konsumverhalten seiner Leute. Stichwort Wachstum. Aber vielleicht kriegen viele jetzt den Denkanstoß durch die Klimadiskussion....
Ich muss auch immer schmunzeln wenn ich sehe wofür viele ihr (hart erarbeitetes) Geld ausgeben, letztens noch gelesen und ziemlich treffend: "Ein IPhone zeigt mir, dass sein Besitzer nicht mit Geld umgehen kann".

"...dass ich jetzt Teilzeit arbeiten kann (hat vorher leider ums Verrecken nicht funktioniert weil nix zu kriegen) und daher aus dem ganzen Vollzeit Stress raus bin. Das, und ein massives Überdenken was mir wichtig ist im Leben und ein gründliches Durchrütteln meiner Prioritäten. "

Ich arbeite jetzt knapp 4 Jahre Teilzeit und könnte mir nicht mehr vorstellen Vollzeit zu arbeiten, es sei denn mein Arbeitgeber bietet demnächst Homeoffice an, dann würde ich eventuell etwas mehr arbeiten, alleine schon die Fahrtzeit könnte ich in Arbeitszeit investieren. Aber so, niemals!

Glitzerk... 15.9.2019, 12:31 

Teilzeit ist mein Traum! Das Geld würde schon reichen und ich hätte mehr Zeit für mich und wer/was sonst noch wichtig ist, aber trotz Fachkräftemangel will kein Arbeitgeber Teilzeit anbieten, weil ich es weder mit Kindern noch mit Krankheiten begründen kann und "dann sieht es so aus als wären Sie nicht motiviert". Das ist zum Kotzen! Hmmm Vielleicht werde ich mal fix bulimisch, dann hätte ich eine Krankheit, die meinen Wunsch begründet (schlechter Scherz).

juniper.... 15.9.2019, 17:15 

Glitzerkriegerin, ja, genau das war mein Problem.

Mit krasser Erkrankung ist dann vieles möglich. Dennoch m.M. nach (zu) teuer erkauft.

sofern man in einem relativ sicheren Arbeitsverhältnis ist, kann man Teilzeit allerdings auch einklagen. Das hätte ich machen können ehe die ganze Gesundheitsmisere anfing, aber wie unbeliebt will man sich machen? Und wer rechnet damit, dass es so knüppeldick kommt wenn man es nicht tut?

Im Nachhinein muss ich sagen, hätte ich mal besser gemacht. Aber im Nachhinein ist man häufig schlauer.

KeepWeight, klar, in die Wachstumsökonomie passt ein überlegter Konsum nicht so gut. Ich hoffe du hast recht und Klima- und Müllproblematik ändern tatsächlich bei genug Leuten was in den Köpfen, dass sich auch anderweitig was ändert - Zeit ist der neue Luxus, würde dann auch den Wunsch nach Teilzeit besser realisierbar machen wenn es sich durchsetzt.

stera1210 16.9.2019, 14:30 

"Doch bei einer Essstörung fragt man sich, kann ich das jetzt noch essen, oder man verbietet sich das Essen, weil es heute nicht ins Budget passt oder man freut sich darauf, etwas morgen zu essen, weil man dann wieder den Esstag hat. Das heißt, die Gedanken drehen sich um das Essen und Nichtessen in einem Umfang, der deutlich größer ist, als es nötig ist."

Aber fragt sich das nicht fast jeder hier im Forum bzw. jemand der eine Diät/Abnahme macht oder hinter sich hat? Ich habe immer den Eindruck, je weniger ich essen will, weil ich abnehmen möchte, desto mehr Gedanken mach ich mir was ich wann wie esse.

Eine kleine Begebenheit am Rande: Von meinem damaligen Freund (wir wohnten nicht zusammen) sind sehr kurz hintereinander die Eltern und Großmutter gestorben, so dass er allein im Haus war. Wir leben hier auf dem Dorf. Ich weiß nicht wie viele, gerade ältere Frauen, mich gefragt haben, was der Junge denn jetzt den ganzen Tag isst und wer für ihn kocht. Das war wichtiger als die Frage danach, wie er das Ganze verarbeitet....

NoT 16.9.2019, 20:16 

stera:
Ich denke, es ist ganz normal sich Gedanken darüber zu machen, was man an diesem oder jenem Tag isst/gegessen hat/noch essen kann (im Sinne der Bilanz).
Wenn sich aber die Gedanken zu einem großen Teil nur noch darum drehen und eben kein gesundes Maß mehr haben, dann wird es problematisch.
Ich hatte auch eine Zeit, da haben sich 70% meiner Gedanken ums Essen und die Kalorien gedreht, allerdings ging ich damals die Sache auch sehr unorganisiert an. Seit ich vorplane (2-5 Tage), mir für jeden Tag einen Puffer lasse (für doch mal ein Stück Schokolade/Kuchen/Muffin/Chips/...) und mich nicht mehr verrückt mache, mache ich mir, für mein Empfinden, nicht zu viel und nicht zu wenig Gedanken darüber.

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