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Essen als Modeerscheinung

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Essen als Modeerscheinung

Kategorie: Ernährung (17.5.2019)

Hallo in die Runde,

nachdem ich die beidem Stränge zum Lieblingsessen äußerst interessant fand und gerne ich Erinnerungen geschwelgt bin, hab ich mir überlegt, woran es liegt, dass man bestimmte Gerichte im Leben besonders gerne mag.

Ich kann mich erinnern, dass ich vieles als Kind nicht gegessen hab, dass ich heute gerne esse.
Grünkohl, Spargel, Tomaten ...
Umgekehrt esse ich aber fast alles, dass ich als Kind mochte immernoch gern.
Häufig höre ich aus Erzählungen raus, das Kinder heute ganz andere Dinge mögen als wir früher.

Woran liegt das. Am Angebot? An den Eltern?
Ich habe selbst keine Kinder kann daher nicht bewusst mitreden.

Ich würde vermuten das Kinder generell eher keine besonders starken Aromen mögen.
Mir war als Kind fast alles zu heiß, zu scharf ....
Manchmal glaube ich, ich hab immernoch nen Kindergeschmack:D
Umgekehrt essen viele Kinder ja besonders gerne süßes- Auch sowas wie Tomatensoße.


Kurzum liegen die Vorlieben beim Essen an der Kultur? Oder ist es tatsächlich so das Kinder bestimmte Gerichte instinktiv meiden.

Essen ältere Menschen dann auch anders als jüngere Erwachsene?

Gibt es Klassiker die eigentlich in allen Zeiten gerne gegessen werden?

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redchaos 17.5.2019, 11:44 

Es liegt tatsächlich daran, dass Kinder Bitterstoffe stärker wahrnehmen als ein Erwachsener es tut.
bitter bedeutet instinktiv "könnte giftig sein, lassen wir das mal lieber"
Hat die Natur eigentlich ganz klever eingerichtet

redchaos 17.5.2019, 11:45 

die Antwort habe ich übrigens aus "wer weiß denn sowas" :-))))))))))))))

stera1210 17.5.2019, 11:54 

Von der Urzeit an betrachtet, ist der Mensch ja eher an energiedichten Lebensmitteln interessiert, weil man ja die Energie für die Jagd und für Hungerstrecken speichern musste. Bitter ist etwas, was man erst lieben lernen muss, weil für den Urmenschen bitter = ungenießbar oder sogar = giftig. Süß = genießbar.

Generell ist vieles, was wir lieben, Gewohnheit, weil wir schöne Erinnerungen damit verbinden. (ich schrieb von meinem Boskop-Erlebnis: Nach Jahren Mal wieder einen gegessen und plötzlich war man wieder 12 und saß bei seinen Großeltern, weil es den da immer gab)

Wozu wir als Kind "gezwungen" wurden, werden wir erst Mal ablehnen

Bubbl... 17.5.2019, 12:14 

Ich denke schon dass sich vor allem die Ernährung in der Kindheit auf die späteren mit Essen verknüpften Emotiinen verändert hat.
Unsere Eltern sind wohl noch mit deutlich mehr 'Kochen' aufgewachsen.
Einfach, weil es das grosse Angebot an schnellen Fertiggerichten, Snacks ect. noch nicht gab.
Heutzutage greifen sicher viele Eltern dazu, Kinder kriegen bunte Müsliriegel und Kekse mit zur Schule die meisstens wohl eher nicht Zuhause gebacken wurden.
Oder irgendwelche zuckerigen Getränke.
Heutzutage hat sich die Zeit, die im Durchschnitt aufs kochen verwendet wurde mal eben halbiert, das heisst man wächst mit ganz andren Lebensmitteln auf.
Und auch die Esskultur allgemein sieht anders aus.
Sicher giebts noch Familien die zusammen eine Mahlzeit am Tisch zelebrieren, aber alle 3 ist doch eher selten geworden. Allein schon aufgrund der Arbeits und Schulzeiten oft nicht machbar.
Am Anfang meiner Kundheit herrschte noch das klassische Modell vor, Mutter zuhause, Vater arbeitet und wenn er abends nach Hause kam gabs eine gute Mahlzeit.
Als ich ins Grundschulalter kam hatte mein Vater Schichtdienst, also war oft abends gar nicht Zuhause, mal morgens weg ect. von da an waren die Mahlzeiten ganz anders, es gab nurnoch am Wochenende ein gemeinsames Essen weil da alle zeitgleich zuhause waren.
Auch musste es schneller gehen als ein paar Jahre später meine Mutter halbtags arbeitete.
Da kaufte man sich dann eher das Schulfrühstück am Kiosk, es gab öfter mal was schnelles das man einfach in den Ofen schieben konnte und man nebenbei schonmal die Wäsche machen konnte.
Also diese ganz erste Prägephase legt einen ganz anderen Grundstein. Was auch auffällt ist dass, wohl auch durch das riesige Angebot ganz andere emotionen an Nahrungsmittel geknüpft werden. Es geht nichtmehr nur ums satt werden sondern primär um Genuss. Es wird gegessen was auf den Tisch kommt gilt nichtmehr so wie vor 50 Jahren.

Sieht man ja allein schon am Fleischverzehr.
Früher der gute Sonntagsbraten wird

Ultra... 17.5.2019, 12:15 

Ich esse kein süßes Mittagessen mehr (Grießbrei, Milchreis, Pfannkuchen). Weil ich 1. nicht richtig koche ;-) und 2. das für mich keine "richtige" (vollwertiges) Hauptmahlzeit ist (als Dessert wäre es ok).

Bubbl... 17.5.2019, 12:16 

es heut als nichts besonderes empfunden und am liebsten täglich gegessen. Da wirst du teilweise sehr schockiert anfeguvkt wenn du erzählst das es früher nur 1 mal oder 2 mal die Woche Fleisch gab und es damals auch deutlich teurer war. Da kommt dann gern mal die Frage 'Ja aber was hat man denn sonst gegessen?'

torte... 17.5.2019, 12:44 

Ja das mit dem Bitter süß ist mir auch bekannt.
Aber im Umkehrschluss: Heißt das dann um die Erwachsenen, ist es nicht mehr schade, wenn sie sich vergiften? Vertragen die einfach mehr?
Wahrscheinlich wissen die dann einfach was man essen kann und was nicht?

Aber was z.B. ist mit Zwiebeln, die sind doch eher süß- trotzdem mögen die meisten Kinder keine.
Rosenkohl haben in meinem Kindergarten die meisten Kinder gerne gegessen.. Der ist Bitter!?

Meine Eltern haben schon immer beide gearbeitet. Ostkind halt. Mein Vater war auch viel weg bzw hatte Schichtdienst. Aber wenn er da war, haben wir tatsächlich immer gemeinsam gegessen. Erst später als meine Mutter dann auch noch pendeln musste und meine Vater generell erst gegen acht oder später zu Hause war, haben wir jeder gegessen, wann wir Hunger/Zeit hatten. Da gabs dann tatsächlich nur noch am WE gemeinsame Mittagessen. Ich hatte mir dann angewöhnt immer Abendbrot am WE zu machen, damit wir zusammen essen.

Das man belegte Brot beim Bäcker bekommt, gabs früher glaube ich auch nicht. Ein Kiosk in der Schule ist hier bis heue nicht üblich. Mittagsessen kann man aber bekommen.

Süßes Mittagessen, ist bei mir auch eher die Ausnahme, da es ja meistens nicht so gut sättigt.
Aber wenn Milch oder Ei dabei ist , relativiert sich das dann wieder.

Fleischfrage Ja stimmt, wobei wir zuhause kein maßstab sind. Wir essen wahrscheinlich schon auch mehr Fleisch als früher. Aber große Fleisch esser sind wir dennoch nicht.
Dafür musste früher überall Speck und Ziebel dran.- Ich habs gehasst. Aber heute weiß meine Mutter auch, dass die Möhrensuppe, die nur nach Möhren schmeckt, nicht nach nichts schmeckt;D

stera1210 17.5.2019, 12:56 

Tortenschnittchen, ich glaube "bitter" ist eine bewusste Entscheidung.

Beispiel: Man weiß, dass Pampelmusen nicht giftig sind. Und wenn man bei der Lieblingsnachbarin dann eine angeboten bekommt als Kind, die quasi einem sagt, das ist nicht schädlich, will man als Kind immer wenn man da ist, eine Pampelmuse, weil man es mit ihr verbindet. Und später mag man die dann, weiß vielleicht gar nicht mehr genau warum.

stera1210 17.5.2019, 13:00 

Kindergarten könnte auch so nach dem Motto, einer machts vor, andere machen es nach sein. Manche Sachen schmecken auch nur an bestimmten Orten. Wer hat das nicht schon erlebt, dass die Spezialität, die man sich aus dem Urlaub mitgebracht hat, hier plötzlich nicht mehr so gut schmeckt?

Ich weiß, meine Mama hat ganz oft gesagt, aber bei Oma isst Du das doch auch! Das war aber eben bei meiner Lieblingsoma

torte... 17.5.2019, 13:03 

"Manche Sachen schmecken auch nur an bestimmten Orten. "

Das hab ich auch schon bemerkt. Manchmal liegts vielleicht ander Qualität- Mango z.B. sind ja hier fast nie richtig lecker.
Aber manchmal gehört da tatsächlich auch die richtig Stimmung dazu...

torte... 17.5.2019, 13:09 

Was ist mit Schlumpfeis?

stera1210 17.5.2019, 13:16 

Und was man bei dem gemeinsamen Essen auch nicht vergessen werden darf: DIE Familie, Mama, Papa, Kind(er) wird immer seltener. Entweder gehen sie arbeiten, unterschiedliche Schichten, es lebt nur ein Elternteil in der Familie...

Und heutzutage leben immer weniger im hier und jetzt. Ich könnte was an mich kriegen, wenn ich sehe, dass so viele selbst im Restaurant ihr Handy nicht vom Tisch nehmen können, weil man ständig online sein muss. Warum ist das direkte Gegenüber unwichtiger, als Leute, die gerade kilometerweit weg sind? Neulich war ich seit langem Mal wieder im Gasthaus zum goldenen M. Da sprang ein kleiner Stöpkens durch den Laden, die Mama saß am Tisch, dattelte auf ihrem Handy rum und stopfte sich nebenbei ein paar Pommes zwischen die Zähne, Kind egal.

stera1210 17.5.2019, 13:18 

Tortenschnittchen: Schlumpfeis kenn ich als blau eingefärbtes Eis, bei unserem Dealer mit Schokostückchen versetzt. Wegen der unnatürlichen Farbe hab ich es noch nie probiert, habe mir aber sagen lassen, dass man es später beim "großen Geschäft" wiedersieht :)

torte... 17.5.2019, 14:02 

Ich mochte das Schlumpfeis früher mal, Das gabs immer am Eiswagen der in den 90ern durch Wohnviertel fuhr.
Hat glaube ich leicht Fruchtig geschmackt. Aber wegen der Farbe u vermutlich weil es nicht nach viel geschmeckt hat, war die Phase recht kurz...

Das man die Farbe nochmal sieht kann ich mich nicht erinnern.

redchaos 17.5.2019, 14:31 

"Wahrscheinlich wissen die dann einfach was man essen kann und was nicht?"

genau so ist es, als Kind ist man Instinktgetrieben, später kommt Wissen dazu
bei den meisten zumindest
Ich kenne auch Erwachsene die sich echt anstellen und nichts auch nur probieren wollen, dass sie als Kind nicht mochten.

Diese Antwort wurde entfernt. 17.5.2019, 16:24

fatty... 17.5.2019, 17:27 

Fun fact:
Zum Punkt Kindergeschmack werfe ich mal in die Runde, dass Brokkoli bei Kindern in Japan unglaublich beliebt ist. Die Kids dort lieben das Grüngemüse so sehr, dass in irgend einem Pixar Film sogar mal eine Szene für das japanische Publikum geändert wurde, in der besagtes Gemüse von einem Kind verweigert wird, welches dann durch Paprika ersetzt wurde.

Diese Antwort wurde entfernt. 17.5.2019, 19:20

ellen398 17.5.2019, 19:47 

Also ich für meinen Teil hab als Kind immer sehr nach meiner Mama geschaut- wenn wir z.B. beim Italiener waren, hat mein Vater immer was mit Muscheln oder Meeresfrüchten gegessen, meine Mutter hat es buchstäblich gehoben schon beim Geruch bzw. Anblick . Daher hab ich das eben auch abgelehnt. Jetzt als Erwachsene find ich z.B. Garnelen supertoll und finde es schade, dass ich mir die selbst so lange vorenthalten habe.
Ich habe im Restaurant schon erlebt, dass Eltern schon bei der Bestellung darauf hinwiesen, dass bloß nix Grünes auf dem Essen sein darf, weder Stückchen noch Streukräuter o.ä., weil das Kind es dann nicht mehr anrühre. Wenn ich das jetzt evolutionstechnisch betrachte, früher haben die sich doch eher von Grünzeug ernährt (das mit dem bitter = gefährlich leuchtet ein)? Warum also ist grün böse?!
Beim mittlerweile 8-jährigen Patenkind isst die Mama supergerne süß (Milchreis, Grießbrei etc.), der Vater hasst es. Dort gilt aber die Regel es wird alles probiert, und dann kann sie entscheiden ob sies isst oder nicht.
Obwohl die Eltern bewusst nicht beeinflussen, kam in diesem Fall nach dem Probieren immer das schmeckt mir nicht. Vielleicht doch ein Stück Vererbung/Veranlagung mit dem süßen/deftigen Zahn?

stera1210 17.5.2019, 19:57 

Grün=gesund=schmeckt nicht? Nur ne Vermutung, keine Ahnung, wie das in die Urzeittheorie passt. Man sagt ja auch "giftgrün"....

Als Kind habe ich am liebsten das Gemüse roh gegessen, auch Zwiebeln, Weißkohl, habe immer mal ein Stück rohe Kartoffel geklaut, das hat soweit ich weiß in meinem näheren Umfeld kein Erwachsener vorgemacht

Bubbl... 18.5.2019, 01:11 

Ich meine da gabs wirklich so einen Urzeitlichen zusammenhang. Ebenso mit blau.
Giebt ja auch Tests wo Menschen essen vorgesetzt wird das besonders fremd eingefärbt wurde...ich erinnere mich da an meine liebsten Carbonara...und.dann in schwarz.
Man schmeckte es eigentlich wirklich nicht aber allein die Farbe hat dafür gesorgt das ichs mir wirklich reinzwängen musste...

enelel 19.5.2019, 08:44 

Naja Obst, dass noch nicht reif ist, ist grün. Leuchtende bunte Farben wie lila (Pflaumen), rot (Äpfel), gelb (Mangos), orange (Möhren, Kakis, Orangen) sind da für den Ursteinzeitmensch, der durchs Gebüsch wandert und nach was Essbarem sucht, verlockendere Signalfarben.

Bubbl... 19.5.2019, 11:55 

Und unreif= nicht essbar/nicht Nährstoff dicht genug.
Zumindest damals.

Diese Antwort wurde entfernt. 19.5.2019, 15:19

redchaos 19.5.2019, 16:13 

Also ich habe als Kind am liebsten giftgrüne unreife Äpfel vom Baum gegessen.
Auch Pflaumen am liebsten noch leicht unreif.
Wie schon ganz oben gesagt, es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder Bitterstoffe stärker wahrnehmen als wir Erwachsene.
Ansonsten ahmen Kinder die Erwachsenen so gut es geht nach und haben noch ein natürliches Gespür für wahren Hunger.
Mehr Geheimnis steckt da nicht hinter.

Diese Antwort wurde entfernt. 19.5.2019, 16:23

Bubbl... 19.5.2019, 16:44 

Ja denn irgendein Mensch muss ja zu Urzeiten Dinge probiert haben um drauf zu kommen dass mans essen kann. Irgendwer muss also mal drauf gekommen sein ne Kuh zu melken und das was da raus kommt zu trinken.
Irgendwer muss ne Wurzel ausgegraben haben und einfach probiert haben..aha Möhre!
Schon witzig sich das bei manchen Dingen vorzustellen..

Diese Antwort wurde entfernt. 20.5.2019, 06:16

nacht... 20.5.2019, 09:28 

Was ich im Zusammenhang mit Geschmack=Urinstinkt noch nie verstanden habe...warum isst man freiwillig Cranberries :D...die sind sauer und gleichzeitig bitter und fühlen sich an , als würde man in Styropor beissen. Brr. Oder gewisse Sorten Käse, die riechen wie Schwitzefüße. Das widerstrebt mir total und eigentlich hat man ja sowas wie eine natürliche Barriere, wo es Sinn macht diese Abwehr zu haben.

paeonia 20.5.2019, 10:18 

Frische Cranberries koche ich mit mit etwas Zucker. Schmeckt mir prima. Nix mit Styropor-Gefühl beim Reinbeißen. ;)

Diese Antwort wurde von stera1210 entfernt. 20.5.2019, 11:24

stera1210 20.5.2019, 11:34 

Geschmäcker sind verschieden :) Bubblegum, Du hast recht, erst Mal muss einer es probieren. Ich stell mir das damals ähnlich vor wie bei den Ratten: Da wird eine vorgeschickt und wenn die es überlebt, schlagen die anderen zu :)

Nachtschatten: Es gibt nichts besseres als überreifer Camembert! Das der stinkt registriere ich gar nicht mehr. Aber siehe Satz 1 in dieser Antwort.

Während es wahrscheinlich die meisten Deutschen bei den Gedanken an vergammelten Fisch schüttelt, wird das in anderen Ländern als Delikatesse gefeiert. Menschen anderer Herkunft wird es vermutlich bei den Gedanken an unser vergorenes Kraut den Magen umdrehen.

Diese Antwort wurde entfernt. 20.5.2019, 11:54

Diese Antwort wurde entfernt. 20.5.2019, 11:55

wombatz 20.5.2019, 13:00 

"Oh, ja, Sorströmmning und Gammelhai... wobei ich mich schon frage wie verzweifelt man sein musste um sowas zu entwickeln bzw. als essbar zu deklarieren."
Naja sowohl Surströmming als auch Hárkal sind haltbargemachte Fischkonserven. So ein skandinavischer Winter ist halt auch lang und es gab dann einfach wenig Frisches.
Und normalerweise isst man da auch nicht einen ganzen Fisch von. Surströmming gibts meistens als Sandwich mit Kartoffeln und sauerer Sahne und ein bisschen von dem Fisch (und wird draußen gegessen).
Und bei Hárkal dient das Fermentieren dazu Haifleisch überhaupt für uns essbar zu machen (sonst hat es zuviel Harnstoff). Der wird auch eher in ganz kleinen Stückchen zum Schnaps gegessen.
Der Geruch ist arg gewöhnungsbedürftig, aber ich kann verstehen, wie diese Lebensmittel entatanden sind.
Problematischer finde ich da zb das Essen von lebendem Oktopus oder Fischen in Asien....

stera1210 20.5.2019, 13:01 

Mir ist nur gerade Sauerkraut eingefallen, weil das so "typisch deutsch" ist und weil ich neulich die Neuverfilmung von Winnetou geguckt hab. Da kriegt sie Sauerkraut vorgesetzt, verzieht das Gesicht und sagt irgendwas in Richtung: "Meine Zunge findet keine Worte". Vielleicht gibt es bessere Beispiele.

Ja, manche Länder sind aufgrund ihrer Anbaumöglichkeiten und spezieller Tierwelt schon deutlich eingeschränkt gewesen, was Nahrungsmittel anbelangt. Aber mittlerweile dank der Globalisierung müsste das auch keiner mehr essen:) Scheint ihnen aber zu schmecken. Und manche von den Touristen sehen es vielleicht als eine Art Mutprobe an.

stera1210 20.5.2019, 13:08 

wombatz, ich bin ganz bei Dir. Warum kann man Tieren nicht so viel Respekt entgegenbringen und sie, wenn sie schon gegessen werden, vorher human getötet werden? Hirn aus lebendigen Affen löffeln, das sind doch Lebewesen, die genauso Schmerz empfinden wie wir Menschen auch. Das ist auch der Grund, warum ich Hummer nicht esse. Ich will nicht, dass ein Tier bei vollem Bewusstsein gekocht wird, nur damit ich den Genuss habe. Der vergeht mir allein bei dem Gedanken.

torte... 20.5.2019, 15:24 

"Was ich im Zusammenhang mit Geschmack=Urinstinkt noch nie verstanden habe"

naja die Dosis usw. Man stribt in der Regel ja nicht von einer Frucht.
Hab neulich so nen Beitrag zu survivaltraining gesehen. Da hat der Typ auch gerasgt koste mal du musst lernen zu erkennen was man essen kan und was nicht.
Sprich ich koste( z.B. bei manchen Pilzen macht man das auch so, bitte nicht bei echt giftigen probieren!) erstmal nur mit der Zunge. Dann kaut man drauf rum und speichelt ordentlich ein.

Ist es galle Bitter, eklhaft scharf, macht den Mund sehr trocken oder sonst was, spuckt mans halt wieder aus. Schluckt man eine kleine Menge und achtet drauf ob einem schlecht wird oä
Erst wenn man das sicher weiß, ist man eine größere Portion.

Tomaten Gurken Kartoffeln usw sind auch leicht giftig( ok bei neuen Sorten nicht mehr) Aber es kommt vor... Da stirbt man aber auch nicht gleich davon...

irgendwann hat man ein Gefühl entwickelt und weiß wieviel man wovon essen kann, oder ob man es erst kochen muss.

Ich fidnde Johannisbeeren, Cranberies und Rhaberber auch lecker;)
Cranberries sind roh und pur aber wirklich nicht so ein Genuss. Aber z.B. in frischem Tee...

torte... 20.5.2019, 15:50 

"Ich habe im Restaurant schon erlebt, dass Eltern schon bei der Bestellung darauf hinwiesen, dass bloß nix Grünes auf dem Essen sein darf, "
Das hat mir ne Kollegin auch mal erzählt( also sie ist so eine Mutti).
Was will man machen wenn das Kind sich wirklich so verweigert...

Sie schaut halt das das Kind beim Kochen dabei ist und vielleicht mal was probiert. mehr kann man nicht tun...
Dieses: das musst du aber wenigstens kosten, kann auch nach hinten losgehen. Ich erinner mich auch an eine echt unschöne Situation mit Porree in der Suppe. Ich ekel mich heute noch davor darauf zu beißen. Dabei finde ich den Geschmack ganz ok...

Zwiebeln lasse ich in der regel auch auf dem Teller wenn ich sie finde;)

Diese Antwort wurde entfernt. 20.5.2019, 15:55

torte... 20.5.2019, 15:58 

Eben

Diese Antwort wurde entfernt. 20.5.2019, 16:02

stera1210 20.5.2019, 20:13 

Gerade bei Kindern ist das manchmal auch nur eine Phase. Ich weiß aus Erzählungen, dass ich als kleines Kind immer nach "Feisch" (Fleisch konnte ich wohl nicht sagen) geschrien habe. Später hab ich außer Bratwurst und Frikadellen überhaupt kein Fleisch gegessen, sondern nur Kartoffeln (Nudeln und Reis gab es bei meinen Eltern eher weniger, dafür fast täglich Salzkartoffeln) und Gemüse oder Salat, keine Soßen über den Kartoffeln, das hatte Oma ja versaut mit ihrer Pampe (ich schrieb schon Mal davon). Das hat sich bei mir auch rausgewachsen.

Druck bringt nichts, dann schaltet man auf bockig oder kriegt wie tortenschnittchen das beschrieben hat eine lebenslange Abneigung darauf.

stera1210 20.5.2019, 20:20 

Vor einigen jahren war ich mit einem Mann zusammen, der aß grundsätzlich kein Gemüse und kein Obst, egal was auf dem Tisch stand. Keine Ahnung, was bei dem schief gelaufen war. Dann waren wir beim Griechen und da aß er plötzlich Erbsen. Ich ganz erstaunt: "Wie, du isst Erbsen?" - "Natürlich ess ich Erbsen!" Hat sonst aber immer erzählt, dass er das ganze gemüseartige Zeug nicht isst. Erbsen an Gemüse und Äpfel an Obst, sonst nix. Fand ich merkwürdig. Ich hatte Mal Chili mit Dosentomaten gekocht. Da fing er an: "Ich ess ja auch Tomaten, aber wenn die sooo groß sind, dann krieg ich die nicht runter". Das Stückchen, was er aussortierte war kleiner als die Fingerkuppe vom kleinen Finger....

Diese Antwort wurde von ellen398 entfernt. 20.5.2019, 20:42

ellen398 20.5.2019, 20:44 

Warum muss das Kind unbedingt "was grünes" essen? Dann gibts halt rote Paprika, Karotten... oder meint "was grünes" in dem Fall alles an Gemüse, egal welche Farbe?

Nö, müssen tut es freilich nicht... es ging bei was Grünes nicht essen auch eher darum, das z.B. Auf dem heißgeliebten Schnitzel mit Pommes vielleicht ein Blatt Petersilie zur Deko drauf ist und dass das für manche Kinder schon reicht, es nimmer zu essen... auch wenn man das runter macht wird es trotzdem nimmer angerührt... muss noch nicht mal IM Essen verarbeitet sein...
können z.B. auch die Basilikum-Stückchen in der frischgekochten Tomatensauce sein....
Und das meinte ich mit mir evolutionstechnisch gesehen nachvollziehbar, die haben doch bestimmt auch (Wild)Kräuter und Gräser gegessen?
Wie auch immer, ich hoffe in den Fällen auch, dass es nur ne Phase ist...

Das mit der Vorbildfunktion als Eltern bzw. nur selbst widerwillig Gemüse essen bin ich bei dir, Juniper. Ich glaub auch dass die Kids das merken.

Also ich habe als Kind am liebsten giftgrüne unreife Äpfel vom Baum gegessen.
Auch Pflaumen am liebsten noch leicht unreif.
Also so eine bin ich ja auch, ebenfalls bei Bananen zum so essen, sobald die zu gelb sind, werden die anderweitig Verarbeiter, aber pur geht nimmer.

ellen398 20.5.2019, 20:45 

Also irgendwie krieg ichs mit dem Zitieren nicht hin, aber ihr wisst ja, wer was geschrieben hat, grrrrr

Diese Antwort wurde entfernt. 21.5.2019, 06:15

torte... 21.5.2019, 08:30 

"Auf dem heißgeliebten Schnitzel mit Pommes vielleicht ein Blatt Petersilie zur Deko drauf ist"
genauso hat die Kollegin das auch beschrieben. Runternehmen reicht nicht.

"Warum muss das Kind unbedingt "was grünes" essen?" Finde ich auch.
Und auch wenn sowas wie Ketchup recht viel Zucker enthält. Es ist zumindest Gemüse drin und den essen alle Kinder gern.
Und irgendwas mögen die meisten Kinder ja doch.

ich war als Kind auch sehr mäklig. Deshalb gabs immer Rotkäppchenstulle.
Brot mit Käse und Ketchup;D
Wenn ich etwas nicht mochte: Spargel Pilze was auch immer sagte meine Mutter "Umso besser mehr für uns".
Ich dachte früher immer mein Vater äße "alles". Stimmt aber nicht, der ist ganz schön mäklig. Es gab nur nichts zuhause, was nicht beiden Eltrn geschmeckt hat... Alles andere gabs dann auswärts.

"an kann ihr auch nix vormachen, die Zwiebel kann noch so klein und verkocht sein, "

Kommt mir bekannt vor. Und ich bin kein Kind mehr;D Als Kind hab ich dann halt nudeln mit Ketchup oder Butter und Zucker bekommen. Oder es wurde extra eine Soße für unsgekocht.

Ih koche mit Zwiebeln aber gekochte/gebratene Zwiebeln esse ich auch nicht mit, wenn sie zu sehen sind...

!"also habe ich noch Hoffnung," Ich denke auch...

Diese Antwort wurde entfernt. 21.5.2019, 08:37

Bubbl... 21.5.2019, 13:39 

Ich glaub das mit dem Kinder geschmackssinn für nichts zu intensiv schmeckende Dinge trifft heut auch immer weniger zu.
Siehe Chips Schokolade Haribo...das schmeckt alles recht intensiv entweder nach würzig oder stark Süss..und ist ja Grad bei Kindern recht beliebt

torte... 21.5.2019, 14:54 

Chips? Echt?
Stark süß ist ja klar. Man sagt ja auch was Kinder gerade als süß nicht so intensiv schmecken wir erwachsene... Je süßer desto besser...

Diese Antwort wurde entfernt. 21.5.2019, 19:42

Diese Antwort wurde entfernt. 21.5.2019, 19:45

Bubbl... 21.5.2019, 22:21 

Ach Bela ich hatte als Kind Phasen da möchte ich fast nix.
Kein Pizza keine Nudeln kein Brot keim Fisch keine Milch kein Joghurt nix warmes kein garnix.
also das kann sich alles noch ändern.

stera1210 22.5.2019, 01:20 

Nela,ich glaub du hast nix falsch gemacht. Wie schon mehrfach hier geschrieben, glaub einfach dran, dass es nur ne Phase ist.

Diese Antwort wurde entfernt. 22.5.2019, 06:05

torte... 22.5.2019, 08:20 

Irgendwer sagte mal: Kein Kind ist bisher vor einem vollen Teller verhungert. Vielleicht muss man das ganze auch einfach etwas entspannter sehen.

Naja prinzipiell ist die Idee ja gut darauf hinzuweisen, das süße Getränke und Co nicht optimal sind. " aber bevor sie gar nix ist!?"
An der Umsetzungs happert's. Aber die Lehrer sind bestimmt für konstruktive Vorschläge offen.

Irgendwas das man nicht erwartet im Mund zu haben ist ja auch irgendwie eklig. Sowas sollte dann freiwillig sein...

Zwingen kannst du nicht. Aber immer wieder anbieten... Irgendwann kommt der Tag da kommt sie zum Essen und es riecht sogut nach ... und dann wird probiert.( So war es bei mir).

Vielleicht immermal beim Artzt ansprechen, damit man rechtzeitig gegensteuern kann.

Diese Antwort wurde entfernt. 22.5.2019, 10:04

Diese Antwort wurde entfernt. 22.5.2019, 10:08

Bubbl... 22.5.2019, 14:16 

Brotbox Kontrollen..uff..
Da fände ich Ernährungskunde in der Schule irgendwie sinnvoller...

Bubbl... 22.5.2019, 14:20 

Ich denke es ist viel sinnvoller wenn es eben keine Konflikte beim Essen gibt ect. Dann regelt sich das alles über die Jahre von selbst.
negative Emotionen an Essen und Mahlzeiten sind auf Dauer viel schwieriger und können dahingehend dafür sorgen dass es sich eben bis ins erwachsenen Alter mitzieht.
Ansonsten verwächst sich das sicher von selbst.

Diese Antwort wurde entfernt. 22.5.2019, 15:10

Bubbl... 22.5.2019, 15:14 

Genau meine Meinung...zuml das Frühstück bei uns früher oft getauscht wurde..ich hätte oft Milchschnitte dabei mochte die aber gar nicht. Da würde dann regelmäßig eingetauscht.

Diese Antwort wurde entfernt. 22.5.2019, 15:29

torte... 22.5.2019, 15:56 

"Capri Sonne und Knoppers in meiner Schultasche"

Die waren ja damal auch noch gesund;D

Und ich glaube es ganz insgesamt doch noch nicht ganz so viel zuckerzeug wie heut.

Diese Antwort wurde entfernt. 22.5.2019, 16:14

torte... 22.5.2019, 16:24 

Bei uns zu Hause gab es schon jeden Tag was süßes.

1 Stück! meistens nach dem Abendbrot. Wenn die Zähne schon geputzt waren haben wir freiwillig verzichtet. Zahnteufel wollten wir unter keinen Umständen riskieren;)
Süßes mit in die Schule war eher die Ausnahme als die Regel.
Statt dessen gab es Brot und etwas Obst/Gemüse. Und natürlich die Schulmilch. Die ja auch Süß war.

Diese Antwort wurde entfernt. 22.5.2019, 16:32

Diese Antwort wurde entfernt. 22.5.2019, 16:34

Diese Antwort wurde entfernt. 22.5.2019, 16:50

8firefly8 23.5.2019, 10:50 

Nela, deine Herangehensweise liest sich ganz vernünftig und ich bin da ganz bei juniperdawn bzgl. Kontrolle und "Essenszwang"... Dass deine Tochter immer wieder probiert ist ein gutes Zeichen. Das würde sie meiner Meinung nach nicht machen, wenn sie sich unter Druck gesetzt fühlen würde. Dann schmeckt es ihr eben nicht. So lange sie wirklich nicht ins Untergewicht kommt oder eindeutige Mangelerscheinungen hat, ist es halb so wild.
Was mir spontan einfällt...hast du schon mal verschiedene Konsistenzen von einem Lebensmittel probiert? Ich kenne ein Kind, dass lieber sterben würde als eine Banane zu essen...püriert, evtl. mit etwas Erdbeeren (die kommen gut an) ist die Banane kein Problem. Smoothie als "Getränk" könnte da durchaus ansprechender sein für viele Obst (und etwas Gemüse reingeschummelt, später dann!) als das Zeug pur zu essen. Nur so als Idee. Gleiches bei Suppe - klar mit Stücken oder püriert mit Croutons (Knabberzeug geht ja oft bei vielen Kindern). Isst sie Quark/Joghurt? Vielleicht kann man da püriertes langsam untermischen. Wenn es wirklich am reinen Geschmack liegt, dann lass sie einfach immer wieder probieren.
Ansonsten...es wird schon! Ich drücke die Daumen, dass sie bald in eine andere Phase kommt.

Diese Antwort wurde entfernt. 23.5.2019, 20:08

Diese Antwort wurde entfernt. 23.5.2019, 20:48

Bubbl... 24.5.2019, 09:16 

Bei mir zumindest hat sich die ganze Eigenheit alles nicht zu mögen verwachsen.
Allerdings, die wenigen Sachen die ich gar nicht ausstehen kann (Spargel, Buttermilch, Sahnehering...) Sind größtenteils wirklich die Dimge zu denen ich früher gezwungen wurde.


Die Mängel in Pflegeheimen, puh das ist ja eh ein rieeeesen Thema für sich. Sicherlich Grundlegend im Mangel an Pflegekräften begründet....

KeepW... 24.5.2019, 09:57 

" Mein Vater sagt, ich war als Kind 1 zu 1 genauso- also habe ich noch Hoffnung, ich esse heute auch so gut wie alles- und probiere auch viel Neues aus."

Ich denke das ist ein Wohlstandsproblem. Als ich Kind war habe ich alles gegessen, denn: Es gab ansonsten gar nichts anderes. Punkt.
Sorry, ist so.

KeepW... 24.5.2019, 09:58 

Meine Neffen sind auch total verwöhnt ;-), mein Pudel übrigens auch :-D

KeepW... 24.5.2019, 10:00 

...und ich glaube nicht, dass ein kleines Kind in Somalia da große Ansprüche stellt, mit welcher Energie es überleben kann.

KeepW... 24.5.2019, 10:02 

"Bei meiner Tochter ist das so mit der Petersilie auf dem Schnitzel..... ich sag das im Restaurant immer gleich dazu: bitte keine Deko"

Hammer!!!

KeepW... 24.5.2019, 10:09 

"Und zum Thema Süsskram kann ich nur sagen, dass meine Tochter auch da empfindlich ist. Die meisten Kinder sehen nur Keks, Schokolade, Bonbons und greifen zu. Sie isst auch da nur ausgewählte Sachen und probiert auch nix neues. Schokolade isst sie z.b. gerne, würde aber nie ein Bällchen Schoko-Eis aus der Eisdiele probieren.....
Ich weiß Sie ist extrem, ich weiß auch nicht was ich falsch gemacht habe....."

...auf der anderen Seite kann sie in unserer Wohlstandswelt gut überleben und wird höchstwahrscheinlich nicht dazu neigen, übergewichtig zu werden---wenn sie sich ihr "natürliches" Essverhalten so bewahrt und nicht irgendwann mal gierig wird.
Das Schlimmste ist, gierig zu sein und alles auch direkt zur Verfügung zu haben, wie hier in der Wohlstandslandschaft....

Diese Antwort wurde entfernt. 24.5.2019, 10:42

Diese Antwort wurde entfernt. 24.5.2019, 10:45

Diese Antwort wurde entfernt. 24.5.2019, 11:06

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