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Rezeptessen oder "Nur aufschreiben"?

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Rezeptessen oder "Nur aufschreiben"?

Kategorie: Ernährung (vor 7 Tagen)

Ich habe im letzten Jahr ganz erfolgreich 10kg abgenommen. Aber ich habe immer noch zu hohen BMI, und möchte in diesem Frühjahr es nochmal versuchen, nochmal etwa 10kg. Ich habe noch nie mit festen, vorgeschriebenen Rezepten gelebt oder gekocht. DA gibt es ja aber eine grosse Fülle an Angeboten. Ich habe ein bisschen Sorge, dass mir das jetzt so gut wie im letzten Jahr nicht wieder gelingt. Gibtes da etwas worauf ich achten muss, wenn ich es diesmal mit vorgeschriebenen Rezepten versuche? Kann das besser sein? ERfahrungen?

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KattaM 23.2.2021, 12:49 

Ich hoffe, ich verstehe Dich nicht falsch. Meine Erfahrung ist folgende: Achte darauf, dass Du zwischen 1200 und 1500 Kalorien am Taq bleibst (Ausreißer sind egal), achte darauf, dass der Proteingehalt wenn möglich höher ist als der Kohlenhydrategehalt am Tag und verzichte auf industriell vorgefertigte Nahrung (also Wurst, Fertiggerichte, Kuchen usw.) Und achte darauf, dass rund die Hälfte Deines Essens aus Gemüse besteht. Und mach Kraftsport. Wenn die Rezepte Dir schmecken und Du abnimmst ist es bestimmt richtig. Aber wichtig ist, dass Dir Dein Essen schmeckt, sonst wird das nichts. Ich habe auch viel abgenommen, aber das sind jetzt meine persönlichen Erkenntnisse und jeder Mensch ist halt anders. Und jeder Stoffwechsel auch.

juniper.... 23.2.2021, 13:21 

"Ich habe noch nie mit festen, vorgeschriebenen Rezepten gelebt oder gekocht"

Das würde bei mir nie funktionieren.

Man muss sich im Leben nach so viel Sachen und Leuten richten, da lasse ich mir nicht noch grammgenau vorschreiben was ich wann essen darf. Klar, allgemeine Richtlinien als Rahmen schon, möglichst keine hochverarbeiteten Sachen, wenig Zucker, dafür Ballaststoffe und Gemüse etc. etc. kennt man ja alles.

Manche Leute kommen aber besser damit zurecht, wenn sie einfach nach Plan essen können, für mich wär das nix.

Wen du die Abnahme vom letzten Jahr gehalten hast, dann hast du schon mal ganz viel richtig gemacht.

Was KattaM geschrieben hat finde ich sehr stimmig. Such dir was das nicht zu extrem und/oder einseitig ist und was auch zu dir passt. Das erhöht die Chance, dass du es durchziehst und nicht frustriert abbrichst.

Letztendlich brauchst du ein Kaloriendefizit, alles andere ist egal für die Abnahme.

Aber um das ganze durchzuziehen und dran zu bleiben brauchst du ein intelligentes Kaloriendefizit, das zu dir und deiner Lebensweise passt.

Viel Erfolg!

redchaos 23.2.2021, 13:54 

dazu sage ich nur eins: never change a running system
Wenn du mit deiner alten Methode gut abgenommen hast, bleib dabei
Du läufst gefahr dich zu verrennen und am Ende mehr auf dem Buckel zu haben wie vorher, plus ein Riesenpaket Frust.
Ess wie gewohnt und schaue dass Du deine Kalorien insgesamt im Defizit bleiben.
Beweg dich vielleicht mehr.
Aber ändere ansonsten nur was wirklich sinn macht
schreib auf, was Du isst, schau was Du verändern kannst, ohne dass es weh tut um ins Defizit zu kommen.

Nixxxx4 23.2.2021, 16:53 

Ich persönlich kann nicht nur nach vorgegebenen Rezepten kochen. Zum Einen, weil sie mir meist zu kalorienhaltig sind, zum Anderen, weil ich viele Dinge nicht mag. Daher suche ich mir was raus, was mir schmecken könnte, und wandle es nach meinen Vorstellungen und Ideen ab.

Gestern bei den Ernährungsdocs hat jemand Möhren-Curry gemacht, ich habe dann heute Möhren-Curry mit Zucchini und Ananas gemacht. Rein nach diesem Rezept hätte es mir nicht geschmeckt, und mein Geschmack geht mir vor. :D

Zudem würde ich redchaos zustimmen, wenn dein altes System funktioniert hat, dann behalt es doch bei.

Anmerkung zu KattaM: du kannst nicht pauschal sagen, bleib zwischen 1200 und 1500 kcal am Tag. Das mag für dich stimmen, für x andere aber überhaupt nicht. :)

gerhart 23.2.2021, 19:10 

Sind mit festen, vorgeschriebenen Rezepten" vielleicht Fitnessratgeber gemeint, die ja jetzt neben den Übungen immer auch Rezepte hinten drin haben (wohlwissend, dass zum Abnehmen nicht nur Sport, sondern auch Kaloriendefizit gehört)? Wenn ja, kann so etwas schon auch sehr motivieren, denn die haben dort doch auch jede Menge Geschmackshelferlein eingebaut, damit das Wenige (viele dieser Gerichte schwanken zwischen 350 und 550 Kalorien) nicht auch noch wenig gut schmeckt. Und da hat sich dann auch jemand echt Gedanken gemacht, dass es lustvoll ist und bleibt. Ich habe so ein Buch auch schonmal in Paris gekauft, dann im TGV gelesen und es schliesslich meinem ältesten Enkel geschenkt. Eine Zeitlang hat der sich dann auch so ernährt und den dazupassenden Kraftsport gemacht, eine Zeitlang.

Ich habe mir heute eine rosarote Thermoskanne mit einem goldenen Vogel auf dem Deckel gekauft, um mich zu motivieren meine Runden mit Kaffeepause im Park zu drehen: Das muss jeder wissen, was ihn positiv triggert und ganz schlecht finde ich diese Rundumsorglos-Programme nicht, sondern es kann sogar helfen durch den durchdachtn Genuss trotz weniger Kalorien nicht schlappzumachen. Gelüstemässig. Man hat aber alle diese Zutaten (Sardellnfilets, Oliven, Fischsauce, Hoisin-Sauce, gerösteter Sesam etc.) nicht zu Hause, dann kauft man nach Rezept ein und ist dann locker bei über 20 EUR, weil man ja nur 3 Oliven und 2 Sardellenfilets verbraucht. Wer keine Profi-Küche zu Hause mit allen Gewürzen auf Vorrat kann sich da schonmal heftig verkalkulieren.

redchaos 24.2.2021, 06:09 

ich habe über 100 Diätratgeber zuhause mit soviel Rezepten, dass ich damit die Wände tapezieren kann. Ich wiege jetzt 15 Kg mehr. Ich koche tatsächlich nach diesen Rezepten, aber nur Abends. Und selten schmeckt das Originalrezept, noch seltener macht es satt.
Die Rezepte sind von Menschen ausgedacht die kochen (oder auch nicht) und NIE von Menschen die abnehmen wollen, oder damit abgenommen haben. Die wissen einfach nicht was sie tun.

Travel: Du kannst sie als Inspiration nehmen, wenn Du mal was neues ausprobieren willst, aber hüte dich davor
1. alles ganz streng nachzukochen ohne nachzudenken ob es zu deiner Art zu essen passt. Achte z.B. darauf, dass genügend sattmachendes Gemüse und Eiweiss dabei ist.

2. an die angegebenen Kalorienangaben zu glauben. Die stimmen nie und sind viel zu optimistisch.

Ingen 24.2.2021, 08:04 

Travelsummer:
Meine Erfahrung mir Diätprogrammen (sind aber schon ein halbes Leben her): Abnehmen ja, auch ganz ordentlich, und auf ne merkwürdige Art macht es sogar Spass. Die Gewichtsabnähme hält nach Ende des Programs aber nur ungefähr zwei Monate, dann sind die Kilos wieder drauf.
Wenn du also nicht den Rest deines Lebens streng nach Program essen willst, würde ich zur "nur Kalorienzählen" Methode raten, und - insbesondere wenn dein Leidensdruck nicht zu hoch ist - das auch nicht zu verbissen angehen.
Ich mache es z.B. grade so dass ich mein (vorläufiges) Zielgewicht hier als Gewicht eingegeben hab, und jetzt jeden Tag maximal so viele Kalorien esse, wie dafür als Tagesbedarf angegeben sind. Die Hoffnung dabei ist, dass ich mich jetzt schon dran gewöhne so zu kochen und zu essen, wie ich es danach dann auch sollte um das Gewicht zu halten. Bisher klappt es gut, kein ständiger Hunger, keine Fressanfälle, und das Gewicht geht runter. - Sollte ich nach 8 oder 10 Kilo feststellen dass es schon stagniert (mein Ziel sind 15 Kilo) muss ich halt den Kalorienwert nochmal reduzieren oder mehr Sport machen, aber darüber mach ich mir jetzt noch keinen Kopf.

stera1210 24.2.2021, 08:18 

"ich habe über 100 Diätratgeber zuhause mit soviel Rezepten, dass ich damit die Wände tapezieren kann." Das kommt mir irgendwie bekannt vor...

Ganz schlimm fand ich das Heft, was wir vom Fitnessstudio bekommen haben. Da war eine Art Gemüseauflauf drin, der sah wirklich richtig lecker aus mit schön geschmolzenen Käse (ich tippe auf Gouda oder so) oben drüber... War er auch, aber: Im Rezept stand "Schafskäse light". Den leichten Schafskäse, der so zerläuft, habe ich nie gefunden. Fisch mit Mandelblättchen drauf, im Rezept stand nix mit Mandelblättchen. Da waren auch Rezepte wie Lasagne und Spaghetti Bolognese drin. Die Menge, die man davon essen durfte war dann so klein, dass man nicht satt wurde. Und an alles kam weder Salz noch Pfeffer noch Kräuter oder andere Gewürze dran, sondern ihre komische Diätwürze mit einem Haufen Geschmacksverstärker. Und an vieles kam Sahneersatz dran. Und ich denk mir: Sonst kochst du sowieso nie mit Sahne, jetzt soll ich plötzlich das Ausweichprodukt nehmen...?! Ich fand das fragwürdig. Sicher waren die Rezepte kalorientechnisch so ausgewogen, dass man damit abnimmt, aber das ein oder andere, was ich probiert habe, ist nach zwei Gabeln in die Biotonne gewandert. Ich hatte aber auch nicht die Diätwürze, vielleicht lag es daran...

Ich seh das wie redchaos: Man kann sich inspirieren lassen und wenn die Rezepte so sind, wie man normal kochen würde, nur kalorienreduzierter macht das Sinn, aber vieles passt einfach nicht zu den eigenen Essgewohnheiten. Und spätestens wenn man doch wieder abweicht, kann der Schuss nach hinten losgehen.

stera1210 24.2.2021, 08:23 

"an die angegebenen Kalorienangaben zu glauben. Die stimmen nie und sind viel zu optimistisch." Das kann ich bestätigen. Wenn ich ein Rezept aus irgendeinem Kochbuch hier eingebe, kommen pro Portion immer mehr Kalorien raus als unter den Rezepten stehen. Zwar nicht immens viel, aber es summiert sich. Und dann isst man vielleicht tagelang statt 1500 kcal 1700 kcal und wundert sich, dass es nicht vorwärts geht.

tortensc... 24.2.2021, 08:55 

haha den Einwand hatte ich neulich bei einer anderen Frage auch.

tortensc... 24.2.2021, 10:02 

"Sonst kochst du sowieso nie mit Sahne, jetzt soll ich plötzlich das Ausweichprodukt nehmen...?!"

Das denke ich mir auch immer. Zumal die kcal differenz in meinen Augen nicht groß genug ist um mir das mit lauter Zusatzstoffen zu erkaufen.

Allerdings habe ich mir jetzt angewöhnt, wenn es doch mal ein Schwapps Sahne sein soll, nehme ich mir eher etwas kaffeesahne. Die hält lange und kommt ohne zig Zutaten aus.

juniper.... 24.2.2021, 14:03 

stera, "Ich hatte aber auch nicht die Diätwürze, vielleicht lag es daran..."

Nee, sicher nicht.

Ich glaube diese Rezepte funktionieren alle auf dem Papier, das wars dann.

Es hat ja jeder so einen Vorlieben, hinsichtlich süss/sauer/salzig/scharf. Was nutzt mir ein vorschriftsmäßig zubereitetes Essen, das mir aber einfach nicht schmeckt. Gut, wenn ich es stehen lasse weil es mir nicht schmeckt spart wahrscheinlich die maximale Menge an Kalorien ;-) .

Und meine Rede die ganze Zeit - auch Spaghetti Carbonara kann und darf man essen - aber dann nur Mini-Portionen. Dafür brauch ich dann aber keinen Diätratgeber.

Von den ganzen Ersatzprodukten halte ich im übrigen gar nichts. Bei Süssstoffen ist inzwischen bekannt, dass der Körper das doch irgendwie mitbekommt - die Darmflora tritt ja immer mehr ins Rampenlicht, inkl. Kommunikation mit dem Gehirn, Hormonproduktion (Hunger und Sättigung werden AUCH über Hormone gesteuert!!!)

Ich glaub inzwischen, dass der Körper sich einfach auf Dauer nicht für blöd verkaufen lässt und merkt wenn er mit Ersatzpappe "gefüttert" und reingelegt werden soll. Zumindest ich hab dann einfach nicht das Gefühl was "richtiges" gegessen zu haben. Trifft im übrigen auch auf alle möglichen Fertiggerichte und convenience Zutaten zu.

Dann lieber - um beim Beispiel zu bleiben - 5 Gabeln voll Spaghetti Carbonara oder 10 gr Butter auf 2 Scheiben Vollkornbrot aber dafür satt und glücklich.

redchaos 24.2.2021, 15:02 

oh, was Spaguetti Carbonara angeht muss ich widersprechen
da hab ich eine Light-Version gefunden die sooo mega-lecker ist, dass sogar mein Mann begeistert mitisst, und es ist keine Mini-Portion (Frischkäse statt Sahne, Rohschinken statt Speck, Vollkornnudeln, den Rest hab ich vergessen, bei Bedarf poste ich das Rezept)

Ansonsten bin ich bei dir: alles was mehr als 5 Zutaten hat, ist kein Lebensmittel und sollte nicht gegessen werden.
Und essen soll glücklich machen, sonst befriedigt es nicht und das Lust-und Suchtzentrum übernimmt das Kommando.

redchaos 24.2.2021, 15:08 

dazu: echt treffend:
https://www.marathonfitness.de/richtig-einkaufen/
einfach mal bis fast ganz unten scrollen, da ist ein Entscheidungsbaum, der dir hilft rauszufinden ob Du gerade wirklich ein Lebensmittel in der Hand hälst - ich find den ganz witzig

juniper.... 24.2.2021, 15:23 

Hihi, ist witzig, in der Tat. Beschreibt allerdings ca. 80 % meines Einkaufsverhaltens.

Mein Mann hat auch schon angemerkt, dass ich ziemlich viel Zeit damit verbringe, das Kleingedruckte zu lesen. Üblicherweise wächst die Wahrscheinlichkeit, dass es dann wieder ungekauft ins Regal zurück wandert proportional mit der Zeit, die ich zum lesen brauche (bzw. Länge der Zutatenliste).

Oder die alte Regel wenn wieder mal der halbe Chemiebaukasten im Produkt gelandet ist:

Wenn ich es nicht aussprechen kann, möchte ich es auch nicht essen.

paeonia 24.2.2021, 19:20 

juniper.dawn
Genau dieses Lesen verlangsamt auch meinen Einkauf sehr. Ist mir aber wichtig.
Nestlé und Müller vermeide ich. Müller schon seit vielen Jahren.

Produkte mit Palmöl werden auch nicht genommen. Und natürlich werde Produkte mit vielen Zuckern gemieden. Wenn da schon mehrere Zuckerarten zu lesen sind, wandern auch sie nicht in meinen Einkaufswagen.

So gestaltet sich der Einkauf recht zeitintensiv :)

juniper.... 24.2.2021, 19:43 

Ich glaube, wir haben ein sehr ähnliches Einkaufsverhalten. Inkl. der Ausschlusskriterien.

redchaos 25.2.2021, 05:40 

ich hatte mal ein einzeln abgepacktes Spekulatius in der Hand mit sage und schreibe 5 verschiedenen Zuckersorten in der Hand
Ich frage mich wirklich wie wir früher ausgekommen sind mit nur ... Zucker

stera1210 25.2.2021, 07:47 

Jetzt kommt der Klugscheißer des Tages in Form von meiner Person: "oh, was Spaguetti Carbonara angeht muss ich widersprechen (...) Frischkäse statt Sahne" Ins italienische Original habe ich mir sagen lassen, kommt (je nach Region?) gar keine Sahne, sondern nur Speck, Käse und Ei. Der Klugscheißer hat ausgekackt :o)

tortensc... 25.2.2021, 07:50 

"Mein Mann hat auch schon angemerkt, dass ich ziemlich viel Zeit damit verbringe, das Kleingedruckte zu lesen."

Kommt mir bekannt vor.

tortensc... 25.2.2021, 07:52 

NUr bei mir wandert manches dann doch in den Waagen ist ja so lecker. Augenroll. ABer vieles bleibt auch liegen.

tortensc... 25.2.2021, 07:54 

"gar keine Sahne, sondern nur Speck, Käse und Ei. Der Klugscheißer hat ausgekackt :o)"

hab ich auch schonn gehoert. aber noch nie probiert, Ich mag keinen speck. Ich glaube aber manchmal wird auch das ein mit wenig sahne vermischt.

stera1210 25.2.2021, 08:18 

Ich mag das auch nicht, aber wenn ich Nudeln mit Tomatensoße esse, macht sich mein Mann das manchmal, allerdings ohne Käse.

stera1210 25.2.2021, 08:38 

"Von den ganzen Ersatzprodukten halte ich im übrigen gar nichts. Bei Süssstoffen ist inzwischen bekannt, dass der Körper das doch irgendwie mitbekommt - die Darmflora tritt ja immer mehr ins Rampenlicht," Ich auch nicht. Ich weiß, dass ich z. B. von Stevia richtige Magenschmerzen bekomme. Einer damals in meinem Abnehmkurs hatte erzählt, dass er von den Ersatzstoffen anschließend eine Biogasanlage beliefern kann. Das ist nicht nur peinlich für einen wenn man ständig pupsen muss, sondern kann einfach nicht gesund sein, wenn der Körper so reagiert. Dann doch lieber ein wenig Haushaltszucker oder andere "Süße" wie Honig je nach dem.

Ms Brown 25.2.2021, 08:41 

redchaos:
Bitte poste mal das Rezept für deine Carbonara light :)

stera1210 25.2.2021, 08:48 

Mein Mann hat im Übrigen sich das o. g. Rezeptbuch angeschaut und war der Meinung, ich hätte nicht wegen der Rezepte, sondern trotz der Rezepte abgenommen... Gut, weiß ich nicht, das wird schon jemand schlaues nachgerechnet haben.

Noch krasser fand ich den Abnehmkurs, der einige Zeit später im Fitnessstudio angeboten wurde. Da durfte man irgendwie in den ersten Wochen außer ungesalzenem gedünsteten Gemüse gar nichts essen: Kein Fett, keine Kohlehydrate, kein Obst, usw, sollte dann aber für zig Euro irgendwelche Fettkapseln und Ernährungsergänzungsmittel kaufen, damit der Körper überlebensfähig bleibt... Das fand ich äußerst fragwürdig. Am "besten" an der ganzen Sache war, dass das auf Plakaten beworben wurde, wo lachende Gesichter abgebildet waren, die irgendwelches Obst im Mund hatten.

juniper.... 25.2.2021, 09:31 

Solche Programme wären irgendwie als real Satire schreiend komisch. Wenn sie nicht so traurig wären weil Leute dafür tatsächlich viel Geld ausgeben und Hoffnung rein setzen.

Das mit dem Zucker ist einfach. Früher hat die Industrie einfach Zucker rein gegeben und kaum einen hats interessiert. Dann stand der Zucker halt ganz vorne, na und? Heute wollen sie den Eindruck erwecken dasd da ja kaum Zucker drin wäre also wird er in 5 Portionen verpackt.

Ich kaufe manchmal auch Sachen die eigentlich nicht sollten. Auch hier, die Menge machts. Ich halte nichts von Extremismus. Und bei manchen Dingen hab ich einfach eine andere Meinung. Diese salz Hysterie gilt für mich z. B. Auch nicht. Ich hatte gestern wetterbedingt mal wieder 80/45 Blutdruck. Wenn mir irgendein Ernährungs Berater erzählt salz sei Blutdruck steigernd und deswegen schlecht für mich darf sich warm anziehen.

Und stevia ist geschmacklich einfach indiskutabel finde ich. Ich schmeck das überall raus und es schmeckt mir überhaupt nicht. Auch nach mehreren Versuchen.

Diese Antwort wurde von redchaos entfernt. 25.2.2021, 10:47

redchaos 25.2.2021, 10:48 

Spaghetti Carbonara Light und Lecker für 2 Personen
200g Vollkornspaghetti
2 Eier
100g Schmand oder Frischkäse Fass Joghurt vom Aldi oder Creme légère
30g Parmesan
75g Rohschinkenwürfel (also ohne Glibber)

Spaghetti bissfest garen
Eier + Schmand + Parmesan verquirlen
Schinken anbraten (oder auch nicht)
Nudeln zu dem Schinken geben und mischen
Rest zu den Nudeln geben und solange vorsichtig unterheben bis die Konsistenz einen gefällt
Dazu machen wir immer einen kleinen Balsamico-Tomatensalat den ich Banause auf meine Carbonara kippe (ich mag das so)
Sau lecker, schnell gemacht
Will man weniger Kalorien, kann man an der Nudelmenge drehen

redchaos 25.2.2021, 10:48 

Salz und Pfeffer natürlich noch

juniper.... 25.2.2021, 11:36 

"durfte man irgendwie in den ersten Wochen außer ungesalzenem gedünsteten Gemüse gar nichts essen: Kein Fett, keine Kohlehydrate, kein Obst,"

Dazu fällt mir der Kommentar einer Kardiologin in einer Reha-Einrichtung ein, die uns erzählte, dass sie mal versucht hatten, wirklich "gesundes" Essen beim Caterer zu bestellen - nix fettes tierisches, insgesamt fettarm, salzlos etc. etc. Die Ärzte in der Einrichtung haben das dann - gottseidank - vorher selbst probiert wie das schmeckt. Die Gesichter müssen wohl sehr lang und sehr entsetzt gewesen sein, die Ärzte sind nämlich zu dem Schluss gekommen (wörtliches Zitat!)

"Jetzt sind die Leute schon mit einem Herzinfarkt o.ä. geschlagen, da können wir denen nicht noch dieses total fade Essen zumuten."

Sie haben dann wohl ein moderat "gesundes" Essen beim Caterer geordert.

Noch eine Anmerkung zum o.g. Programm: Musste es unbedingt gedünstet sein? Rohkost war auch nicht erlaubt?

paeonia 25.2.2021, 16:07 

Nur eine kleine Anmerkung:
In sehr viele Fällen wird ein Pulver als "Stevia" verkauft, das lediglich mit Stevia ein bisschen aufgehübscht wurde. Die Behälter sind recht groß. Und preiswert.

Ich habe mich damals recht ausführlich mit dem Produkt beschäftigt und bin dann bei einem Produkt mit 98% Rebaudeosid A in einem kleinen Döschen für rd. 10 für 40g gelandet.

Zum Geschmack: Lange habe ich es auch nicht genommen. Mir sagte der Geschmack ebenfalls nicht zu. :)

gerhart 25.2.2021, 19:56 

Sehe ich das richtig und die Frageneröffnerin hat gar nicht mehr geantwortet, ob es solche Rezepte waren, die gemeint sind? Noch ein Nachsatz (habe so gelacht über die 100 Diätbücher mit Rezepten tapezierreif): Diese schlauen Büchlein, die man jetzt immer von G & U im Biomarkt auf dem Drehständer hat, haben das Problem mit den Zutaten, die man nicht parat hat, durchaus erkannt (NEU!: "Abnehmen am Bauch"): Sie haben die Zutaten übersichtlich aufgelistet in den Aufklappseiten, da weß man gleich, was man sich alles zusätzlich anschaffen muss, damit die Rezepte die Chance haben zu gelingen. Die Rezepte im Bauchfettweg-Buch gehen so: 1 Woche Eiweißsmoothies selbstgemacht mit Hüttenkäse und Beeren, ab dann LowCarb mit Pute, Pute, Fisch, Fisch, Fleisch, Fleisch, ein bischen Tofu und viel Spagetti-Zuchchini. Dann wäre der Bauch weg und die Leber geschrumpft (nein, nicht die Leber geschrumpft, sondern das Fett von der Leber, also auch der Bauch),

tortensc... 26.2.2021, 08:51 

"dass er von den Ersatzstoffen anschließend eine Biogasanlage beliefern kann."
so reagiere ich auf die meisten Gemüse und Vollkorn;)

tortensc... 26.2.2021, 09:05 

Also Stevia( und Birkenzucker und einige Süßstoffe) finde ich auch ( nicht nur geschmacklich) absolut indiskutabel.
Ich hab aber auch nichts gegen Zucker. Wird halt möglichst sparsam verwendet;)

Das Beispiel mit dem Catering ist sehr anschaulich. Sicherlich ist Geschmack auch gewöhnungssache, aber Essen das fast nach nichts schmeckt is einfach eine Zumutung.

Da fällt mir noch ein: es gibt doch seit einiger Zeit den Nutriscore. Ich hab mich neulich gewundert vor dem Cornflakesreagl wie diese übrzuckerten Hasenköttel ( mit dem Kaninchen drauf) es schaffen B( also noch grün) zu erreichen.

stera1210 26.2.2021, 09:39 

"Noch eine Anmerkung zum o.g. Programm: Musste es unbedingt gedünstet sein? Rohkost war auch nicht erlaubt?" Das weiß ich nicht so genau. Mir hat das jemand erzählt, der daran teilnehmen wollte. Das ist noch hängen geblieben. Ich fand es komisch, dass man nirgendwo ein Gramm Fett dran tun durfte und hinterher sollte man irgendwelche Kapseln schlucken um das fehlende Fett zu kompensieren. Das hörte sich für mich nicht nach nachhaltiger Abnahmestrategie an.

stera1210 26.2.2021, 10:38 

... und natürlich die apfelessende Tante auf dem Plakat, obwohl man kein Obst essen durfte, die ist auch im Gedächtnis geblieben.

Zwischen gewürz- bzw. salzlos und überwürzt gibt es ja noch so ein, zwei Nuancen. Da muss man nicht von einem Extrem ins nächste fallen. Es heißt nicht umsonst "gesunder Mittelweg" :o)

Und bestimmte Sachen austauschen wie das z. B. Redchaos das in ihrem Rezept beschreibt macht für mich auch Sinn. Ähnlich mach ich das ja, wenn ich Mal irgendein Sahne-Mascarpone-Dessert mache. Da nehme ich dann auch Joghurt und/oder Magerquark je nach gewünschter Konsistenz statt Sahne und Mascarpone. Und ich muss sagen, das schmeckt mir mittlerweile besser als die Vollfettvariante.

stera1210 26.2.2021, 10:59 

"Sehe ich das richtig und die Frageneröffnerin hat gar nicht mehr geantwortet, ob es solche Rezepte waren, die gemeint sind?" Vielleicht sind wir der Fragestellerin zu weit vom Thema abgekommen. Manche stört das.

Dann komm ich noch Mal zum Ursprung: Ich glaube, das ist persönlichkeitsabhängig. Manche kommen besser damit zu recht, sich an feste Vorschriften/Rezepte zu halten, quasi zur Orientierung, anderen reicht es, das Gegessene aufzuschreiben. Du kennst Dich am besten, von daher kann Dir die Entscheidung keiner abnehmen. Und die Tücken bei den Rezepten wurden hier ja erläutert.

tortensc... 26.2.2021, 12:15 

"Vielleicht sind wir der Fragestellerin zu weit vom Thema abgekommen. Manche stört das. "

ei Teufelskreis. Wenn TE sich nicht mehr meldet schweifen die anderen ab und TE hat keine Lust mehr sich zu melden bzw alles zu lesen.

Aber travelsummer hat ja auch in der Vergangenheit viele Fragen gestellt und meistens auch eine Rückmeldung gegeben. Manchmal vielleicht etwas angesäuert.

stera1210 26.2.2021, 12:28 

Vielleicht hat sie im Moment gerade keine Zeit, oder das Gelesene muss erst Mal sacken, oder, oder, oder. Wir gehen Mal vom Besten aus. Ansäuern wollte sie ja niemand, passiert halt, dass man vom Thema abkommt oder vom Hölzchen aufs Stöckchen. Und ganz themenfremd war es ja nicht, zumindest für mein Empfinden.

Ciri 26.2.2021, 12:31 

Also ich hätte noch die Gegenposition im Angebot, da ich zumindest unter der Woche nach einem festen Plan esse. Ich finde es einfach praktisch mir keine Gedanken machen zu müssen, sondern einfach 1x die Woche von der "speisekarte" zu wählen (es gibt immer eine Reihe von Gerichten zur Auswahl). Da das über eine app läuft erstellt mir diese dann auch direkt den Einkaufszettel. An Wochenendtagen esse ich aber min. Ein freigeplantes Gericht. Ich denke schon dass es sehr helfen kann, essen vorher strikt zu planen. Wenn ich erstmal hungrig in den kühlschrank schaue, treffe ich selten eine vernünftige Entscheidung. Aber selbstverständlich kann man auch ohne "externen Plan" vorplanen. Da muss jeder selbst entscheiden, was zu einem passt.
Diese z.t. wirklich kuriosen Vorschriften, die hier erwähnt wurden, hat mein Plan allerdings auch nicht. Der Grundsatz ist da mehr moderates low carb, high Protein und clean eating (daher auch keine merkwürdigen gewürzmischungen oder Zusätze).
Sobald ersichtlich wird, dass ein Anbieter einem mit dem Plan irgendwelche Ergänzungsmittel oder Zusätze verkaufen will, wäre ich immer vorsichtig.

Monika65  28.2.2021, 12:15 

Ja, leider hat die TE sich nicht mehr beteiligt, mich würde mal interssieren, was die Überschrift überhaupt bedeutet: "Rezeptessen oder "Nur aufschreiben"?! - Wieso wird da ein Widerspruch konstruiert? Wenn ich nach einem Rezept - eigenes oder fremdes ist dabe egal - esse, kann ich doch trotzdem die Kalorien aufschreiben? Besonders, da man ja sicher nich 3- bis 5mal am Tag nach einem Rezept isst, vielleicht einmal bei der gekochten Mahlzeit, zu der ja aber i.d.R. noch weitere Kalorien dazukommen?

juniper.... 28.2.2021, 12:22 

Monika, ich hab das so verstanden, das mit "nur aufschreiben" gemeint ist, sich die Lebensmittel selbst zusammen zu stellen und mit "Rezeptessen" ein vorgegebener Diätplan. Also sowas wie Brigitte Diät oder andere Programme wo man nicht überlegt was und wie viel man wann isst im Rahmen der Regeln sondern einfach stur nach dem vorgegebenen Plan, man sich also über seine Ernährung keine Gedanken machen muss sondern nur den Plan abarbeiten. sozusagen.

Die dahinterliegende Frage lese ich so, ob man mit eigenständiger Auswahl oder mit vorgegebenen Plänen eine höhere Gewichtsabnahme erreicht.

Monika65  28.2.2021, 12:49 

Okay, danke. Wenn das die Frage war, kann man sie sowieso nicht beantworten,denke ich.

gerhart 1.3.2021, 12:39 

Ciri, Ich meinte auch keine entlegenen Gewürze, sondern alle wirklich gut ausgedachten Rezepte setzen darauf, dass es trotz weniger Fett, Sahne & Co. trotzdem schmecken soll. Und das wird mit "kleingeschnittenen 3 schwarzen Oliven" erreicht, oder "3 Sardellenfilets angeschmolzen" (ersetzt beim Salat 50 % des Öls an Geschmacksbefriedigung) oder "mit 10 g Parmesankruste" oder sämtliche japanischen Saucen, die man auf Rettich, Rohkost etc. giessen kann. Deshalb sind und bleiben Japaner ja auch schlank. Ich war in dieser Phase aber gut einen halben Tag lang unterwegs, um die Zutaten einzukaufen und anschliessend standen immer mehr halbleere Gläschen, Röhrchen und Döschen im Kühlschrank herum. Manchmal möchte man sich den ganzen Tag mit Essen beschäftigen, was aber im übrigen immer dazu geführt hat, dass ich anschliessend gut drei Wochen genau dieses zusammengepuzzelte Rezepteessen nicht mehr ausstehen konnte, schon beim Gedanken daran, musste ich an eine fette Rohrnudel denken, hefeweich und flaumig zum Milchkaffee. Wahrscheinlich ein Trick der Lebensmittel- und Diätindustrie, die das ja wissen muss, woher das kommt (deshalb ist die Brigitte-Diät inzwischen auch in einem Sonderheft untergebracht mit 1.000 verschiedenen Rezepten),

Ciri 1.3.2021, 15:05 

Ich meinte auch mehr künstliche Gewürze mit süßstoffen oder künstlichen geschmacksverstärkern, die darüber hinwegtäuschen sollen, dass man eigentlich grade Pappe ist. Bei manchen Ernährungsplänen soll man sowas ja für viel Geld dazu kaufen. "Exotische" sind natürlich ein anderes Thema.

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